Marvell, Aktie

Marvell Aktie: Zukäufe im Fokus

04.03.2026 - 04:39:31 | boerse-global.de

Marvell hat die Akquisitionen von Celestial AI und XConn Technologies abgeschlossen, um sein Data-Center-Geschäft zu stärken. Die Umsatzbeiträge der neuen Technologien setzen jedoch erst in den kommenden Jahren ein.

Marvell Aktie: Zukäufe im Fokus - Foto: über boerse-global.de
Marvell Aktie: Zukäufe im Fokus - Foto: über boerse-global.de

Marvell baut im Rechenzentrumsgeschäft weiter kräftig aus – und setzt dabei gleich doppelt nach. Mit Celestial AI und XConn Technologies sind zwei Übernahmen jetzt offiziell abgeschlossen. Entscheidend ist aber: Wann schlagen die neuen Bausteine in Umsatz und Ergebnis durch?

Zwei Deals – aber mit Anlaufzeit

Der größere Schritt ist Celestial AI. Deren „Photonic Fabric“-Technologie soll optische Interconnects in Marvells Data-Center-Sparte stärken. Der Haken aus Anlegersicht: Nennenswerte Umsätze erwartet das Management erst ab der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2028. Danach soll das Tempo steigen – auf eine annualisierte Umsatzrate von 500 Mio. US-Dollar bis zum vierten Quartal des Geschäftsjahres 2028 und perspektivisch bis zu 1 Mrd. US-Dollar bis zum vierten Quartal 2029.

Finanziell ist der Einstieg spürbar. Der Abschluss der Transaktion senkte den Cash-Bestand um 1 Mrd. US-Dollar und erhöhte die verwässerte Aktienzahl um rund 27 Mio. Stück. Zudem rechnet Marvell mit rund 50 Mio. US-Dollar zusätzlichen jährlichen Non-GAAP-Betriebskosten. UBS beziffert die kurzfristige Kehrseite konkret: Die Celestial-AI-Übernahme könnte den Gewinn je Aktie um etwa 0,20 US-Dollar im Geschäftsjahr 2027 und um 0,16 US-Dollar im Geschäftsjahr 2028 verwässern.

Parallel dazu holt sich Marvell mit XConn Technologies PCIe- und CXL-Switching-Silizium in die eigene Scale-up-Switching-Roadmap – inklusive spezialisiertem Engineering-Know-how. Auch hier dauert es, bis Umsatz sichtbar wird: Erlösbeiträge werden ab dem dritten Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet. Das Management peilt zunächst 50 Mio. US-Dollar annualisierte Run-Rate bis zum vierten Quartal 2027 an, später 100 Mio. US-Dollar im Geschäftsjahr 2028. Der Kauf reduzierte den Cash-Bestand um 325 Mio. US-Dollar, erhöht die jährlichen Non-GAAP-Betriebskosten um etwa 25 Mio. US-Dollar und drückt das „Other Income“ um 12 Mio. US-Dollar pro Jahr.

Der Markt schaut auf den 5. März

Nach diesen Weichenstellungen richtet sich der Blick auf morgen: Am 5. März legt Marvell die Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Das Management stellt rund 2,20 Mrd. US-Dollar Umsatz in Aussicht, was einem Wachstum von 21% gegenüber dem Vorjahr entspräche. Beim Ergebnis werden Non-GAAP 0,79 US-Dollar je Aktie erwartet – laut Guidance ein Plus von 31,7% gegenüber dem Vorjahresquartal.

Damit wird klar, worauf es kurzfristig ankommt: Das operative Momentum muss stark genug bleiben, um die zusätzlichen Kosten und die zeitverzögerten Umsatzbeiträge aus den Übernahmen zu überbrücken. Genau diese Balance dürfte die Telefonkonferenz nach den Zahlen prägen.

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Rechenzentrum stark, andere Bereiche schwach

Als zentraler Treiber gilt weiterhin das Data-Center-Geschäft. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 meldete Marvell dort zweistelliges Wachstum, getragen von der Nachfrage großer Hyperscaler nach High-Speed-Interconnects und kundenspezifischem Silizium.

Deutlich schwächer lief zuletzt das Segment Automotive und Industrial: Der Umsatz brach im dritten Quartal um 58% auf 35 Mio. US-Dollar ein. Als Hauptgründe nennt das Unternehmen die Veräußerung des Automotive-Ethernet-Geschäfts sowie ein insgesamt weicheres Industrieumfeld.

Die Aktie schloss am Dienstag bei 66,74 Euro und liegt seit Jahresbeginn mit 12,51% im Minus – ein Zeichen, dass Anleger trotz Wachstum im Rechenzentrum derzeit besonders genau auf Profitabilität und den Zeitplan der neuen Wachstumstreiber schauen.

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