Lufthansa, Aktie

Lufthansa Aktie: Ufo schlägt zu

09.04.2026 - 19:02:01 | boerse-global.de

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo ruft zu einem eintägigen Streik bei Lufthansa und Cityline auf. Tausende Rückreisende sind von Flugausfällen betroffen, während die Aktie deutlich nachgibt.

Lufthansa Aktie: Ufo schlägt zu - Foto: über boerse-global.de

Ausgerechnet zum Ende der Osterferien ruft die Flugbegleitergewerkschaft Ufo zum Streik auf. Am Freitag legen die Kabinenbeschäftigten der Kernmarke Lufthansa und der Regionaltochter Cityline die Arbeit nieder — und das von Mitternacht bis 22 Uhr.

Betroffen sind alle Abflüge von Frankfurt und München, den beiden wichtigsten Drehkreuzen des Konzerns. Cityline-Flüge fallen zusätzlich an sieben weiteren deutschen Flughäfen aus, darunter Berlin, Hamburg und Düsseldorf. Für tausende Rückreisende bedeutet das: Chaos.

Verhärtete Fronten

Hinter dem Ausstand stecken zwei separate Konflikte. Bei der Kerngesellschaft scheiterten die Tarifgespräche über einen neuen Manteltarifvertrag. Bei Cityline geht es um etwas Grundsätzlicheres: Der Konzern will den dortigen Flugbetrieb im kommenden Jahr einstellen und durch die neue Gesellschaft Lufthansa City Airlines ersetzen — rund 800 Beschäftigte bangen um ihre Stellen. Ufo fordert einen tariflichen Sozialplan, Lufthansa verweigert nach Gewerkschaftsangaben bislang entsprechende Verhandlungen.

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Ende März hatten die Kabinenbeschäftigten in Urabstimmungen mit bemerkenswert klaren Mehrheiten für Arbeitskampfmaßnahmen gestimmt: 94 Prozent bei der Kerngesellschaft, knapp 99 Prozent bei Cityline. Solche Quoten lassen wenig Interpretationsspielraum.

Schlechtes Timing, schwacher Kurs

Für die Aktie kommt der Streik zur Unzeit. Das Papier gab im Xetra-Handel rund 3,7 Prozent auf 7,82 Euro nach — nachdem es zur Wochenmitte im Zuge einer vereinbarten Waffenruhe im Irankrieg noch mehr als zehn Prozent zugelegt hatte. Die geopolitische Entspannung verpuffte damit binnen Stunden.

Ohnehin belastet das Marktumfeld den Konzern: Der Ölpreis zog am Donnerstag wieder kräftig an, Brent verteuerte sich um mehr als drei Prozent auf knapp 98 Dollar je Barrel. Für eine Airline mit entsprechendem Kerosinbedarf ist das ein spürbarer Gegenwind — Personalvorstand Michael Niggemann sprach in diesem Zusammenhang von „extremen Kerosinpreisentwicklungen" als zusätzlicher Belastung.

Lufthansa selbst fordert die Rückkehr an den Verhandlungstisch. Man sei jederzeit gesprächsbereit, tragfähige Lösungen seien nur im Dialog möglich. Ufo sieht die Verantwortung klar beim Unternehmen: Ein verhandlungsfähiges Angebot habe Lufthansa bis heute nicht vorgelegt.

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