LU-Alert, Luxemburg

LU-Alert: Luxemburg testet am Montag landesweites Warnsystem

03.01.2026 - 00:09:12

Luxemburg rüstet sich für einen landesweiten Probealarm. Am Montag testet das Großherzogtum sein modernes Bevölkerungswarnsystem, das erstmals alle Smartphones im Land erreichen soll.

Am Montag, dem 5. Januar 2026, um 11:00 Uhr, wird in Luxemburg ein umfassender Test des nationalen Warnsystems LU-Alert durchgeführt. Das teilte das Innenministerium am Freitag gemeinsam mit dem Hochkommissariat für den nationalen Schutz (HCPN) und der Feuerwehr (CGDIS) mit. Anders als die monatlichen Routinechecks der Sirenen wird dieser Test erstmals auch die Cell-Broadcast-Technologie und die LU-Alert-App aktivieren. Ziel ist es, die technische Funktionsfähigkeit der gesamten Warnkette zu überprüfen.

Die Warnung soll alle Mobiltelefone erreichen, die zu diesem Zeitpunkt mit einem luxemburgischen Mobilfunknetz verbunden sind – unabhängig davon, ob es sich um Einwohner oder Grenzpendler handelt. Parallel wird die Testmeldung über die App und die Website lu-alert.lu verbreitet. Für die Bevölkerung sind keine besonderen Handlungen erforderlich. Doch die Behörden nutzen den Anlass, um an die korrekte Konfiguration der Smartphones zu erinnern.

So stellen Sie Ihr Smartphone richtig ein

Die LU-Alert-Warnungen nutzen die Cell-Broadcast-Technologie. Ihr Vorteil: Sie benötigt keine Telefonnummerndatenbank, ist unempfindlich gegen Netzüberlastung und kann bei kompatiblen Geräten den Stummelmodus überbrücken. Obwohl die Meldung laut Regierung „automatisch“ ankommt, empfehlen Experten, die Einstellungen zu prüfen.

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Für Android-Geräte:
1. Öffnen Sie Einstellungen.
2. Wählen Sie Sicherheit & Notfall (oder „Passwörter & Sicherheit“ bei älteren Modellen).
3. Tippen Sie auf Drahtlose Notfallwarnungen.
4. Stellen Sie sicher, dass „Warnungen zulassen“ aktiviert ist.
5. Aktivieren Sie Kategorien wie „Extreme Bedrohungen“, „Ernste Bedrohungen“ und „Testwarnungen“.

Für iPhones (iOS):
1. Öffnen Sie Einstellungen.
2. Tippen Sie auf Benachrichtigungen.
3. Scrollen Sie zum Abschnitt Behördliche Warnungen.
4. Stellen Sie sicher, dass die Schalter für „Notfallwarnungen“ und „Warnungen zur öffentlichen Sicherheit“ grün sind.
5. Aktivieren Sie gegebenenfalls auch „Testwarnungen“.

Die App als persönliche Sicherheitsschicht

Neben dem Cell Broadcast setzt Luxemburg weiter auf die dedizierte LU-Alert-App. Während der Broadcast für unmittelbare Gefahren an einem Standort gedacht ist, bietet die App eine personalisierte Sicherheitsebene. Nutzer können Warnungen für bestimmte Orte abonnieren – etwa die Schule der Kinder oder den Wohnort älterer Angehöriger. Die App liefert auch detaillierte Verhaltenshinweise, die in eine Kurznachricht nicht passen.

Im Ernstfall dient sie als Verifikationstool: Bei einer verdächtigen SMS können Nutzer in der App prüfen, ob es sich um eine echte behördliche Warnung handelt. Das hilft, Phishing-Versuche zu erkennen.

Modernisierung der Zivilschutz-Infrastruktur

Die Einführung von LU-Alert im Oktober 2024 markiert eine bedeutende Modernisierung des luxemburgischen Bevölkerungsschutzes. Das System ersetzte die alte „GouvAlert“-Plattform und bringt das Land in Einklang mit EU-Richtlinien für moderne, mobilbasierte Warnsysteme.

Die monatlichen Tests verfolgen zwei Ziele: Sie stellen die technische Funktionsfähigkeit sicher und gewöhnen die Bevölkerung an den Klang und das Aussehen einer offiziellen Warnung. „Die Bevölkerung zu warnen, ist nicht nur mitten im Notfall wichtig, sondern auch im Voraus“, betonte das Innenministerium. Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse in Europa kann die sekundenschnelle Warnung jedes Mobilgeräts in einer Gefahrenzone Leben retten.

Was am Montag passiert

Um 11:00 Uhr am 5. Januar ist folgende Abfolge zu erwarten:
1. Sirenen: Das landesweite Sirenennetz gibt das Testsignal.
2. Handy-Warnung: Die meisten Smartphones vibrieren, geben einen lauten Alarmton von sich und zeigen eine Testnachricht an.
3. App-Benachrichtigung: Nutzer der LU-Alert-App erhalten eine Push-Meldung.

Der Cell-Broadast-Kanal ist bewusst aufdringlich gestaltet. Die Warnung kann als Pop-up auf dem Startbildschirm erscheinen und laufende Apps unterbrechen. Erhält ein Gerät keine Meldung, kann das am ausgeschalteten Gerät, am Flugmodus oder an einer Verbindung zu einem nicht-luxemburgischen Netz liegen. Ist das Gerät jedoch im Netz und empfängt nichts, sollte man die oben genannten Einstellungen prüfen.

Nach dem Test will die Regierung die Reichweite und Latenz der Nachrichten analysieren. Für 2026 sind weitere Verfeinerungen des Systems geplant. Der Fokus liegt derzeit darauf, dass jedes Smartphone in Luxemburg im Notfall zur Lebensader werden kann. Weitere Informationen und den Download der App finden Sie auf lu-alert.lu.

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