Lidl-Gutschein-Betrug, WhatsApp-Smishing

Lidl-Gutschein-Betrug: So schützen Sie sich vor WhatsApp-Smishing

24.01.2026 - 19:11:12

Betrüger nutzen WhatsApp und SMS für Phishing-Angriffe mit gefälschten Lidl-Gutscheinen und Finanzversprechen. Behörden und Lidl warnen eindringlich vor Daten- und Geldverlust.

Eine neue Betrugswelle über WhatsApp und SMS verunsichert aktuell Verbraucher. Kriminelle locken mit gefälschten Lidl-Gutscheinen oder Finanzangeboten, um an Daten und Geld zu gelangen. Verbraucherschutzorganisationen und Behörden warnen eindringlich vor den sogenannten Smishing-Attacken – einer Kombination aus SMS und Phishing.

Die Betrüger nutzen das Vertrauen in bekannte Marken aus. Ihre gefälschten Webseiten imitieren das Design von Lidl oder seriösen Finanzplattformen täuschend echt. Oft setzen sie auf psychologischen Druck: Angebote werden als zeitlich begrenzt dargestellt, um zum sofortigen Handeln zu drängen. Ein unbedachter Klick kann schwerwiegende finanzielle Folgen haben.

Die Masche: Wie die Lockvogel-Nachrichten funktionieren

Das Muster ist meist gleich: Eine unaufgeforderte Nachricht per WhatsApp oder SMS trifft ein, scheinbar von einem Bekannten weitergeleitet oder direkt vom Unternehmen. Bei den Lidl-Gutscheinen wird häufig ein Gewinn von 250 bis 500 Euro versprochen.

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  • Der enthaltene Link führt nicht zur echten Lidl-Seite, sondern auf eine Phishing-Webseite.
  • Dort sollen Nutzer an einer Umfrage teilnehmen und persönliche Daten wie Name und Adresse preisgeben.
  • Oft ist die Weiterleitung der Nachricht an mehrere Kontakte Bedingung – das treibt die Verbreitung der Betrugswelle rasant voran.

Parallel kursieren Nachrichten mit Links zu angeblich lukrativen Finanzprodukten. Sie locken Empfänger in WhatsApp-Gruppen, in denen vermeintliche Experten für Aktien oder Kryptowährungen werben. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin warnt regelmäßig vor solchen unseriösen Angeboten.

Hohes Risiko: Was den Opfern droht

Die Konsequenzen sind vielfältig und gravierend. Das Hauptziel der Kriminellen ist der Diebstahl sensibler Daten. Diese können für Identitätsdiebstahl missbraucht oder im Darknet verkauft werden. Die Folgen reichen von unautorisierten Käufen bis zur Eröffnung von Konten im Namen der Opfer.

Eine weitere Gefahr ist die Installation von Schadsoftware. Ein Klick auf den manipulierten Link kann reichen, um einen Banking-Trojaner zu installieren. Solche Programme spähen im Hintergrund Passwörter und Zugangsdaten aus. Der finanzielle Schaden kann schnell fünfstellige Summen erreichen.

Lidl und Behörden warnen eindringlich

Verbraucherzentralen und Landeskriminalämter betonen: Seriöse Unternehmen wie Lidl würden niemals über Kettenbriefe in Messenger-Diensten zur Dateneingabe auffordern. Lidl selbst distanziert sich klar von den gefälschten Gewinnspielen.

Offizielle Aktionen kommuniziert der Discounter ausschließlich über seine Webseite, die Lidl-Plus-App und verifizierte Social-Media-Kanäle. Das Unternehmen rät Kunden, verdächtige Nachrichten sofort zu löschen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weist darauf hin, dass die Methoden immer raffinierter werden. Typische Warnsignale bleiben aber:
* Unpersönliche Anreden
* Rechtschreibfehler
* Unseriöse Absenderadressen
* Drohungen bei Nichthandeln

So schützen Sie sich vor den Betrugsversuchen

Die Bedrohung durch Smishing wird Experten zufolge weiter zunehmen. Kriminelle verfeinern ihre Taktiken und könnten künftig sogar KI für personalisierte Nachrichten nutzen. Diese Schutzmaßnahmen empfehlen Sicherheitsexperten:

  • Skepsis bewahren: Angebote, die zu gut erscheinen, um wahr zu sein, sind es meist auch.
  • Links nicht anklicken: Öffnen Sie keine Links in unaufgeforderten SMS oder WhatsApp-Nachrichten.
  • Absender prüfen: Auch bekannte Kontakte könnten kompromittiert sein. Im Zweifel auf anderem Weg nachfragen.
  • Daten schützen: Geben Sie niemals persönliche oder finanzielle Daten auf Seiten ein, die Sie per Link erreichen.
  • Offizielle Kanäle nutzen: Prüfen Sie Gewinnspiele stets direkt auf der Webseite des Unternehmens oder in der offiziellen App.

Sollten Sie bereits auf einen Link geklickt oder Daten eingegeben haben, handeln Sie schnell: Sperren Sie umgehend Ihre Bankkonten und Karten, ändern Sie wichtige Passwörter und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Informieren Sie auch Kontakte, an die Sie die betrügerische Nachricht weitergeleitet haben.

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