Malen, Gehirn

Malen verjüngt das Gehirn um über fünf Jahre

14.01.2026 - 15:21:12

Regelmäßiges Malen kann das funktionale Alter des Gehirns um durchschnittlich fünfeinhalb Jahre reduzieren. Das zeigt eine internationale Studie, deren Ergebnisse im Fachjournal “Nature Communications” veröffentlicht wurden. Die kreative Betätigung fördert die neurologische Vitalität und verlangsamt die kognitive Alterung messbar.

Beim Malen feuern verschiedene Hirnareale gleichzeitig. Dieser Prozess stärkt die graue Substanz und regt das Wachstum neuer Nervenverbindungen an – ein Phänomen, das als Neuroplastizität bekannt ist. Entscheidend ist der aktive, schöpferische Akt: In einer Studie der Universität Erlangen-Nürnberg zeigten Teilnehmer eines zehnwöchigen Kunstkurses mehr neuronale Verbindungen. Eine Vergleichsgruppe mit rein kunstgeschichtlichem Unterricht blieb ohne diesen Effekt.

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Malen stärkt die Neuroplastizität – regelmäßiges Training hält den Geist länger fit. Wer zusätzlich gezielte Übungen und einfache Routinen sucht, findet im kostenlosen Report „Gehirntraining leicht gemacht“ 11 alltagstaugliche Übungen, 7 Praxis‑Tipps und einen Selbsttest zur Einschätzung des Gedächtnisses. Der Report ist als PDF gratis per E‑Mail verfügbar und speziell für Einsteiger und ältere Erwachsene konzipiert. Gratis-Report „Gehirntraining leicht gemacht“ anfordern

Die Aktivität fordert das Gehirn auf mehreren Ebenen:
* Konzentration und Planung schärfen die Aufmerksamkeit und exekutiven Funktionen.
* Die Verbindung von kreativer rechter und analytischer linker Gehirnhälfte verbessert die geistige Flexibilität.
* Selbst das Zeichnen von Gelesenem festigt Erinnerungen stärker als bloßes Wiedergeben.

Stressabbau mit Pinsel und Farbe

Neben dem kognitiven Training wirkt Malen wie eine Meditation. Die Fokussierung auf den Moment senkt den Cortisol-Spiegel und befreit den Geist von Alltagssorgen. Der nicht-verbale Ausdruck von Gefühlen fördert die emotionale Resilienz. Das fertige Bild liefert zudem ein Erfolgserlebnis, das Selbstwertgefühl und Zufriedenheit steigert.

Kreativität als Prävention fürs Gehirn

Die Erkenntnisse sind vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft relevant. Kreative Hobbys wie Malen, Musizieren oder Tanzen stärken die kognitive Reserve und können den geistigen Abbau verlangsamen. Kunsttherapie zeigt bereits bei Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen positive Effekte auf das Arbeitsgedächtnis.

Es geht nicht um künstlerisches Talent, sondern um die Regelmäßigkeit. Die leicht zugängliche und kostengünstige Aktivität könnte zu einem festen Baustein in der Gesundheitsvorsorge werden. Volkshochschulen und Kulturvereine bieten bereits zahlreiche Kurse an, die den Einstieg erleichtern und soziale Kontakte fördern.

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