Mercedes-Benz Aktie: Tief erreicht?
15.04.2026 - 08:32:02 | boerse-global.deDie Stimmung rund um die deutschen Automobilwerte hellt sich auf. Heute gewann die Mercedes-Benz-Aktie rund zwei Prozent und kletterte auf 55,30 Euro — damit hat der Titel die viel beachtete 200-Tage-Linie zurückerobert, einen Indikator, den Marktteilnehmer als Maßstab für den längerfristigen Trend werten.
Auslöser war ein sogenannter Pre-Close Call, bei dem Mercedes-Benz vor der eigentlichen Veröffentlichung der Quartalszahlen erste Einschätzungen zur Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2026 gab. Tenor: etwas besser als befürchtet.
Margen und Cashflow stimmen — mit Einschränkungen
Besonders positiv fiel das Transporter-Geschäft auf, das die Margenerwartungen übertraf. Jefferies-Analyst Philippe Houchois hob seine Margenprognosen daraufhin leicht an, bleibt für das Gesamtjahr 2026 aber wegen der Lage im Nahen Osten vorsichtig. Bernstein Research verwies auf einen robusten Cashflow. Und Barclays-Analyst Henning Cosman geht sogar noch einen Schritt weiter: Er sieht das erste Quartal als Tiefpunkt des laufenden Jahres.
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Das klingt nach Aufbruchstimmung — ist es aber nur zum Teil. Denn das Autosegment kämpft weiterhin mit einem schwachen Jahresstart. Die Absatzmengen gingen zurück, die operative Leistung leidet unter laufenden Produktumstellungen. Oddo BHF bekräftigte heute ihre „Underperform"-Einschätzung und senkte das Kursziel auf 42 Euro. Die Analysten sprechen von erheblichen strukturellen Herausforderungen und zweifeln offen daran, ob die großzügige Ausschüttungspolitik bei nachlassenden Fundamentaldaten dauerhaft tragfähig ist.
China bleibt der Bremsklotz
Die Quartalszahlen aus dem Absatzgeschäft zeichnen ein klares Bild: Mercedes-Benz lieferte im ersten Quartal 2026 insgesamt 499.700 Pkw und Vans aus, ein Minus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Hauptgrund ist erneut das China-Geschäft, wo die Pkw-Absätze um 27 Prozent auf 111.600 Fahrzeuge einbrachen. RBC-Analyst Tom Narayan sieht das als Bestätigung seiner These: Mercedes-Benz verliert im chinesischen Markt zunehmend den Anschluss an die lokale Konkurrenz.
Ohne China wäre das Bild ein anderes. In den USA legte Mercedes um 20 Prozent auf 81.100 Fahrzeuge zu, in Europa um sieben Prozent. Das reicht aber nicht, um den Einbruch im wichtigsten Einzelmarkt der Welt zu kompensieren.
Der heutige Kursanstieg spiegelt die Erleichterung wider, dass die Lage nicht noch schlechter ist. Die echte Bewährungsprobe kommt mit den vollständigen Quartalsergebnissen — dann wird sich zeigen, ob die Margenentwicklung im Transporter-Bereich tatsächlich als Stabilisierungsanker taugt.
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