Living, Future

Living for Future: Wiener Wohnprojekt sucht finale Finanzierung

07.01.2026 - 14:39:12

Das alternative Wohnprojekt „Living for Future“ in Wien-Penzing hat seinen Rohbau fast fertiggestellt. Auf einer Informationsveranstaltung präsentierte die Baugruppe den aktuellen Stand und warb um Direktkredite für die letzte Bauphase.

Die beiden Gebäude zwischen Hütteldorfer Straße und Felbigergasse wachsen schnell. Ein Haus ist im Rohbau bereits fertig, am anderen wird gerade das vierte Obergeschoss vollendet. Damit liegt das Projekt im Zeitplan für die geplante Fertigstellung noch in diesem Jahr. Bald soll die Dachgleiche folgen und die Silhouette der künftig 10 bis 11 Wohneinheiten endgültig im Grätzl verankern.

Das Konzept: Wohnen für 1, 10 und 100 Jahre

Das architektonische Herzstück ist das „1/10/100“-Konzept. Es verspricht Flexibilität und Nachhaltigkeit auf drei Ebenen:
* 1 Jahr: Die Architektur passt sich den Jahreszeiten an, etwa durch unbeheizte Wintergärten als thermische Puffer.
* 10 Jahre: Grundrisse lassen sich an wechselnde Lebensumstände der Bewohner anpassen.
* 100 Jahre: Eine solide, ökologische Bausubstanz und ein Nutzungsrecht bis 2100/2101 sichern die langfristige Perspektive.

Ein geplanter Naturgarten zwischen den Häusern wird zur grünen Begegnungszone. Die Bauweise setzt auf nachhaltige Materialien, Erdwärme und Bauteilaktivierung.

Appell an die Öffentlichkeit: Geld für die letzte Meile

Ein zentrales Thema der Veranstaltung war die Finanzierung. Um die gestiegenen Kosten – vor allem für ökologische Materialien – zu decken, braucht das Projekt weitere Direktkredite. Diese Nachrangdarlehen von Privatpersonen sind neben Bankkrediten eine tragende Säule. Unterstützer können so ihr Geld transparent anlegen und mit Zinsen bis zu 1,5 Prozent direkt leistbaren Wohnraum ermöglichen.

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Steigende Kosten für ökologisches Bauen wirken sich oft direkt auf die Betriebskosten aus – und führen bei Vermietern und Baugruppen zu überraschenden Abrechnungsfragen. Ein kostenloser PDF-Report erklärt in 5 Minuten, welche Posten wirklich umlagefähig sind (z. B. Heizung, Warmwasser, Reinigung, Gartenpflege) und wie typische Fallstricke vermieden werden. Praktische Checklisten helfen bei der rechtssicheren Abrechnung und sparen Zeit bei der Buchführung. Betriebskosten-Report 2025 jetzt kostenlos herunterladen

Das Projekt gehört zum Dachverband habiTAT und folgt dem Modell des Mietshäuser Syndikats. Dieses Modell entzieht die Immobilien dauerhaft dem spekulativen Markt – die Häuser „gehören sich selbst“.

Ein Leuchtturmprojekt für Wien

Experten sehen in solchen Baugruppen wichtige Labore für die Zukunft des Wohnens. Im Gegensatz zu renditeorientierten Bauträgerprojekten stehen hier soziale Inklusion und dauerhafte Leistbarkeit im Vordergrund. Sogar eine „Solidaritätswohnung“ ist geplant, deren Miete die Gemeinschaft trägt.

Für 2026 steht nun der Innenausbau und die Gestaltung der Gemeinschaftsflächen wie Werkstatt und Gemeinschaftsraum an. Aus der Vision in Penzing wird bald gelebte Wirklichkeit.

@ boerse-global.de