Lufthansa Aktie: Gegenwind von allen Seiten
20.03.2026 - 23:15:18 | boerse-global.deGoldman Sachs hat heute eine Verkaufsempfehlung für Lufthansa ausgesprochen — und der Markt reagierte erstaunlich gelassen. Nach einem Kursverlust von fast 20 Prozent in knapp drei Wochen infolge des Iran-Kriegs scheint der schlechte Nachrichten bereits eingepreist. Am frühen Nachmittag notierte die Aktie leicht im Plus bei 7,44 Euro.
Was Goldman Sachs rechnet
Analyst Patrick Creuset passte sein Bewertungsmodell den neuen Realitäten an. Höhere Treibstoffkosten, steigende Ticketpreise auf Langstreckenrouten und veränderte Luftfrachterlöse — all das fließt nun in seine Prognosen ein. Sein Kursziel liegt bei 6,60 Euro, rund elf Prozent unter dem aktuellen Niveau.
Interessant dabei: Für die IAG-Gruppe, Mutter der British Airways, fiel Creusels Einschätzung zur Barmittelentwicklung deutlich optimistischer aus. Lufthansa schneidet im direkten Vergleich also schlechter ab. Der Analyst selbst räumt ein, dass die Gesamtlage stark von der Dauer des Konflikts und den weiteren Verwerfungen am Ölmarkt abhängt. Brent-Rohöl kostete gestern noch über 119 Dollar pro Barrel, heute Nachmittag sind es rund 107 Dollar — ein leichter Rückgang, der durch Aussagen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu auf Hoffnung eines schnelleren Kriegsendes zurückgeht.
Spohr kauft, Piloten reden wieder
Inmitten des Gegenwinds gibt es zwei bemerkenswerte Signale. CEO Carsten Spohr erwarb am 19. März über Xetra Aktien im Volumen von 75.200 Euro — zum Kurs von 7,52 Euro je Aktie. Insider-Käufe auf diesem Niveau können Anleger als Vertrauensbekenntnis werten, mehr aber auch nicht.
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Parallel dazu kommt Bewegung in den festgefahrenen Tarifstreit mit den Piloten. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit nimmt das Gesprächsangebot der Lufthansa zur betrieblichen Altersversorgung an und will sich das aktuelle Angebot kommende Woche erläutern lassen. Nach zwei Streikwellen mit Hunderten ausgefallenen Flügen wäre eine Annäherung kurz vor den Osterferien durchaus willkommen.
Die Gewerkschaft hält jedoch an ihrer Position fest: Substanzielle Verhandlungen seien nur möglich, wenn ihre Kernforderungen zur Betriebsrente berücksichtigt werden. Ein Durchbruch ist also noch lange nicht in Sicht.
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