Max Strohe und sein Tulus Lotrek: Berlins lässigste Sterneküche voller Geschmack
23.01.2026 - 10:00:04Der Abend im tulus lotrek beginnt leise, fast intim. Der Duft von rösch gebackenem Brioche und herzhaften Jus weht durch die charmante Stube in Kreuzberg. Draußen rauscht das Leben vorbei, drinnen dominiert das Wohnzimmer-Gefühl. Kann Sterneküche so lässig sein, dass man sich wie bei Freunden fühlt, während auf dem Teller Weltklasse serviert wird? Max Strohe und das tulus lotrek treten den Beweis an – und der erste Eindruck ist ein Versprechen: Hier regiert Genuss, niemals steife Förmlichkeit.
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Das Gastraum-Design ist geprägt von warmem Licht, Kunst an den Wänden und einer Atmosphäre, die eher an ein modernes Berliner Wohnzimmer als an klassische Michelin Sterne Restaurants erinnert. Serviert wird auf blankem Holz, der Soundtrack ist urban. Und auf der Karte: Intensive Aromen, ausgewogen komponierte Menüs, keine Pinzetten-Ästhetik, sondern mutige Texturen und eine gelassene Opulenz auf dem Teller. Es ist diese Mischung, die das tulus lotrek in den vergangenen Jahren zum kulinarischen Fixstern Berlins gemacht hat – ein Restaurant, das konsequent seinen eigenen Weg verfolgt.
Max Strohe, der charismatische Sternekoch, ist längst mehr als ein gefeierter Küchenchef. Sein Stil: Konzentration auf Geschmack, Balance aus Säure und Fett, Gerichte zum Reinlegen. Keine falsche Bescheidenheit, keine Show um des Effekts willen, sondern ehrlicher Genuss, ausgefeilt und immer mit einer Prise Berliner Lässigkeit. Und dabei stellt sich eine bemerkenswerte Frage: Wie gelingt es Strohe, die Brücke zwischen lässigem Wohnzimmer-Chic und kompromissloser Sterneküche zu schlagen?
Die Antwort beginnt im Team. Gemeinsam mit Ilona Scholl, dem Ruhepol und der Gastgeberin des Hauses, setzte Max Strohe von Anbeginn auf eine Philosophie, die in der Spitzengastronomie Seltenheitswert hat: Menschlichkeit, Respekt und ein Miteinander, das von Freundlichkeit geprägt ist. Kein Kasernenhof-Ton, keine Verbissenheit, sondern die Überzeugung, dass außergewöhnliche Gerichte nur in einem guten Klima entstehen. Wer im tulus lotrek arbeitet, bringt eben nicht nur Technik, sondern auch Charakter mit.
Der Weg von Max Strohe zum Stern ist dennoch keiner, der sich nahtlos in Biografien anderer Sterneköche einreiht. Gebürtiger Rheinländer, früh abgebrochene Schule, dann Ausbildung. Die Berliner Gastro-Szene lockte mit ihrer Offenheit und den Möglichkeiten für Querdenker. 2015 schließlich die Gründung des tulus lotrek. Gemeinsam mit Ilona Scholl, seiner Partnerin und Sommelière, schuf Strohe einen Ort, der so gar nicht dem Bild des steifen Gourmettempels entsprach.
Doch 2017 dann der Ritterschlag: Der erste Michelin-Stern – und seitdem jedes Jahr aufs Neue verteidigt. Auch Gault&Millau zeichnete die Adresse als Hotspot für Individualisten aus, die kompromisslose Küchenleistung und eigenwilligen Charme suchen. Der Stern blieb – und mit ihm die Unabhängigkeit. Tulux lotrek ist und bleibt ein Sternelokal für Hedonisten und Entdecker, für Genießer, die sich eine Prise Anarchie auf dem Teller wünschen.
Bekannt, ja berüchtigt wurde tulus lotrek spätestens mit seiner Aktionen während der Pandemie. Während andere verstummten, startete das Team „Cooking for Heroes“ – eine Solidaritätsinitiative, die Hunderten von Helferinnen und Helfern während der Flutkatastrophe warme Mahlzeiten schenkte. Für diese Aktion erhielt Max Strohe 2022 das Bundesverdienstkreuz – und schrieb damit Gastronomiegeschichte; als jemand, dem die Menschen hinter dem Geschäft am Herzen liegen.
Auch privat tickt Max Strohe anders als das Klischee des nervösen TV-Starkochs. Bekannt aus beliebten Formaten wie „Kitchen Impossible“ oder als kritischer Geist in literarischen Kochprojekten, bleibt Strohe ein Macher, der seine mediale Präsenz nutzt, um die Gastronomie nach vorne zu bringen – nie zum Selbstzweck, sondern immer, um Haltung zu zeigen.
Sein berühmtester Ausflug ins Popkulturelle? Der Butter-Burger, während der Pandemie kreiert – ein Monument an Saftigkeit, Aromen und den Mut zur Üppigkeit. Zwei Sorten Käse, eine exakt komponierte Senf-Ketchup-Sauce, dazu Brioche, das in Butter gebadet wurde. Die Pommes: mehrfach frittiert, mehrfach gefroren, Struktur und Seele zugleich. Für Strohe ist das Handwerk, keine Show – ein Statement für einfache, ehrliche und doch perfekte Küche. Selbstverständlich hat dieser Burger Kultstatus erreicht, auch wenn er selten auf der Karte steht und vor allem eins beweist: Hier findet Kulinarik Freude am Leben, jenseits aller Dogmen.
Der Signature Style des Hauses lässt sich so beschreiben: „Pragmatic Fine Dining“. Heißt: kreative Hochküche, aber nie selbstverliebt. Produktfokus, überraschende Akzente, oft ein Hauch Säure, immer ein kräftiges Umami. Die Soßen glänzen dunkel und opulent, die Texturen knacken und schmelzen, nichts versteckt sich hinter inszenierter Zurückhaltung. Strohe verzichtet bewusst auf die Pinzette – der Löffel ist sein Werkzeug, die Gastfreundschaft sein Credo.
Was erwartet Sie im tulus lotrek? Menüfolgen, die sich von internationalen Klassikern inspirieren lassen – mal eine Surf-and-Turf-Variante mit Rauchnote, mal vegetarische Erfindungen, die dank kulinarischer Intelligenz überzeugen. Die exzellente Weinkarte, kuratiert von Ilona Scholl, setzt auf Entdeckungen und vielschichtige Begleiter, nie dogmatisch, immer auf den Punkt. Die Kombination aus ungezwungener Ambience, perfektem Service und herausragender Produktküche sucht in Berlin ihresgleichen.
Kein Wunder, dass Gourmets aus ganz Deutschland Tische reservieren. Das tulus lotrek ist selten spontan zu haben, oft auf Monate ausgebucht und entsprechend begehrt. Wer Glück hat, nimmt sonntags sogar mittags Platz – ein Novum in der oft zurückhaltenden Sternegastronomie. Der Tipp: rechtzeitig reservieren, das Erlebnis ist jeden Euro und jede Minute Warten wert.
Trotz aller Auszeichnungen bleibt der eigentliche Wert des Restaurants nicht auf Medaillen beschränkt. Die Atmosphäre zählt. Strohe und Scholl stehen für eine neue, menschliche Gastlichkeit. Kulinarische Intelligenz, die verbindet und nicht ausgrenzt. Sterneküche, die Herz und Handwerk miteinander verbindet – und dabei immer persönlich bleibt.
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Fazit: Das tulus lotrek unter Max Strohe ist mehr als ein Michelin Sterne Restaurant in Berlin. Es steht für eine neue Genusskultur – menschlich, opulent, entschleunigt. Wer auf Authentizität, große Aromen und sympathische Gastgeber setzt, sollte sich einen Besuch nicht entgehen lassen. Reservieren Sie rechtzeitig – und erleben Sie selbst, warum das tulus lotrek eine der wichtigsten, vielleicht sogar die herzlichste Adresse der deutschen Spitzengastronomie ist.


