Mental Health Days: Schüler fordern freie Tage für die Psyche
10.02.2026 - 22:36:12Die Debatte um anerkannte „Mental Health Days“ für Schüler gewinnt an Fahrt. Angetrieben von alarmierenden Studien und Schülervertretungen stellt sich die Frage: Sollten psychische Erschöpfungstage zum Schulalltag gehören?
Besorgniserregende Zahlen aus dem Klassenzimmer
Die psychische Verfassung vieler Schüler gibt Anlass zur Sorge. Laut dem Deutschen Schulbarometer zeigen rund 21 Prozent der 8- bis 17-Jährigen Anzeichen für psychische Auffälligkeiten. Mehr als ein Viertel stuft die eigene Lebensqualität als niedrig ein.
Die Gründe sind vielfältig:
* Globale Krisen und Zukunftsängste
* Hoher schulischer Leistungsdruck
* Anhaltende Erschöpfung und Einsamkeit
Eine Studie der DAK-Gesundheit unterstreicht das Problem: Über die Hälfte der Schulkinder fühlt sich erschöpft, fast ein Drittel klagt über zunehmende Einsamkeit. Die Bundesschülerkonferenz warnt vor einer Krise und fordert entschlossenes Handeln.
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Vorbild USA: Entstigmatisierung durch Gesetze
In Deutschland sind „Mental Health Days“ noch kein etablierter Standard. In einigen US-Bundesstaaten wie Oregon und Utah hingegen schon. Dort erlauben Gesetze Schülern, aus psychischen Gründen der Schule fernzubleiben – ohne Stigma oder die Notwendigkeit, körperliche Symptome vorzuschieben.
Die Idee: Psychische Gesundheit muss der physischen gleichgestellt werden. Eine notwendige Auszeit soll nicht länger vertuscht werden müssen.
Erste Forderungen und praktische Ansätze
Auch hierzulande werden Stimmen laut. Die Landesschülervertretung Rheinland-Pfalz fordert etwa ein bis zwei entschuldigte „Mental Health Days“ pro Halbjahr. Diese sollen nicht an Tagen mit Klassenarbeiten genommen werden können.
Parallel laufen präventive Programme:
* „Mental Health Coaches“ des Bundesjugendministeriums bieten niedrigschwellige Gespräche an Schulen an und werden von 97 Prozent der Schüler positiv bewertet.
* Initiativen wie „Verrückt? Na und!“ oder „Kopfsachen“ brechen Tabus und vermitteln Stresskompetenz.
* Das Schulfach „Glück“ wird bereits an über 400 Schulen unterrichtet, um Lebensfreude und Resilienz zu fördern.
Kulturwandel statt Einzelmaßnahme
Die Diskussion um freie Tage ist Teil einer größeren Bewegung. Es geht um einen Paradigmenwechsel: Schule soll als Lebensraum verstanden werden, der das Wohlbefinden aktiv fördert.
Die Bundesschülerkonferenz hat einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt, der unter anderem mehr Schulsozialarbeit und bessere Schulstrukturen fordert. Auch die Bundesregierung hat das Thema im Koalitionsvertrag verankert.
Ob „Mental Health Days“ flächendeckend kommen, ist noch offen. Die anhaltend hohen Belastungszahlen und der Druck von Schülerseite machen jedoch deutlich: Der Handlungsbedarf für die mentale Gesundheit der jungen Generation ist akut.
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