Lufthansa Aktie: Teurer Doppelschlag
16.04.2026 - 21:55:18 | boerse-global.deDrinnen feiert die Prominenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz das 100-jährige Bestehen, draußen legen Tausende Beschäftigte den Flugbetrieb lahm. Bei der Deutschen Lufthansa prallen Jubiläum und harte Realität derzeit ungeschönt aufeinander. Der MDax-Konzern kämpft an mehreren Fronten gegen verhärtete Tarifkonflikte, die tiefe Spuren in der Bilanz hinterlassen.
Zwei Konflikte blockieren den Betrieb
Die aktuelle Arbeitsniederlegung markiert bereits die fünfte Streikwelle in Serie. Rund 20.000 Flugbegleiter der Kernmarke und der Regionaltochter CityLine streiken bis einschließlich Donnerstag. Parallel dazu reihen sich die Piloten des Ferienfliegers Eurowings in den Ausstand ein. Passagiere an den Drehkreuzen Frankfurt und München trifft das massiv.
Hinter den Kulissen laufen zwei getrennte Streitigkeiten. Das Kabinenpersonal fordert bessere Arbeitsbedingungen und einen Sozialplan für die vor der Schließung stehende Lufthansa CityLine. Die Piloten kämpfen indes um höhere Betriebsrenten. Einen kurzfristigen Schlichtungsversuch wies die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) umgehend zurück. Das Unternehmen strebe kein faires Verfahren an, lautet der Vorwurf der Arbeitnehmervertreter.
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Politischer Appell und Kursrutsch
Der scheidende Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley nutzte den Festakt im Frankfurter Besucherzentrum für einen ungewöhnlich scharfen Appell. Er warf den Gewerkschaften vor, Sozialpartnerschaft durch Selbstbezogenheit zu ersetzen. Arbeitgeber seien zum Zuschauen verurteilt. Kley forderte Kanzler Merz direkt auf, das deutsche Streikrecht zu reformieren.
An der Börse hinterlässt das Dauer-Chaos unübersehbare Bremsspuren. Seit Jahresbeginn hat das Papier gut 12 Prozent an Wert eingebüßt. Mit dem jüngsten Rücksetzer auf 7,76 Euro fiel der Kurs unter die vielbeachtete 200-Tage-Linie. Analysten reagieren entsprechend vorsichtig. JPMorgan senkte das Kursziel von 8,00 auf 7,50 Euro. Die US-Bank belässt die Einstufung auf "Neutral", stuft das kurzfristige Aufwärtspotenzial aber geringer ein.
Die finanziellen Einbußen durch die Flugausfälle summieren sich bereits auf einen Millionenbetrag. Das genaue Ausmaß des Schadens steht im Mai schwarz auf weiß fest. Dann veröffentlicht die Lufthansa Group ihren Zwischenbericht für das erste Quartal 2026. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 stand noch ein bereinigter operativer Gewinn (EBIT) von 2,0 Milliarden Euro in den Büchern. Der anstehende Quartalsbericht liefert nun den konkreten Beleg, wie stark die aktuellen Arbeitskämpfe dieses Gewinnniveau im laufenden Jahr belasten.
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