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LNS Research: Top-Unternehmen steigern Produktivität um fast 14 Prozent

08.01.2026 - 12:13:12

Eine produktive Elite von 100 Unternehmen hat ihre Effizienz seit 2019 deutlich erhöht und setzt dabei auf integrierte Systeme und Mitarbeiterentwicklung statt reiner Automatisierung.

Die 100 produktivsten börsennotierten Unternehmen weltweit haben ihre Produktivität seit 2019 um 13,9 Prozent gesteigert. Das zeigt der neue Benchmark-Report „World’s Most Productive Companies™ 2025“ des Analysehauses LNS Research. Während die breite Industrie seit zwei Jahrzehnten mit sinkender Produktivität kämpft, setzen sich die Marktführer immer weiter ab.

Die große Kluft: Elite wächst, Rest stagniert

Die Zahlen sind drastisch: Die allgemeine industrielle Produktivität ist in den letzten 20 Jahren um über 30 Prozent gesunken. Demografischer Wandel, komplexere Lieferketten und geopolitische Risiken treiben diesen Abwärtstrend. Die Top 100 haben sich davon entkoppelt. Ihr Erfolg zahlt sich direkt aus: Ihre operativen Margen stiegen im Schnitt um 18,5 Prozentpunkte stärker als bei der Konkurrenz.

„Erstklassiges Produktivitätswachstum ist der stärkste Hebel für profitables Wachstum“, sagt Matthew Littlefield, Präsident von LNS Research. Der Bericht macht klar: Es geht nicht mehr um reines Kostensparen. Die Gewinner haben ihre gesamte Wertschöpfung neu ausgerichtet.

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Das Geheimnis der „Productivity Pathfinders“

Innerhalb der Top 100 sticht eine Elite-Gruppe von 30 Unternehmen hervor – die „Productivity Pathfinders“. Ihr Erfolg basiert auf sieben strategischen Merkmalen:
* Ganzheitliche Integration: Sie betrachten Strategie, Betriebsmodell und Liefernetzwerk als ein einziges System, statt in Silos zu arbeiten.
* Vereinfachte Architektur: Sie haben ihre IT- und OT-Systeme radikal entschlackt. So rollen sie Innovationen global aus und vermeiden die „Pilot-Hölle“, in der Projekte nie den Teststatus verlassen.

Diese Disziplin ermöglicht es ihnen, Technologie, Menschen und Prozesse perfekt zu synchronisieren – und damit den Wettbewerb abzuhängen.

Der Mensch bleibt im Zentrum

Die größte Überraschung des Berichts: Die Top-Unternehmen setzen nicht primär auf Automatisierung. Stattdessen investieren sie massiv in ihre Belegschaft und in Decision Intelligence (Entscheidungsintelligenz). KI kommt zwar breit zum Einsatz, aber innerhalb klarer Leitplanken, die Stabilität und Vertrauen sichern.

Der Schlüssel liegt im Informationsfluss. Die besten Firmen teilen Daten über die gesamte Wertschöpfungskette. Sie ersetzen hierarchische Silos durch transparente Datenströme. Das reduziert Varianz, erhöht die Geschwindigkeit und erklärt einen Großteil der überlegenen Margen.

Ein Weckruf für die Industrie

Der Bericht kommt zum richtigen Zeitpunkt. Viele Unternehmen stehen 2026 unter Druck, ihre Digitalisierung voranzutreiben. Die Botschaft ist klar: Die reine Installation von Industrie 4.0-Technologien reicht nicht aus. Der Unterschied zwischen Gewinnern und Verlierern wird nicht durch den Zugang zu Technologie bestimmt – diese ist für alle da. Es geht um die operative Disziplin, sie effektiv zu nutzen.

Für COOs und Industriechefs setzt dieser Benchmark die Agenda. Der Fokus wird 2026 auf der Vereinfachung von Systemen und gezielten Investitionen in die Belegschaft liegen. Wer weiterhin nur isolierte Digitalprojekte verfolgt, riskiert den Anschluss zu verlieren. Die Schere zwischen der produktiven Elite und dem Rest geht weiter auf – und könnte die Wettbewerbslandschaft bis 2030 unwiderruflich verändern.

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