Lisi Aktie: Rekordjahr getrübt
01.03.2026 - 23:34:45 | boerse-global.deVier Jahre in Folge zweistelliges organisches Wachstum und ein verdoppelter Konzerngewinn – eigentlich liest sich die Bilanz des französischen Industriekonzerns Lisi wie ein Erfolgsskript. Doch der deutliche Kursrutsch am vergangenen Freitag macht deutlich, dass die Anleger trotz der Rekordzahlen vor allem auf die Risse im Fundament blicken. Kann der Höhenflug in der Luftfahrt die Flaute im Automobilsektor auch 2026 dauerhaft ausgleichen?
Luftfahrtsparte treibt Profitabilität
Das Geschäftsjahr 2025 markiert für Lisi einen finanziellen Meilenstein. Mit einem Rekordumsatz von 1.747,9 Millionen Euro übertraf der Konzern den Vorjahreswert um 8,7 %. Besonders beeindruckend zeigt sich die Ertragskraft: Das operative Ergebnis (EBIT) kletterte um über 60 % auf 161,0 Millionen Euro, was die operative Marge auf 9,2 % hievte. Unter dem Strich stand ein Konzerngewinn von 139,7 Millionen Euro – eine Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahr.
Hauptverantwortlich für diesen Schub war die Sparte LISI AEROSPACE. Angetrieben durch eine ungebrochen hohe Nachfrage im Luft- und Raumfahrtmarkt, steigerte das Segment seinen Umsatz um 15,6 % auf knapp 1,2 Milliarden Euro. Dieser Bereich hat sich damit endgültig zum wichtigsten Ertragsbringer des Konzerns entwickelt.
Automobilgeschäft bleibt der Bremsklotz
Im krassen Gegensatz dazu steht die Entwicklung im Automobilsektor. LISI AUTOMOTIVE litt unter der weltweit rückläufigen Produktion der Fahrzeughersteller, was zu einem Umsatzrückgang von 3,7 % auf 558,5 Millionen Euro führte. Zwar gelang es dem Management, die operative Marge in diesem schwierigen Umfeld auf 5,0 % zu verbessern, doch das Segment bremst die Gesamtdynamik des Konzerns spürbar aus.
Durch den Verkauf der Sparte LISI MEDICAL konnte das Unternehmen immerhin seine Finanzstruktur weiter festigen und die Verschuldung reduzieren. Der operative Free Cashflow blieb mit 56,1 Millionen Euro trotz hoher Nettoinvestitionen von fast 100 Millionen Euro deutlich im positiven Bereich.
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Charttechnik signalisiert Überverkauf
Trotz der fundamental starken Entwicklung reagierte der Markt am Freitag mit einem Kursabschlag von 7,46 %. Mit einem Schlusskurs von 55,80 Euro notiert die Aktie nun fast punktgenau auf ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 55,77 Euro. Nach dem jüngsten Rücksetzer hat sich die Bewertung deutlich abgekühlt: Der Relative-Stärke-Index (RSI) ist auf 32,4 gesunken, was darauf hindeutet, dass der Titel kurzfristig technisch überverkauft ist und sich einer Bodenbildung nähert.
Für das laufende Jahr setzt das Management auf den hohen Auftragsbestand in der Luftfahrt, um ein weiteres Wachstumsjahr zu realisieren. Erste konkrete Daten zur operativen Entwicklung im neuen Jahr werden die Umsatzzahlen für das erste Quartal am 23. April 2026 liefern. Bereits einen Tag später folgt die Hauptversammlung, bevor am 6. Mai 2026 die Dividendenzahlung an die Aktionäre erfolgt.
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