Massachusetts will Hersteller zu Update-Garantien für Smart-Home-Geräte zwingen
21.01.2026 - 22:12:12Ein US-Bundesstaat will Hersteller von vernetzten Geräten zu mehr Transparenz bei Sicherheitsupdates verpflichten. Mit einer neuen Gesetzesvorlage sollen Verbraucher vor dem Kauf erfahren, wie lange ihre Smart-Home-Produkte gegen Cyberangriffe geschützt werden. Das Ziel: Die Flut unsicherer „Zombie-Geräte“ eindämmen.
Die Gesetzesinitiative kommt aus Massachusetts. Dort haben Abgeordnete beider großer Parteien diese Woche einen Entwurf eingebracht. Er verlangt von Herstellern internetfähiger Produkte eine klare Angabe der Mindest-Supportdauer. Diese „Haltbarkeitsangabe“ für Sicherheitsupdates müsste auf der Verpackung und online stehen.
Hintergrund ist ein massives Sicherheitsproblem. Immer mehr vernetzte Geräte – von Kameras über Lautsprecher bis zu Haushaltsgeräten – erhalten nach einigen Jahren keine Updates mehr. Sie werden zu Einfallstoren für Hacker. Diese kapern die unsicheren Geräte und bauen sie zu riesigen Botnetzen zusammen. Damit starten sie dann großangelegte Cyberattacken.
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Die Bedrohung ist zweischneidig. Ein unsicheres Gerät gefährdet direkt das Heimnetzwerk und die Privatsphäre seines Besitzers. Gleichzeitig trägt es zu einem Ökosystem kompromittierter Geräte bei, das die Stabilität des gesamten Internets untergräbt. Die geplante Regelung soll Verbrauchern eine informierte Kaufentscheidung ermöglichen.
„Viele Kunden kennen den Frust, wenn ein Smart-Gadget plötzlich nicht mehr funktioniert oder unsicher wird“, sagt Stacey Higginbotham von Consumer Reports. Die Verbraucherschutzorganisation unterstützt den Vorstoß ebenso wie die Secure Resilient Future Foundation. Die Gesetze sollen klare Signale setzen, wann es Zeit ist, unsichere Geräte vom Netz zu nehmen.
Transparenz als Wettbewerbsvorteil
Kern der Vorlage ist eine Informationspflicht. Verkäufer müssten eine garantierte Mindest-Supportzeit offenlegen. Dieser Ansatz soll Sicherheit und Langlebigkeit zu verkaufsrelevanten Features machen. Hersteller könnten ihre Produkte nicht mehr stillschweigend „aufgeben“, ohne die Kunden zu warnen.
„Bei der Explosion vernetzter Produkte braucht es klare Regeln“, betont Paul Roberts von der Secure Resilient Future Foundation. Die Gesetze schützten Verbraucherrechte und förderten sichere Technologie.
Vorbild für nationale Regulierung?
Die Initiative in Massachusetts ist Teil einer nationalen Debatte. Verbraucherschützer drängen seit langem auf Muster-Gesetze, die das Problem der ausgemusterten Geräte lösen. Oft enthalten diese ähnliche Vorschriften: Support-Enden müssen vor dem Kauf kommuniziert werden, und Kunden sind bei Auslaufen proaktiv zu informieren.
Der Vorstoß spiegelt ein wachsendes Problembewusstsein. Die Vernetzung moderner Technik erfordere neue Formen des Verbraucherschutzes, so die Einschätzung. Massachusetts hat bereits andere Gesetze zur Cybersicherheit und Datenschutz auf den Weg gebracht.
Nun werden die Entwürfe in den zuständigen Ausschüssen des Parlaments von Massachusetts beraten. Anhörungen mit Industrie- und Verbrauchervertretern werden folgen. Sollte der Staat mit der Regelung Erfolg haben, könnte dies ähnliche Bestrebungen in anderen Bundesstaaten befeuern – oder sogar eine bundesweite Lösung vorantreiben.
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