Menopause, Wendepunkt

Menopause als Wendepunkt für das weibliche Gehirn

31.01.2026 - 19:00:12

Die Menopause verändert das weibliche Gehirn strukturell und erhöht so das Demenzrisiko. Neue Studien zeigen: Der Östrogenabfall in den Wechseljahren ist ein neurologischer Wendepunkt. Weltweit sind etwa zwei Drittel aller Alzheimer-Patienten Frauen – ein Ungleichgewicht, das sich nicht allein durch die höhere Lebenserwartung erklären lässt.

Im Zentrum steht der drastische Abfall des Hormons Östrogen. Es schützt normalerweise Nervenzellen, unterstützt den Energiestoffwechsel im Gehirn und reguliert Botenstoffe. Mit den Wechseljahren fällt dieser Schutzschild weg.

Die Folgen sind in modernen Hirnscans sichtbar:
* Schrumpfende Schlüsselregionen: Das Volumen der grauen Substanz nimmt ab, besonders im Hippocampus (Gedächtnis) und im präfrontalen Kortex (Planung, Kontrolle).
* Schäden an Leitungsbahnen: Frauen nach der Menopause zeigen mehr Läsionen in der weißen Hirnsubstanz als Männer gleichen Alters. Diese Schäden werden mit Durchblutungsstörungen und einem höheren Demenzrisiko in Verbindung gebracht.
* Mehr Alzheimer-Plaques: Erste Hinweise deuten darauf, dass der Hormonmangel die Ansammlung von schädlichen Amyloid-Beta-Proteinen begünstigen könnte.

Diese Veränderungen äußern sich oft im typischen „Brain Fog“ – Wortfindungsstörungen, Konzentrationsprobleme und Gedächtnislücken.

Kann Hormontherapie das Gehirn schützen?

Die naheliegende Frage spaltet die Forschung. Einige Studien legen nahe, dass eine früh begonnene Hormonersatztherapie (HRT) schützen könnte. Andere, teils sehr große Untersuchungen zeichnen ein anderes Bild.

Eine großangelegte britische Studie, die Anfang dieses Jahres veröffentlicht wurde, fand heraus: Eine HRT konnte den Abbau der grauen Substanz nicht aufhalten. Eine dänische Studie brachte eine kombinierte Therapie sogar mit einem leicht erhöhten Demenzrisiko in Verbindung.

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Der Konsens der Experten ist klar: Der Zeitpunkt ist alles. Eine Therapie, die kurz nach Beginn der Menopause startet, könnte potenziell nützen. Wird sie erst Jahre später begonnen, scheint der Schutzeffekt zu verpuffen oder sogar ins Gegenteil umzuschlagen.

Ein kritisches Zeitfenster für die Vorsorge

Die neuen Erkenntnisse machen die Wechseljahre zu einem entscheidenden Zeitfenster für die langfristige Gehirngesundheit. Die in dieser Phase angestoßenen Veränderungen können eine Kaskade auslösen, die sich erst Jahrzehnte später als Demenz zeigt.

Während die Rolle der HRT weiter debattiert wird, ist der Nutzen eines gesunden Lebensstils unumstritten. Eine entzündungshemmende Ernährung, regelmäßige Bewegung, Stressreduktion und guter Schlaf helfen dem Gehirn, die hormonelle Umstellung besser zu bewältigen.

Forschung muss weibliche Biologie endlich ernst nehmen

Die Studien unterstreichen eine lange vernachlässigte Wahrheit: Die Neurologie braucht dringend mehr geschlechtsspezifische Forschung. Das Verständnis der einzigartigen Prozesse während der Menopause ist der Schlüssel, um das überproportionale Demenzrisiko von Frauen zu senken.

Zukünftige Studien müssen klären, welche Frauen von einer Hormontherapie profitieren und welche präventiven Maßnahmen am wirksamsten sind. Die Menopause als neurologisches Ereignis zu begreifen, ist der erste Schritt, um die Gehirngesundheit von Millionen Frauen aktiv zu schützen.

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