Lufthansa Aktie: Unter Druck
19.04.2026 - 04:03:45 | boerse-global.deDie Streikwelle ist überstanden, der Flugbetrieb läuft wieder normal — doch Lufthansa hat in dieser Woche gleich auf mehreren Fronten Gegenwind erfahren. Während die Piloten vorerst keine weiteren Arbeitskampfmaßnahmen planen, bleiben die strukturellen Herausforderungen für die Airline beachtlich.
Cityline bleibt am Boden
Die Stilllegung der Regionaltochter Cityline ist besonders bemerkenswert. 24 Passagier- und drei Frachtmaschinen stehen seitdem still. Als Begründung nannte der Konzern hohe Kerosinkosten in Verbindung mit der veralteten Flotte — ein Argument, das die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit scharf kritisierte. Der VC-Präsident wies auf einen offensichtlichen Widerspruch hin: Einerseits rechtfertige das Management den Schritt mit wirtschaftlicher Not, andererseits werde gleichzeitig geprüft, ob andere Konzerngesellschaften die Cityline-Strecken übernehmen könnten — obwohl diese nach eigenen Aussagen noch weniger profitabel arbeiten. Sondierungsgespräche zur möglichen Schlichtung sind für kommenden Montag geplant.
Kerosin als wachsendes Risiko
Unabhängig vom Tarifstreit wächst ein weiteres Problem. Die Internationale Energieagentur warnte, mehrere europäische Länder könnten in den kommenden sechs Wochen mit beginnendem Kerosinmangel konfrontiert sein. Hintergrund ist der Iran-Krieg, der wichtige Lieferketten aus dem Nahen Osten unterbrochen hat. Die Preise für Flugzeugtreibstoff haben sich seit Kriegsbeginn mehr als verdoppelt.
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Für Lufthansa kommt das zur Unzeit. Der Konzern hat bereits zahlreiche Strecken in den Nahen Osten und den Persischen Golf ausgesetzt — Flüge nach Dubai, Tel Aviv, Abu Dhabi, Beirut und weitere Destinationen sind bis Ende Mai oder sogar bis Oktober 2026 gestrichen. Eurowings, die konzerneigene Billigfluglinie, trifft es ähnlich hart.
Sollte Kerosin tatsächlich knapp werden und eine staatliche Zuteilung notwendig werden, stünde die gesamte Branche vor einem Szenario, das Branchenvertreter mit den schlimmsten Phasen der Corona-Pandemie vergleichen. Für Lufthansa als Netzwerkcarrier mit hohem Langstreckenanteil wäre das besonders belastend.
Zwischen Streikfrieden, Cityline-Abwicklung und drohender Treibstoffknappheit bleibt das operative Umfeld für den Konzern angespannt — auch wenn der Himmel über Frankfurt heute wieder frei ist.
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