Lockheed Aktie: Ressourcenmanagement überdacht
07.01.2026 - 21:27:33Lockheed Martin eilt an der Börse von Rekord zu Rekord und sichert sich historische Aufträge des US-Militärs. Doch während die Produktion von Abwehrraketen verdreifacht werden soll, drückt eine der größten Investmentbanken der Welt auf die Bremse. Goldman Sachs sieht erhebliches Abwärtspotenzial und warnt vor versteckten Risiken in den neuen Vertragsstrukturen.
Bewertungskonflikt spitzt sich zu
Die Aktie befindet sich derzeit in einem Spannungsfeld zwischen massiven staatlichen Investitionen und skeptischen Analystenstimmen. Goldman Sachs bestätigte am Mittwoch die Einstufung auf „Sell“ und behielt das Kursziel bei 430 US-Dollar bei. Angesichts des aktuellen Kursniveaus von über 522 US-Dollar impliziert dies ein Rückschlagspotenzial von rund 17 Prozent.
Die Experten begründen ihre Vorsicht weniger mit der Nachfrage, sondern mit den Konditionen. Der Wechsel des US-Militärs hin zu „ergebnisorientierten“ Vereinbarungen verlagert deutlich mehr Ausführungsrisiken auf den Rüstungskonzern als die traditionellen Kosten-Plus-Verträge. Trotz der operativen Erfolge sehen die Analysten die Bewertung der Aktie als überzogen an.
Historische Ausweitung der Produktion
Operativ unterfüttert Lockheed Martin den Kursanstieg mit substanziellen neuen Aufträgen. Ein neuer Rahmenvertrag über sieben Jahre sieht vor, die jährliche Produktion der PAC-3-Abfangraketen (Missile Segment Enhancement) von 600 auf 2.000 Stück mehr als zu verdreifachen.
Diese Vereinbarung folgt der neuen Strategie des Verteidigungsministeriums, durch langfristige Planungssicherheit massive Investitionen in die Lieferkette zu ermöglichen. Durch Skaleneffekte sollen die Stückkosten gesenkt und die Produktionslinien stabilisiert werden. Bereits im Jahr 2025 konnte Lockheed die Auslieferungen um 20 Prozent auf 620 Einheiten steigern; das neue Ziel von 2.000 Stück markiert nun eine massive industrielle Skalierung bis zum Ende des Jahrzehnts.
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Globale Nachfrage ungebrochen
Neben dem Raketen-Deal füllen weitere internationale Bestellungen die Auftragsbücher, die allein in den letzten 24 Stunden bestätigt wurden:
- Taiwan: Ein Auftrag über 328,5 Millionen US-Dollar für Infrarot-Sensoren (IRST) zur Ausrüstung der F-16-Flotte.
- Marine-Systeme: Rund 500 Millionen US-Dollar für das AEGIS-Kampfsystem, inklusive Wartungsverträgen.
- Internationale Partner: Weitere Mittel fließen für den Support der AEGIS-Systeme in Australien, Japan und Südkorea.
Zahlenwerk im Fokus
Der entscheidende Realitätscheck für Anleger folgt am 29. Januar 2026 mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen. Der Markt hat mit dem jüngsten Anstieg hohe Erwartungen eingepreist, doch Analysten mahnen zur Vorsicht. Zacks Research senkte kürzlich die Gewinnschätzung (EPS) für das dritte Quartal 2026 leicht auf 7,38 US-Dollar. Da das Umsatzwachstum durch die Auftragslage als gesichert gilt, wird sich der Fokus der Investoren fast ausschließlich auf die Profitabilität der neuen Vertragskonditionen richten.
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