Lumma Stealer: Neue Malware-Welle trifft auf unvorbereitete deutsche Wirtschaft
12.02.2026 - 20:03:12Cyberangriffe sind das Top-Risiko für deutsche Unternehmen – doch viele sind auf einen großen Ausfall nicht vorbereitet. Das zeigt sich gerade jetzt, während eine neue Welle der gefährlichen „Lumma Stealer“-Malware umgeht.
Die Cybersicherheitslage in Deutschland hat sich innerhalb von 72 Stunden deutlich zugespiptzt. Eine neue, schwer fassbare Angriffswelle trifft auf eine Wirtschaft, die von hybriden Bedrohungen zunehmend gelähmt wird. Aktuelle Berichte und eine neue Bitkom-Umfrage bestätigen: Cyber-Vorfälle sind das unangefochtene Top-Risiko, während die Vorbereitung auf großflächige IT-Ausfälle mangelhaft ist.
Comeback mit neuen Tricks: Lumma Stealer umgeht Virenscanner
Besondere Sorge bereitet Sicherheitsexperten das Wiederaufleben der Schadsoftware „Lumma Stealer“. Sie ist auf den Diebstahl sensibler Daten spezialisiert. Verantwortlich für das Comeback ist eine neue, schwer zu erkennende Verteilungsmethode namens „CastleLoader“. Dieser Loader kann klassische Virenscanner umgehen und die Malware unbemerkt installieren.
Die Angreifer setzen weniger auf technische Lücken als auf ausgeklügeltes Social Engineering. Sie locken Opfer mit gefälschten CAPTCHA-Bildern oder vermeintlich legitimen Inhalten aus Film und Gaming. Einmal aktiv, kann Lumma Stealer Browser-Passwörter, Cookies und persönliche Dokumente stehlen – die Folgen reichen von Finanzbetrug bis zum Identitätsdiebstahl.
Bitkom-Umfrage offenbart alarmierende Abhängigkeit
Eine am 11. Februar veröffentlichte Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt die dramatische Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft. Demnach könnten Unternehmen bei einem kompletten Internetausfall ihren Betrieb im Schnitt nur 20 Stunden aufrechterhalten. Jedes fünfte Unternehmen müsste sofort die Arbeit einstellen.
Die große Mehrheit rechnet mit den Konsequenzen: 83 Prozent erwarten eine ernsthafte Krise in Deutschland durch hybride Angriffe. Doch nur 12 Prozent halten sich selbst für gut vorbereitet. Diese Zahlen unterstreichen die Gefahr für kritische Infrastrukturen wie Stromnetze, die ganze Lieferketten lahmlegen können.
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Allianz Risk Barometer: Cyber bleibt Risiko Nummer eins
Die Rückkehr von Malware wie Lumma Stealer bestätigt die Einschätzungen des Allianz Risk Barometer 2026. Zum fünften Mal in Folge führen Cyber-Vorfälle das Ranking der größten Geschäftsrisiken an, global und in Deutschland. Hierzulande sehen 52 Prozent der Unternehmen in Cyberkriminalität, IT-Ausfällen und Datenschutzverletzungen die größte Bedrohung.
Gleichzeitig hat künstliche Intelligenz (KI) einen beispiellosen Sprung gemacht und gilt nun als zweitgrößtes globales Unternehmensrisiko. KI verschärft die Lage quantitativ: Angriffe werden schneller, skalierbarer und zielgerichteter. Kriminelle nutzen sie, um Phishing zu perfektionieren oder Angriffe zu automatisieren.
BSI setzt Frist für Post-Quanten-Kryptografie
Als Reaktion auf die eskalierende Bedrohungslage reagieren die Behörden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am 12. Februar erstmals konkrete Fristen für den Übergang zur Post-Quanten-Kryptografie (PQC) gesetzt. Ab 2031 sollen herkömmliche Verschlüsselungsverfahren nur noch in Kombination mit PQC eingesetzt werden, um Daten gegen künftige Quantencomputer-Angriffe abzusichern.
Für Unternehmen bedeutet dies: Investitionen in Cybersicherheit und die Einhaltung von Vorschriften wie NIS-2 sind überlebenswichtig. Die Kosten eines einzigen Datenschutzvorfalls in Deutschland belaufen sich laut Berichten auf durchschnittlich 4,4 Millionen Euro. Die Fähigkeit, schnell zu reagieren und die eigene Resilienz zu stärken, wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.
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