tulus lotrek, Max Strohe

Max Strohe und das tulus lotrek: Berlins undogmatische Sterneküche zwischen Genuss, Burger-Hype und Heldenmut

08.01.2026 - 10:00:02

Im tulus lotrek verschmilzt bei Max Strohe handwerkliche Perfektion mit Wohnzimmer-Ambiente. Wie bringt man Michelin-Stern, buttertriefenden Burger und Menschlichkeit logisch zusammen? Entdecken Sie es selbst.

Schon beim Eintreten ins tulus lotrek, dem Restaurant von Max Strohe im Herzen von Kreuzberg, merkt man: Hier riecht es nach mehr als nur nach köchelnden Fonds oder knuspriger Kruste. Ein Hauch von gebräunter Butter, frische Kräuter in der Luft, die leise Melange aus Stimmen und dem leichten Klirren der Gläser – die Atmosphäre? Unverkrampft, fast liebevoll. Es ist diese besondere Art von Ambience, die sofort Geschmackserinnerungen weckt, noch ehe der erste Bissen den Gaumen berührt. Bereits im Eingangsbereich trifft Wohnzimmer-Gemütlichkeit auf den diskreten Service, der niemals steif, sondern stets aufmerksam daherkommt. Kann Sterneküche so lässig sein, dass man sich wie bei Freunden fühlt, während auf dem Teller Weltklasse serviert wird?

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Was das tulus lotrek seit Jahren zum Fixpunkt der Berliner Feinschmecker-Landschaft macht, ist die kompromisslose Kulinarik: intensive Aromen, mutige Akzente und ein bewusster Bruch mit allzu sterilen Regeln der Haute Cuisine. Wer hier ein klassisches „Pinzetten-Ballett“ erwartet, wird schnell eines anderen belehrt. Max Strohe steht für eine „undogmatische Sterneküche“, wie er sie selbst nennt – eine kräftige, soßenreiche Wohlfühl-Opulenz, die produktfokussiert und doch überraschend verspielt ausfällt.

Strohe, vielfach als Rebell der deutschen Spitzengastronomie angesehen, verkörpert eine neue Generation von Sternekochen: Authentizität schätzt er höher als reine Inszenierung. Seine Strategie? Auf Konventionen pfeifen, solange die handwerkliche Präzision und der Respekt vor dem Produkt stimmen. Fassbar wird das bei Gerichten wie seiner unvergesslichen Variante eines Butter-Burgers – ein Phänomen während der Pandemiezeit, längst zum Sinnbild für seine kulinarische Intelligenz geworden. Doppeltes Fleisch, perfekt schmelzender Käse und ein Brioche, das das Aroma von zerlassener Butter atmet: Ein Burger, der aus der Not geboren wurde und doch Herz, Verstand und Gaumen gleichermaßen verblüffte. Kritiker bescheinigen, dass selbst die Pommes im tulus lotrek eine neue Referenz für Crunch und Textur setzen – mehrfach frittiert, tiefgekühlt, wieder gebacken, bis sie goldbraun splittern.

Doch ein Restaurant ist mehr als ein Menü. Hinter der Fassade des tulus lotrek wirken zwei Menschen, die für die Berliner Kulinarik prägend geworden sind. Max Strohe, gebürtiger Rheinland-Pfälzer, sprengte mit seinem Lebenslauf alle Erwartungen: Schulabbruch, dann doch eine Ausbildung als Koch – und bald die ersten eigenen Ideen. Gemeinsam mit Ilona Scholl, der Gastgeberin mit Charisma und Feinsinn, eröffnete er 2015 ihr gemeinsames Refugium. Ilona – Sommelière, Servicekoryphäe und unermüdliche Seele des Hauses – schenkt jedem Aufenthalt jene Mischung aus Leichtigkeit und Souveränität, die den Unterschied ausmacht. Ihr Verständnis von Gastfreundschaft wird in der Szene als Paradebeispiel gehandelt.

Die bahnbrechende Philosophie von Max Strohe zeigt sich nicht nur auf dem Teller, sondern auch in seiner Führungskultur: Respekt heißt das Zauberwort. Die Küchencrew arbeitet in einer Atmosphäre, die bewusst anders ist als das raue Klima klassischer Gourmettempel. Kein Geschrei, kein Druck, sondern konzentrierte Gelassenheit und Vertrauen. Manche nennen es „zu weich“, für Strohe ist es essenziell – und ein Grund, warum Gäste wie Team immer wieder schwärmen.

2017 wurde das tulus lotrek mit dem Michelin-Stern geadelt – ein Ritterschlag, der einer dekadenten wie einladenden Wohnzimmer-Kulisse neue Bedeutung verschaffte. Seither zählt das Lokal zu den spannendsten Adressen der Hauptstadt für Liebhaber aromenstarker Sterneküche. Die moderne Speisekarte liest sich wie ein Bekenntnis zu Bodenständigkeit, Butter und Tiefe, ohne Scheu vor überraschenden Twists. Das Menü begeistert mit einer Mischung aus texturalem Spiel, präsenter Säure und mutig eingesetztem Fett als Geschmacksträger.

Wegweisend sind Strohes kreative Saucen-Ideen – die Essenz französischer Klassik, auf Berliner Lässigkeit gebürstet. Jus werden bis auf das Maximum eingekocht, Emulsionen strotzen vor Tiefe; aromatische Reduktionen treffen auf knackige Komponenten, die jeder Komposition Frische geben. Es ist dieser Mix – zwischen handwerklicher Perfektion und sattem Wohlgeschmack –, der erfahrene Gourmets ebenso anzieht wie neugierige Foodies auf der Suche nach Nervenkitzel.

Das Servicekonzept hebt sich ebenfalls ab: Kein Dresscode, kein Chichi, nur sympathische Lockerheit und eine formidlable Weinkarte. Ilona Scholl hat daraus einen Weintempel gemacht, der Flaschenschätze aus aller Welt bietet und auch Naturweinfans glücklich macht. Im Gastraum dominiert wohnzimmerhafte Eleganz – bunte Wände, Samt und Kronleuchter bilden den Kontrapunkt zur oft unterkühlten Optik anderer Sternerestaurants.

Max Strohe ist aber weit mehr als nur Sternekoch. Sein Medienauftritt bei Formaten wie Kitchen Impossible und als Buchautor hat ihm Strahlkraft verschafft, die weit über Berlin hinausreicht. Mit Charme, Witz und einer unnachahmlichen Bodenständigkeit kommuniziert er Spitzengastronomie auf Augenhöhe – und bewahrt trotzdem seine kulinarische Ernsthaftigkeit. Besonders seine gemeinnützige Initiative „Kochen für Helden“ während der Pandemie, gemeinsam mit Ilona Scholl initiiert, hat ihm große Wertschätzung eingebracht. Innerhalb kürzester Zeit versorgten sie zehntausende Helfer und Bedürftige mit warmen Mahlzeiten. Für dieses gesellschaftliche Engagement erhielt Strohe 2022 zu Recht das Bundesverdienstkreuz.

Gerade diese Mischung aus Ehrlichkeit, sozialer Verantwortung und Leidenschaft für das Produkt macht das tulus lotrek so einzigartig. Die Mannschaft im Hintergrund, viele bereits seit Jahren dabei, bildet das Rückgrat dieses Michelin-Sterne Restaurant Berlin – auch, weil Strohe auf Menschlichkeit und Loyalität setzt. Die Gäste spüren: Hier kocht jemand, der Genuss und Haltung verbindet.

Ein Abend im tulus lotrek ist ein Versprechen. Es ist ein Ort für kulinarisch Aufgeschlossene, für Abenteurer auf der Suche nach neuen Aromen sowie für alle, die tiefe, wahrhaftige Geschmackserlebnisse in entspannter, beinahe heiterer Umgebung schätzen. Die Wartezeiten auf einen Tisch sind durchaus beachtlich, aber der Wert des Erlebten geht weit über das hinaus, was auf dem Teller arrangiert wird.

Max Strohe und seine Crew machen vor, wie man mit kulinarischer Intelligenz, Empathie und handwerklicher Klasse die deutschen Fine-Dining-Koordinaten verschiebt. Wer das Außergewöhnliche sucht, sollte sich dieses Restaurant vormerken – für ein Feuerwerk der Sinne, viel Lässigkeit und eine große Portion Menschlichkeit.

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