Mental, Health

Mental Health Alliance fordert Präventions-Offensive für Jugendliche

25.02.2026 - 05:39:41 | boerse-global.de

Eine neue Allianz aus Stiftungen und Wissenschaft drängt auf mehr Prävention psychischer Erkrankungen bei jungen Menschen und will digitale Hilfsmittel stärker in die Versorgung integrieren.

Eine neue Allianz aus Stiftungen, Wissenschaft und Politik will die psychische Gesundheit junger Menschen revolutionieren. Die "Mental Health Alliance" (MHA) fordert einen Systemwechsel: weg von der Behandlung, hin zur Vorbeugung.

Prävention statt Reparaturbetrieb

Die Initiative will psychische Gesundheit "ab der ersten Zelle" denken. Der Grund: Bis zu 75 Prozent aller psychischen Erkrankungen zeigen erste Symptome vor dem 25. Lebensjahr. Bisher fließen aber nur 4,8 Prozent der Gesundheitsausgaben in Prävention.

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"Wir müssen Resilienz früh stärken, bevor langwierige Behandlungen nötig werden", so das Credo der Allianz. Zu den Initiatoren gehören die Bertelsmann Stiftung und die Robert Bosch Stiftung. Sie bündeln Kompetenzen, um konkrete Vorschläge für Politik und Praxis zu entwickeln.

Telefonseelsorge an Belastungsgrenze

Der Handlungsdruck ist hoch. Etablierte Krisenangebote wie die Telefonseelsorge sind am Limit. 2025 gingen dort rund 1,2 Millionen Anrufe ein – dazu Zehntausende Kontakte per Chat und Mail.

Die Themen reichen von Einsamkeit bis zu Suizidgedanken. Zu Stoßzeiten brauchen Hilfesuchende oft mehrere Anläufe für eine freie Leitung. Die rund 7.800 Ehrenamtlichen leisten Unglaubliches, doch der Bedarf wächst ständig.

Digitale Helfer als Brückenbauer

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sollen Lücken schließen. Diese geprüften Apps kann der Arzt verschreiben, um Wartezeiten auf Therapieplätze zu überbrücken. Sie helfen bei der Symptomstabilisierung und Alltagsbewältigung.

"Digitale Angebote müssen fest in Versorgungsprozesse integriert werden", fordert die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein. Sie sind Werkzeuge für Prävention, Behandlung und Rückfallvermeidung.

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Timing im Reformjahr 2026

Die Allianz-Gründung kommt zum richtigen Zeitpunkt. 2026 gilt als Schlüsseljahr für Gesundheitsreformen. Auch die Bundesregierung arbeitet an einer Strategie "Mentale Gesundheit für junge Menschen".

Die MHA versteht sich als Impulsgeber für diese staatlichen Vorhaben. Sie will sicherstellen, dass die Perspektive der Jugend in neue Versorgungsstrukturen einfließt.

Jugendliche als Experten einbinden

In den kommenden Monaten will die Allianz konkrete Vorschläge erarbeiten. Ein Schlüssel: die aktive Einbindung von Kindern und Jugendlichen. Nur mit ihrer Beteiligung entstehen passgenaue Maßnahmen.

Langfristig soll Wissen über psychische Gesundheit in Familien, Kitas und Schulen selbstverständlich werden. Die Vision: eine Gesellschaft, die psychische Ressourcen proaktiv stärkt – statt nur Krisen zu reparieren.

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