Lufthansa Aktie: Eskalation!
04.03.2026 - 00:54:15 | boerse-global.deDie Lufthansa-Aktie verliert innerhalb einer Woche knapp zehn Prozent an Wert. Der Grund: Eine explosive Gemengelage aus militärischen Konflikten im Nahen Osten, explodierenden Kerosinpreisen und einem ungelösten Tarifstreit mit den Piloten. Wenige Tage vor den Jahreszahlen steht der Konzern unter maximalem Druck.
Flugverbot und Umwege belasten das Netz
Die militärische Eskalation zwischen Israel, den USA und dem Iran zwingt Lufthansa zu drastischen Maßnahmen. Sämtliche Flüge nach Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil, Dammam und Teheran bleiben bis mindestens 8. März gestrichen. Der Luftraum der Vereinigten Arabischen Emirate wird bis Freitag gemieden.
Die Konsequenzen gehen weit über die direkt betroffenen Ziele hinaus. Zahlreiche Langstreckenverbindungen zwischen Europa und Asien müssen erhebliche Umwege fliegen. Das verlängert Flugzeiten, erhöht die Verspätungsrisiken und zwingt zu weiteren Streichungen im Gesamtnetz.
Immerhin: Für die Bundesregierung organisiert Lufthansa einen Evakuierungsflug. Ein Airbus A340-300 soll in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Kinder, Kranke und Schwangere nach Deutschland bringen. Passagiere mit Tickets bis zum 15. März können kostenlos umbuchen oder erhalten eine Erstattung.
Kerosinkosten und Piloten als Dauerproblem
Parallel zur geopolitischen Krise schießen die Ölpreise nach oben. Jeder Dollar mehr beim Rohöl frisst direkt in die ohnehin schmalen Margen der Airline. Die längeren Flugzeiten durch Umwege verschärfen das Problem zusätzlich.
Intern schwelt der Konflikt mit den Piloten weiter. Bei der Regionaltochter Cityline votierten die Piloten Ende Februar mit 99 Prozent für einen möglichen Arbeitskampf – bei einer Beteiligung von 95 Prozent. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit fordert eine jährliche Gehaltsanpassung von 3,3 Prozent für die Jahre 2024 bis 2026. Das Management-Angebot liegt nach Gewerkschaftsangaben darunter.
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Ein Streik bei Cityline würde vor allem den Zubringerverkehr zu den Drehkreuzen Frankfurt und München treffen – entscheidend für die Integrität des Gesamtnetzwerks.
Jahreszahlen müssen überzeugen
Am 6. März legt Lufthansa den Jahresbericht vor. Die Zahlen werden zeigen, wie robust die Ertragskraft des Konzerns vor der jüngsten Eskalation tatsächlich war. Lufthansa plant trotz der Turbulenzen ein Kapazitätswachstum von sechs Prozent auf Langstreckenrouten im Jahr 2026 und setzt auf starke Nachfrage im US-Markt.
Ob diese Strategie angesichts der aktuellen Mehrfachbelastung aufgeht, wird sich zeigen müssen. Die Aktie notiert aktuell bei 8,38 Euro – deutlich unter dem Niveau von Anfang vergangener Woche.
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