Lufthansa Aktie: Streik mit Grenzen
12.03.2026 - 02:00:17 | boerse-global.deDer zweite Pilotenstreik innerhalb weniger Wochen trifft Lufthansa – doch diesmal hält sich der Schaden in Grenzen. Anders als beim ersten Ausstand Anfang Februar, der rund 800 gestrichene Flüge kostete, rechnen alle Beteiligten diesmal mit deutlich weniger Ausfällen.
Weniger Schaden als beim ersten Mal
Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat die mehr als 5.000 Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo und Cityline zu einem 48-Stunden-Ausstand ab Mitternacht aufgerufen. Betroffen sind Flüge, die am Donnerstag und Freitag von deutschen Airports starten. Doch schon vorab zeichnet sich ab: Rund 300 Streichungen pro Tag werden erwartet – verglichen mit über 800 beim einmaligen Streiktag im Februar 2026.
Lufthansa reagiert mit einem Bündel an Maßnahmen. Größere Maschinen sollen mehr Passagiere befördern, nicht bestreikte Konzerntöchter wie Eurowings, Austrian oder Swiss übernehmen Verbindungen, und freiwillige Crews tragen den Betrieb mit. Das Ergebnis: Mindestens 50 Prozent des gesamten Flugprogramms sollen an beiden Tagen abheben, auf der Langstrecke sogar 60 Prozent. Bei Lufthansa Cargo liegt die Quote noch höher – über 80 Prozent der Frachtflüge bleiben planmäßig.
Streit um Rente und Gehalt
Hinter dem Arbeitskampf stecken zwei separate Tarifkonflikte. Bei Cityline geht es um Gehaltsforderungen, bei der Kernmarke und Cargo dreht sich der Streit um höhere Betriebsrenten. Das Management besteht darauf, dass dafür schlicht kein finanzieller Spielraum vorhanden sei, und sieht den Streik als unnötige Eskalation – gerade in einer Zeit erhöhter geopolitischer Unsicherheit. Die Piloten hingegen warten auf ein verhandlungsfähiges Angebot.
Ziele im Nahen Osten hat die Gewerkschaft bewusst ausgenommen. Angesichts der angespannten Lage in der Region soll kein Passagier im Krisengebiet gestrandet bleiben – laut aktuellem Flugplan betrifft das konkret einen einzigen Flug von Frankfurt nach Riad.
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Konzernstruktur als Puffer
Was den Streikeffekt diesmal spürbar abfedert: Eurowings, Discover Airlines, Lufthansa City Airlines sowie sämtliche ausländischen Konzerngesellschaften sind nicht vom Ausstand betroffen. Flughäfen außerhalb von Frankfurt und München dürften daher kaum Beeinträchtigungen spüren. Nur Verbindungen, die über die beiden deutschen Drehkreuze laufen, fallen in den Streichbereich.
Ob der Arbeitskampf den Druck auf beide Seiten erhöht, endlich an den Verhandlungstisch zurückzukehren, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Bisher sind ähnliche Versuche, einen strategischen Gesamtrahmen zu verhandeln, mehrfach gescheitert.
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