Luftverschmutzung, Alzheimer-Risiko

Luftverschmutzung erhöht direkt das Alzheimer-Risiko

22.02.2026 - 23:18:12 | boerse-global.de

Eine Analyse mit 28 Millionen Teilnehmern zeigt, dass Feinstaub das Gehirn schädigt. Demenzprävention wird damit zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe.

Eine neue Großstudie zeigt: Feinstaub und Co. schädigen das Gehirn unabhängig vom Lebensstil. Die Analyse von Gesundheitsdaten über 28 Millionen Menschen liefert einen weiteren entscheidenden Puzzlestein für die Demenzforschung.

Die Erkenntnis der Emory University verschiebt die Debatte über Alzheimer-Prävention. Sie macht aus einer rein individuellen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Denn während jeder sein Risiko durch Lebensstil senken kann, braucht es für saubere Luft auch politische Maßnahmen.

Ernährung und Bewegung bleiben die Grundpfeiler

Die neue Studie schmälert nicht die Bedeutung von gesunder Ernährung und Bewegung – sie unterstreicht sie. Der wissenschaftliche Konsens ist klar: Ein mediterraner Speiseplan mit viel Gemüse, Fisch und Olivenöl wirkt entzündungshemmend und schützt die Gefäße. Das kommt direkt dem Gehirn zugute.

Ebenso entscheidend ist regelmäßige Bewegung. Schon tägliches Gehen verlangsamt den kognitiven Abbau. Eine Langzeitstudie deutet an, dass 5.000 bis 7.500 Schritte pro Tag den größten Effekt gegen krankhafte Proteinablagerungen im Gehirn haben könnten.

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Ein gesundes Herz schützt auch den Kopf

Die Demenzforschung betont seit langem die enge Verbindung zwischen Herz und Hirn. Was den Blutgefäßen schadet, gefährdet auch die kognitive Funktion. Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte, Übergewicht und Rauchen sind daher zentrale Risikofaktoren.

Experten sehen in der konsequenten Blutdruckkontrolle, besonders in der Lebensmitte, eine der wichtigsten Präventionsmaßnahmen überhaupt. Eine Analyse der Lancet-Kommission kommt zu einem eindrücklichen Ergebnis: Bis zu 40 Prozent aller Demenzfälle ließen sich durch das Beeinflussen von zwölf modifizierbaren Risikofaktoren verhindern oder verzögern.

Geistig und sozial aktiv bleiben

Neben dem Körper braucht auch der Geist Training. Lebenslanges Lernen, anspruchsvolle Hobbys und soziale Kontakte bauen eine kognitive Reserve auf. Diese hilft dem Gehirn, altersbedingte Veränderungen besser zu kompensieren.

Soziale Isolation gilt als anerkannter Risikofaktor. Aktuelle Leitlinien heben daher auch die Behandlung von Hörverlust und Depressionen als wichtigen Teil der Vorsorge hervor. Ein aktives soziales Leben fördert die geistige Gesundheit bis ins hohe Alter.

Die Zukunft ist personalisiert

Die Forschung arbeitet an immer feineren Präventionsstrategien. Im Fokus steht die Frage, wie genetische Veranlagungen, etwa das APOE-ε4-Allel, mit Lebensstilfaktoren zusammenspielen. Erste Studien zeigen: Ein gesunder Lebensstil kann das Risiko selbst bei genetisch vorbelasteten Personen senken.

Gleichzeitig untersuchen Wissenschaftler stetig neue Einflüsse – von der Darmgesundheit über die Schlafqualität bis hin zu Virusinfektionen. Das Ziel sind detaillierte, individuelle Empfehlungen. Die Botschaft für heute ist jedoch klar: Der umfassendste Schutzschild gegen Alzheimer besteht aus persönlichem Engagement und einer gesunden Umwelt.

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