LyondellBasell-Aktie: Warum Analysten jetzt wieder zugreifen
15.02.2026 - 09:16:54 | ad-hoc-news.deHol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Was Sie jetzt wissen müssen: Die Aktie von LyondellBasell ist zuletzt von Analysten neu bewertet worden, während der Markt weiter auf sinkende Energie- und Rohstoffkosten sowie auf die Dividendenstärke des Chemieriesen setzt. Für deutsche Anleger ist der Titel vor allem als Dollar-Dividendenwert mit solider Bilanz und laufenden Aktienrückkäufen spannend – aber auch stark konjunkturabhängig.
Die Papiere des in den Niederlanden registrierten, aber in Houston ansässigen Chemiekonzerns werden an der NYSE gehandelt und sind damit für deutsche Privatanleger über jede gängige Bank- oder Neo-Broker-Plattform leicht handelbar. Gleichzeitig sorgt der starke US-Dollar dafür, dass Euro-Anleger zusätzlich zum Kursrisiko auch ein Währungsrisiko – und Chance – im Depot haben.
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Analyse: Die Hintergründe des Kursverlaufs
LyondellBasell zählt weltweit zu den größten Herstellern von Polyolefinen, Spezialchemikalien und Raffinerieprodukten. Damit ist das Unternehmen ein klassischer Zykliker: Nachfrage aus der Automobil-, Bau-, Verpackungs- und Konsumgüterindustrie bestimmt maßgeblich Umsatz und Marge. In den vergangenen Quartalen standen vor allem drei Faktoren im Fokus der Börse: Konjunkturängste, Energiepreise und die strategische Neuausrichtung Richtung Spezialchemie und Recycling.
Zuletzt bewegten vor allem Analystenkommentare und Ausblicke auf die weltweite Industriekonjunktur die Aktie. Marktbeobachter verweisen darauf, dass sich die Spreads – also der Abstand zwischen Produktpreisen und Rohstoffkosten – in wichtigen Segmenten stabilisiert oder leicht verbessert haben. Das entlastet die Marge nach einem sehr schwierigen Chemiejahr, in dem Überkapazitäten und schwache Endnachfrage die Branche belasteten.
Wichtig für deutsche Anleger: LyondellBasell ist zwar kein DAX-Wert, aber stark mit der europäischen Industrieproduktion verknüpft. Fängt sich der deutsche Export – etwa in der Auto- und Verpackungsindustrie – wirkt sich das mittelbar positiv auf die Nachfrage nach Kunststoffen und Vorprodukten von LyondellBasell aus. Umgekehrt würden eine tiefergehende Rezession in der Eurozone oder ein anhaltender Nachfragerückgang in China auf die Margen drücken.
Im Überblick lassen sich die wichtigsten Kennzahlen und Marktfaktoren wie folgt zusammenfassen:
| Kriterium | Einordnung |
|---|---|
| Branche | Petrochemie, Kunststoffe, Raffinerieprodukte |
| Notierung | NYSE, US-Dollar; in Deutschland über verschiedene Börsenplätze handelbar |
| Geschäftsmodell | Zyklisch, stark abhängig von globaler Industriekonjunktur und Energiepreisen |
| Cashflow-Nutzung | Hohe Dividende plus fortlaufende Aktienrückkaufprogramme |
| Risikofaktoren | Konjunkturabschwung, Überkapazitäten, Umweltauflagen, Regulierung |
| Chancen | Nachfrageerholung, Recycling/„Circular Economy“, Portfolio-Umbau zu höhermargigen Spezialchemikalien |
Die jüngsten Kursbewegungen spiegeln genau dieses Spannungsfeld wider: Auf der einen Seite stehen Rezessionssorgen und schwache Chemiedaten aus Europa. Auf der anderen Seite überzeugt LyondellBasell mit einer vergleichsweise robusten Bilanz, hoher Free-Cashflow-Generierung und einer der attraktivsten Dividendenrenditen im Chemiesektor. Dazu kommen konzernweite Effizienzprogramme sowie geplante oder bereits eingeleitete Portfoliobereinigungen.
Hinzu kommt der Währungseffekt: Für Anleger im D-A-CH-Raum bedeutet ein starker US-Dollar, dass in Euro gerechnete Renditen deutlich höher ausfallen können als der reine Kursverlauf in Dollar. Dreht der Dollar, kann sich dieser Effekt aber auch schnell ins Negative verkehren – ein Aspekt, den gerade konservative Dividendenanleger im Blick behalten müssen.
Ein-Jahres-Rückblick: Gewinn oder Verlust?
Für die Einordnung der aktuellen Bewertung lohnt sich ein nüchterner Blick auf die 12-Monats-Performance der LyondellBasell-Aktie in US-Dollar (USD). Die folgenden Zahlen basieren auf öffentlich verfügbaren Kursdaten; maßgeblich ist stets der Schlusskurs des jeweiligen Tages (Last Close):
- Kurs vor einem Jahr (Last Close vor rund 12 Monaten): in der Größenordnung von etwa 100–105 USD je Aktie
- Aktueller Kurs (Last Close): im Bereich um rund 95–105 USD je Aktie
Daraus ergibt sich für Anleger in US-Dollar über zwölf Monate eine seitwärts bis leicht negative Kursentwicklung, je nach exaktem Einstiegszeitpunkt. Entscheidend ist jedoch: LyondellBasell hat im selben Zeitraum eine üppige Dividende ausgeschüttet, sodass die Gesamtrendite (Total Return) für langfristige Halter deutlich freundlicher aussieht als der bloße Kurschart vermuten lässt.
Für deutsche Anleger kommt zusätzlich der Währungseffekt hinzu. Wer vor einem Jahr bei einem schwächeren US-Dollar eingestiegen ist, konnte über die Zeit nicht nur von Dividenden, sondern auch von einem stärkeren Greenback profitieren – die Euro-Gesamtrendite kann daher spürbar höher ausfallen als die reine USD-Performance. Umgekehrt sind heutige Neueinstiege auf Dollarbasis weniger günstig und damit stärker vom operativen Geschäft und der Dividendendynamik abhängig.
Das sagen die Profis (Kursziele)
Institutionelle Analysten bewerten LyondellBasell weiterhin überwiegend positiv bis neutral. Große Häuser wie Goldman Sachs, JPMorgan, Citi, Bank of America und Deutsche Bank sehen den Chemiewert als zyklischen Qualitätstitel mit soliden Cashflows, aber begrenztem kurzfristigen Überraschungspotenzial.
Über die verschiedenen Research-Häuser hinweg ergibt sich ein Bild, das sich etwa so zusammenfassen lässt:
- Rating-Mix: Schwerpunkt auf Einstufungen wie „Buy“ bzw. „Overweight“ und „Hold“; nur vereinzelt klar negative „Sell“-Empfehlungen.
- Durchschnittliches Kursziel: meist leicht über dem aktuellen Kursniveau angesiedelt, was auf ein moderates Aufwärtspotenzial aus Analystensicht hindeutet.
- Begründung der Bullen: starke Dividendenrendite, disziplinierte Kapitalallokation (Rückkäufe), mögliche Margenerholung bei besserer Konjunktur, Chancen im Recycling- und Spezialchemiesegment.
- Begründung der Skeptiker: anhaltende Nachfrageschwäche in Europa und China, strukturelle Überkapazitäten in Teilen der Petrochemie, politischer und regulatorischer Druck in Sachen Emissionen und Plastikmüll.
Gerade die Dividendenpolitik ist für viele Analysten ein zentrales Argument: LyondellBasell gehört zu den verlässlich ausschüttenden US-Werten, die auch in schwierigeren Jahren an hohen Dividenden festhalten oder diese zumindest nicht aggressiv kürzen. In Verbindung mit Aktienrückkäufen senkt das die Zahl der ausstehenden Aktien und kann langfristig das Ergebnis je Aktie stützen.
Für deutsche Anleger ist entscheidend, ob sie LyondellBasell als zyklischen Dividendenbaustein im Depot sehen – oder als reinen Spekulationstitel auf eine schnelle Konjunkturerholung. Wer in Euro denkt, sollte Kursziele und Renditeerwartungen stets um den möglichen Wechselkurseffekt ergänzen. Die professionelle Einschätzung legt nahe: Kein risikoloser Hafen, aber ein Kandidat für Investoren, die zyklische Schwankungen bewusst in Kauf nehmen und auf eine Erholung der Industrieproduktion setzen.
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