Meeting-Reset: Unternehmen streichen die Besprechungsflut
08.02.2026 - 07:23:12Immer mehr Firmen erklären den Kampf gegen sinnlose Meetings. Statt endloser Videokonferenzen setzen sie auf radikales Aufräumen – und geben ihren Teams so wertvolle Fokuszeit zurück. Dieser „Meeting-Reset“ stellt die Notwendigkeit vieler Termine fundamental infrage.
Die Bewegung gewinnt an Fahrt, weil die Folgen der Meeting-Inflation immer offensichtlicher werden. Studien zeigen: Ein Großteil der Arbeitszeit verpufft in Besprechungen ohne klare Agenda oder Ergebnis. Die Konsequenzen sind verlorene Stunden, sinkende Motivation und permanenter Stress durch Unterbrechungen.
Warum der Kalender immer voller wird
Die Gründe für die Besprechungsflut sind vielfältig. In vielen Unternehmen hat sich eine Kultur etabliert, in der man Einladungen kaum ablehnt – aus Angst, etwas zu verpassen. Videokonferenz-Tools machen es zudem leicht, schnell ein neues Meeting anzusetzen.
Das Ergebnis: Kalender sind lückenlos verplant. Für konzentriertes Arbeiten bleibt kaum Raum. Experten warnen, dass schon kurze Unterbrechungen massive Effizienzverluste bringen. Das Gehirn braucht Minuten, um wieder in den Flow zu kommen.
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Radikale Strategien gegen den Meeting-Wahnsinn
Als Gegenmaßnahme testen Firmen nun drastische Methoden. Eine der populärsten ist die Einführung meeting-freier Tage. An diesen Tagen sind interne Termine tabu, Teams können sich ungestört auf Projekte konzentrieren.
Noch weiter geht der „Meeting Doomsday“. Dabei werden alle wiederkehrenden Termine pauschal gelöscht. Jedes Meeting muss neu beantragt und streng begründet werden. Dieser harte Reset zwingt zum kritischen Hinterfragen: Brauchen wir dieses Treffen wirklich?
Oft zeigt sich: Viele Besprechungen lassen sich durch asynchrone Tools ersetzen.
* E-Mails
* Projektmanagement-Software
* Team-Chats
Fokuszeit wird zur neuen Top-Währung
Das eigentliche Ziel aller Initiativen ist die Rückgewinnung von Fokuszeit. Das sind mehrere ungestörte Stunden für komplexe Aufgaben wie Strategie, Programmierung oder kreatives Arbeiten.
Um diese Blöcke zu schaffen, setzen Unternehmen auf zwei Hebel:
1. Konsolidierung: Weniger Meetings insgesamt.
2. Verkürzung: Experten empfehlen eine Maximaldauer von 48 Minuten.
Führungskräfte müssen dabei vorangehen. Sie blocken selbst Fokuszeiten in ihren Kalendern und hinterfragen die Notwendigkeit jedes Termins. Klare Meeting-Regeln – Agenda vorab, festgelegtes Ergebnis – erhöhen zudem die Effizienz der verbleibenden Besprechungen.
Ein kultureller Wandel steht an
Der „Meeting-Reset“ ist mehr als ein Trick. Er signalisiert einen fundamentalen Kulturwandel: Weg von reiner Anwesenheit, hin zu echter Wertschöpfung. Unternehmen, die das umsetzen, berichten von höherer Produktivität und zufriedeneren Mitarbeitern.
Die Entwicklung ist auch eine Antwort auf die hybride Arbeitswelt. Der spontane Fluraustausch fällt weg, stattdessen wird oft vorschnell ein virtueller Termin angesetzt. Weniger Meetings zwingt zu besserer, asynchroner Kommunikation.
Langfristiger Erfolg hängt davon ab, ob die Prinzipien in der DNA der Firma ankommen. Es braucht nachhaltige Gewohnheiten und die Ermutigung der Mitarbeiter, auch mal „Nein“ zu sagen. Die Zukunft der Arbeit liegt in zielgerichteter Zusammenarbeit – mit Raum für konzentrierte Tiefenarbeit.
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