Lockheed Martin Aktie: Höhenflug trotz Dementi
22.02.2026 - 03:47:00 | boerse-global.deDie Aktie des Rüstungskonzerns Lockheed Martin kletterte diese Woche auf ein neues Allzeithoch, getrieben von Spekulationen über weitere Großaufträge aus Europa. Doch die Freude währte nur kurz, denn die Bundesregierung dämpfte Hoffnungen auf eine schnelle Ausweitung der F-35-Bestellungen umgehend. Während das Kerngeschäft floriert, werfen technische Probleme in der Weltraumsparte und gemischte Quartalszahlen Schatten auf die Erfolgsgeschichte.
Gerüchte treiben den Kurs
Am Donnerstag erreichte das Papier mit 566,40 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Treibstoff für diese Rallye waren Medienberichte, wonach Deutschland die Anschaffung zusätzlicher F-35-Kampfjets erwäge. Diese Spekulationen wurden jedoch von offizieller Seite schnell eingeordnet: Es gebe derzeit keine konkreten Pläne für eine solche Bestellung. Trotz des Dementis profitierte die Bewertung zunächst von der allgemeinen Fantasie im Rüstungssektor, bevor der Kurs am Freitag leicht nachgab.
Echte Aufträge und technologische Fortschritte
Abseits der Gerüchteküche verzeichnet der Konzern handfeste operative Erfolge. Die Royal Australian Air Force erteilte einen festen Auftrag für C-130J-Trainingssimulatoren, um ihre wachsende Transportflotte zu unterstützen. Zudem meldete die Raketensparte einen wichtigen technischen Durchbruch: Ein erfolgreicher Flugtest des GMLRS-Systems über 112 Kilometer bestätigte die Qualifikation der neuen „Extended-Range“-Variante. Diese Version soll Ziele in bis zu 150 Kilometern Entfernung erreichen – eine signifikante Steigerung gegenüber der Standardreichweite von 70 Kilometern.
Herausforderungen in der Bilanz
Weniger erfreulich entwickeln sich die Dinge in der Weltraumsparte. Das Joint Venture United Launch Alliance (ULA) kämpft mit Anomalien bei der Vulcan-Centaur-Rakete und muss zudem einen Führungswechsel verkraften, nachdem CEO Tory Bruno Ende 2025 zurückgetreten war. Auch die jüngsten Finanzdaten lieferten ein gemischtes Bild: Während der Quartalsumsatz im Jahresvergleich um 9,1 Prozent auf 20,32 Milliarden US-Dollar stieg, blieb der Gewinn pro Aktie mit 5,80 US-Dollar hinter den Erwartungen einiger Analysten zurück.
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Für Bestandsaktionäre gibt es dennoch Planungssicherheit. Das Unternehmen hat eine Quartalsdividende von 3,45 US-Dollar beschlossen, die am 27. März 2026 zur Auszahlung kommt. Die weitere Kursentwicklung dürfte maßgeblich davon abhängen, wie schnell Lockheed Martin die Effizienzprobleme in der Raumfahrtsparte löst und ob sich die hohen Auftragsbestände in stabilere Margen übersetzen lassen.
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