Messepark, Dornbirn

Messepark Dornbirn startet 200-Millionen-Euro-Umbau

09.01.2026 - 21:03:12

Nach 17 Jahren Planung beginnt die Modernisierung des Messeparks Dornbirn. Das 200-Millionen-Projekt soll das Center zu einem offenen Treffpunkt umbauen und bis 2030 abgeschlossen sein.

Nach fast zwei Jahrzehnten Planung startet der Messepark Dornbirn in seine größte Modernisierung. Die Verträge für das 200-Millionen-Euro-Projekt sind unterzeichnet, der Baubeginn ist für Frühjahr 2026 geplant. Damit beginnt die Realisierung eines der größten privaten Bauvorhaben Vorarlbergs.

Ein Generationenprojekt nach 17 Jahren Stillstand

Die Geschichte des „Messepark Neu“ ist lang: Über 17 Jahre lang blockierten Raumordnungsverträge und die Sorge um die Dornbirner Innenstadt eine Erweiterung. Der Durchbruch kam Ende 2025 mit einem Kompromiss. Statt einer massiven Flächenvergrößerung setzt das Projekt nun auf qualitative Aufwertung.

Eigentümervertreter Guntram Drexel nennt es ein „Generationenprojekt“. Es soll den Standort für die kommenden Jahrzehnte sichern und ein deutliches Signal des stationären Handels gegen die Online-Konkurrenz senden.

Vom Betonklotz zum offenen Treffpunkt

Die Architekten Baumschlager Eberle wollen den Messepark radikal verändern. Die bisherige „Black Box“ öffnet sich zur Stadt. Das Konzept folgt dem internationalen Trend: Shopping-Center werden zu Orten der Begegnung, nicht nur des Einkaufens.

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Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick:

  • Gastronomie-Terrassen: An der Südwest-Seite entstehen große Terrassen. Sie verwandeln das Center in einen „Third Place“ für Freizeit und Begegnung.
  • Tiefgarage statt Hochgarage: Die alte Hochgarage wird abgerissen. Eine neue Tiefgarage mit 1.632 Plätzen verbessert das Stadtbild und die Verkehrsführung.
  • Ökologische Aufwertung: Entsiegelte Oberflächen, Begrünung und Photovoltaikanlagen sollen den ökologischen Fußabdruck verkleinern.

Wirtschaftlicher Impuls für die Region

Der Baustart kommt zur rechten Zeit. Die Bauwirtschaft braucht Aufträge – und mit 200 Millionen Euro ist dieses einer der größten in Westösterreich. Während der vierjährigen Bauphase profitieren regionale Firmen.

Langfristig sollen nicht nur die bestehenden 950 Arbeitsplätze gesichert, sondern rund 300 neue geschaffen werden. Kritiker fürchteten lange um die Innenstadt. Die Hoffnung ist nun, dass ein attraktiver Messepark internationale Kaufkraft bindet – und die ganze Stadt profitiert.

Operation am offenen Herzen

Die größte Herausforderung beginnt jetzt: der Umbau bei laufendem Betrieb. Kunden sollen während der gesamten Bauphase uneingeschränkt einkaufen können. Die Arbeiten erfolgen in Etappen, mit provisorischen Parkplätzen und Eingängen.

Ab Frühjahr 2026 rollen die ersten Bagger. Die Gesamtfertigstellung ist für 2030 geplant. Bis dahin wird das Areal nahe der Autobahnabfahrt Dornbirn-Süd eine Großbaustelle sein.

Die Zukunft des Einkaufens

Das Projekt spiegelt einen europaweiten Trend wider. Reine Einkaufszentren sind out, hybride Lebensräume sind in. Die Betreibergesellschaft SES setzt diese Strategie bereits in Ljubljana und Villach um.

Die massive Investition in „Betongold“ ist ein klares Statement. Sie zeigt Vertrauen in die Zukunft physischer Marktplätze – aber nur, wenn die Erlebnisqualität stimmt. Der Einkauf wird zum Nebenschauplatz eines gelungenen Freizeittages.

In den kommenden Wochen werden die großen Baugewerke ausgeschrieben. Für Vorarlberg endet eine Ära des Stillstands. Ob das Konzept der Synergie zwischen Peripherie und Innenstadt aufgeht, muss sich zeigen. Der Koloss am Stadtrand macht sich jedenfalls fit für die nächsten Jahrzehnte.

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