Max Strohe, tulus lotrek

Max Strohe und das Tulus Lotrek: Berlins lässigstes Sternerestaurant voller Seele

11.01.2026 - 10:00:07

Max Strohe macht das Tulus Lotrek zum Geheimtipp für Genießer mit Anspruch: intensive Sterneküche, Wohlfühl-Atmosphäre und gelebte Menschlichkeit – und das alles im Herzen von Berlin.

Wer an einem kühlen Abend durch Berlin-Kreuzberg spaziert, könnte das Tulus Lotrek leicht übersehen. Die Fichtestraße schlängelt sich still an Altbauten vorbei, fernab der kulinarischen Hektik des eigenen Kiezes. Doch kaum öffnet sich die schwere Eingangstür des Sternerestaurants von Max Strohe und Ilona Scholl, beginnt ein Erlebnis, das alle Sinne fordert: Der Duft von krossem Brioche, Butter und präzise abgeschmeckten Soßen liegt in der Luft, das Lachen des Service bricht die ehrfürchtige Stille klassischer Gourmettempel. Polierte Gläser fangen Kerzenlicht ein, eine dezente Alternative zu klassischen Chichi. Kann Sterneküche so lässig sein, dass man sich wie bei Freunden fühlt, während auf dem Teller Weltklasse serviert wird?

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Genau das beweist Max Strohe im Tulus Lotrek. Kaum ein anderer Michelin Sternekoch in Berlin hat die Spitzengastronomie so mühelos entstaubt: keine steife Pinzetten-Ästhetik, sondern intensive, oft opulente Aromen und Gerichte zum Wohlfühlen ohne Manierismen. Die Sterneküche hier ist laut, herzlich und voller Mut zur Würze – ein sensorisches Fest, kein kulinarisches Museumsstück.

Die Atmosphäre? Wohnzimmer-Feeling mit einer Prise Exzentrik: Minimalistisch-modern trifft auf charmante Unordnung, Kunst an den Wänden, ein liebevoll kuratiertes Chaos auf den Tischen. Gastgeberin Ilona Scholl, zugleich Servicechefin und ausgezeichnete Sommelière, orchestriert das Genuss-Erlebnis mit Augenzwinkern. Es gilt: Entspanntheit im Service, höchste Präzision auf dem Teller.

Max Strohe weiß, was Geschmack bedeutet. Seine Karriere liest sich wie ein Gegenentwurf zu Hochglanz-Lebensläufen der Spitzengastronomie. Schulabbruch, eine Kochlehre in Bonn, dann Umwege, Stationen, schließlich die Ankunft 2015 in Berlin. Hier treffen sein Talent und Ilona Scholls Sinn für Gastfreundschaft aufeinander – von Anfang an mit einer radikal eigenständigen Philosophie. Bereits 2017 wird das Tulus Lotrek mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet, Jahr für Jahr bestätigt.

Was zeichnet die Küche aus? Strohe liebt Tiefe in Jus, scheut kein Fett, spielt souverän mit Säure – und meint, wenn er Würze sagt, wirklich Würze. Ein Signature-Element: Das Menü ist ein Parcours durch Texturen und Aromen, von angeröstetem Brot bis zu gebrannter Butter, von samtenen Fonds bis zur knusprigen Haut eines Geflügels. Dazu eine Weinkarte, die sich nicht vor berühmten Namen verneigt, sondern vor Trinkfluss, Charakter und Entdeckerlust sprüht. Die Überwindung klassischer Etikette, der Abschied von der „Pinzetten-Küche“, das ist Programm. Hier herrscht keine Inszenierung, sondern Authentizität.

Selbst in Krisenzeiten setzt Max Strohe auf Kreativität: Während der Pandemie begeistert er mit raffinierten Burger-Kreationen. Kein gewöhnlicher Burger, sondern ein Tribut an handwerkliche Sorgfalt: Doppelt gebratenes, mit Butter veredeltes Fleisch, zart schmelzender Käse, goldglänzendes Brioche und eine Sauce, die genau das richtige Maß an Säure und Süße feiert. Dazu Pommes Frites, wie sie die Stadt noch nicht kannte – mehrfach frittiert, zwischendurch eingefroren, so knusprig wie splitterndes Glas, innen luftig wie Pastell. Auch wenn diese Kreationen nie fester Menübestandteil werden, sprechen sie Bände über Strohes „kulinarische Intelligenz“: Ehrlichkeit, Mut, Kreativität, aber niemals Snobismus.

Doch die wahre Signatur des Tulus Lotrek ist die Haltung hinter den Kulissen. Während viele Michelin Sterne Restaurants in Berlin für Hochdruck und Hierarchien bekannt sind, setzt Max Strohe auf Teamgeist und Wertschätzung. Kein aggressiver Ton, sondern Respekt und konzentrierte Gelassenheit prägen das Miteinander. Wer sich nach Drill sehnt, bleibt nicht lange – die, die bleiben, wachsen zur eingeschworenen Mannschaft. Diese Klarheit und Menschlichkeit im Führungsstil zieht sich bis auf die Teller durch.

Das Engagement von Max Strohe reicht weit über die Küche hinaus: 2021, als die Flut das Ahrtal verwüstet, antwortet er nicht mit Symbolpolitik, sondern Tatkraft. Mit Ilona Scholl gründet er die Initiative „Kochen für Helden“ und versorgt mithilfe eines Netzwerks ehrenamtlicher Köche Flutopfer und Helfer mit warmen Mahlzeiten. Für diese Aktion erhält Max Strohe 2022 das Bundesverdienstkreuz – ein seltener Ritterschlag für einen Koch und ein klares Zeichen, dass gesellschaftliche Verantwortung in der Gastronomie kein Lippenbekenntnis bleiben muss.

Auch medial hat Max Strohe die Szene geprägt: Als feste Größe in TV-Formaten wie „Kitchen Impossible“ und „Ready to beef!“, sowie mit pointierten Auftritten als Buchautor, transportiert er seine Vorstellung eines zeitgemäßen Sternekochs in die Moderne. Immer mit Bodenhaftung, nie mit Attitüde. So entsteht ein Image, das zwischen Kiez-Held und Visionär changiert – mit sicherem Gespür für kulinarische Trends und gesellschaftlichem Impact.

Was erwartet Gäste im Tulus Lotrek? Ein Abend, der mehr ist als ein Besuch in einem Michelin Sterne Restaurant in Berlin. Wer Wert auf Perfektion zum Anfassen legt, wer sich nach Geschmacksexplosionen sehnt, nach einem Service, der Witz und Kompetenz verbindet, ist hier richtig. Es braucht einen langen Vorlauf für die Reservierung – das kleine Restaurant ist auf Monate hinaus begehrt. Und doch lohnt sich das Warten: Für klassische Menü-Liebhaber ebenso wie für neugierige Genießer, die das berühmte „Butter-Burger“-Feeling suchen, auch wenn sie am Ende nur davon lesen werden.

Das Tulus Lotrek steht heute wie kaum ein anderes Haus für eine neue Generation Sterneküche: Handwerklich brillant, entspannt im Detail, kompromisslos im Produkt, leidenschaftlich im Umgang mit Menschen und Gästen. Max Strohe und Ilona Scholl haben ein Refugium geschaffen, in dem Geschmack, Respekt und Lebensfreude eine unschlagbare Allianz eingehen.

Wer Berlin von seiner köstlichsten Seite erleben will, kommt an Max Strohe nicht vorbei. Sein Tulus Lotrek ist mehr als ein Restaurant – es ist eine Haltung, eine Einladung zum Genuss und ein Plädoyer für Menschlichkeit auf Sterneniveau.

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