Aktie, Juristischer

Meta Aktie: Juristischer Gegenwind

26.03.2026 - 10:00:33 | boerse-global.de

Meta muss zwei juristische Niederlagen hinnehmen, die als Präzedenzfälle für Hunderte weitere Klagen dienen könnten. Parallel behindern EU-Vorschriften den Marktstart der Smartglasses in Europa.

Meta Aktie: Juristischer Gegenwind - Foto: über boerse-global.de

Gleich an zwei Fronten musste Meta in dieser Woche juristische Niederlagen hinnehmen. Die Urteilsserie könnte teurer werden, als die aktuellen Kursbewegungen vermuten lassen.

Zunächst verurteilten Geschworene in New Mexico den Konzern zu einer Zahlung von 375 Millionen Dollar. Der Vorwurf: Meta habe junge Nutzer bewusst Risiken ausgesetzt und deren Eltern im Dunkeln gelassen. Grundlage waren unter anderem verdeckte Ermittlungen, bei denen Mitarbeiter des Generalstaatsanwalts sich als Minderjährige ausgaben und auf den Plattformen Belästigungen erlebten. Meta kündigte Berufung an.

Einen Tag später folgte das nächste Urteil. Diesmal entschieden Geschworene in Los Angeles, dass Instagram und YouTube Nutzer nicht ausreichend über die Suchtpotenziale ihrer Dienste aufgeklärt haben. Einer 20-jährigen Klägerin wurden drei Millionen Dollar zugesprochen, 70 Prozent davon trägt Meta. Auch Google, das YouTube betreibt, will in Berufung gehen und betont, seine Videoplattform sei kein soziales Netzwerk.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Meta?

Hunderte weitere Verfahren im Hintergrund

Das eigentliche Risiko liegt nicht in den zugesprochenen Summen selbst. Beide Urteile könnten als Referenz für eine Welle von mehreren hundert ähnlichen Klagen dienen, die sich bereits in der Warteschleife befinden. In dem Los Angeles-Verfahren wurde sogar Mark Zuckerberg persönlich als Zeuge befragt — ein ungewöhnlicher Schritt, der den Stellenwert des Prozesses unterstreicht.

Parallel dazu gerät Metas Hardware-Offensive in Europa ins Stocken. Die KI-gestützten Ray-Ban-Smartglasses, die in den USA bereits verfügbar sind, lassen sich vorerst nicht auf dem EU-Markt einführen. Der Grund: Ab 2027 schreibt eine EU-Vorschrift herausnehmbare Batterien für solche Geräte vor — eine technische Anforderung, die mit dem kompakten Design der Brille kaum vereinbar ist. Meta verhandelt derzeit mit den Behörden über eine Ausnahmeregelung.

Grüner Gegenakzent aus Texas

Abseits der schlechten Nachrichten gibt es einen positiven Baustein: Das Unternehmen Zelestra sicherte sich eine Kreditfazilität über 600 Millionen Dollar, um zwei Solarprojekte in Texas mit zusammen rund 440 Megawatt zu finanzieren. Beide Projekte laufen über langfristige Stromabnahmeverträge mit Meta. Insgesamt verbindet die beiden Unternehmen mittlerweile ein Vertragsvolumen von 1,2 Gigawatt — ein deutliches Signal, dass Meta seinen Strombedarf konsequent auf erneuerbare Quellen umstellt.

An der Börse hielten sich die Auswirkungen der juristischen Rückschläge in Grenzen. Die Aktie notierte zuletzt bei rund 594 Dollar — ein leichtes Plus, das zeigt, dass Investoren die aktuellen Urteile noch nicht als systemisches Risiko einstufen. Ob diese Gelassenheit anhält, wenn die nächste Klagewelle an Fahrt gewinnt, bleibt eine offene Frage.

Anzeige

Meta-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Meta-Analyse vom 26. März liefert die Antwort:

Die neusten Meta-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Meta-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Meta: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

So schätzen die Börsenprofis Aktie Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis  Aktie Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
US30303M1027 | AKTIE | boerse | 68992605 |