Lufthansa Aktie: Tarifeinigung gesichert
28.03.2026 - 01:22:49 | boerse-global.deKein Streik zur Reisesaison: Lufthansa und Verdi haben sich am Freitag auf einen neuen Tarifvertrag für mehr als 20.000 Bodenbeschäftigte geeinigt — und damit operative Risiken beseitigt, die das Frühjahrsgeschäft hätten empfindlich stören können.
Der Abschluss sieht Gehaltserhöhungen in zwei Stufen vor: zunächst 2,2 Prozent, rückwirkend ab Januar 2026 oder ab Januar 2027 je nach Konzerneinheit, gefolgt von weiteren 2,4 Prozent zum März 2027. Insgesamt steigen die Bezüge damit um 4,65 Prozent. Betroffen sind Beschäftigte der Deutschen Lufthansa AG, Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo. Personalvorstand Michael Niggemann hob hervor, dass der Kompromiss ohne Arbeitskampfmaßnahmen erreicht wurde. Zusätzlich sichert ein achtjähriger Ausgliederungsschutz den Stationsmitarbeitenden in Deutschland ihre Beschäftigungsverhältnisse.
Planungssicherheit stützt Turnaround-Programm
Für Analysten ist die Einigung ein weiterer Baustein im laufenden Restrukturierungsprogramm. UBS bestätigte am Freitag ihr „Buy"-Rating mit einem Kursziel von 9,40 Euro. Bankhaus Metzler hatte bereits am Vortag auf „Buy" hochgestuft und das Kursziel auf 9,50 Euro angehoben. Beide Häuser verweisen auf die gewonnene Planungssicherheit als Voraussetzung dafür, dass das Turnaround-Programm seine Ziele erreicht: Bis 2028 soll es einen kumulierten Ergebniseffekt von 2,5 Milliarden Euro bringen, allein 2026 werden 1,5 Milliarden Euro angestrebt.
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Die Aktie notiert aktuell bei 7,35 Euro und liegt damit rund 22 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 9,50 Euro. Das Papier hat im laufenden Jahr knapp 14 Prozent verloren — der Abstand zu den Analystenzielen zeigt, wie viel Aufholpotenzial die Kurserholung noch braucht.
Geopolitik bleibt belastend
Das operative Umfeld bleibt trotz der positiven Tarifnachricht anspruchsvoll. Der Iran-Konflikt zwingt Lufthansa weiterhin zu Routenanpassungen und zur Aussetzung von Flügen nach Teheran, Beirut und Amman — mit entsprechenden Auswirkungen auf Treibstoffkosten und Streckeneffizienz.
Auf der anderen Seite investiert der Konzern gezielt in Stabilität: Eine neue Partnerschaft mit dem Flughafen München sichert die Präsenz am Drehkreuz bis 2056 und umfasst den Ausbau der Terminalinfrastruktur. Für 2026 plant Lufthansa zudem eine Kapazitätssteigerung von rund vier Prozent bei den Passagierairlines. Die Integration effizienterer Flugzeuge wie der Boeing 787 soll helfen, den Kostenanstieg auf die Hälfte der Inflationsrate zu begrenzen — ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur angestrebten operativen Marge von 8 bis 10 Prozent bis 2030.
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