LibreOffice wird Europas digitale Unabhängigkeitssymbol
26.01.2026 - 16:39:12Europas öffentliche Verwaltungen setzen massiv auf Open-Source-Software wie LibreOffice, um digitale Souveränität zu erreichen. Der strategische Schwenk soll Abhängigkeiten von US-Tech-Konzernen reduzieren und die Kontrolle über kritische Infrastrukturen zurückgewinnen.
Hinter dem Trend stehen handfeste Sorgen: Vendor-Lock-in, geopolitische Risiken und explodierende Lizenzkosten für proprietäre Software. Immer mehr Regierungen hinterfragen, ob sie ihre digitale Grundversorgung in die Hände weniger US-Konzerne legen sollten. Die Antwort ist ein konkreter Politikwechsel – Tausende Arbeitsplätze in Behörden wechseln zu Open-Source-Alternativen wie der LibreOffice-Produktivitätssuite und Linux-Betriebssystemen.
Die Debatte erreicht am 30. Januar 2026 ihren vorläufigen Höhepunkt: Beim EU Open Source Policy Summit in Brüssel diskutieren Entscheider, wie Open Source Europas digitale Souveränität sichern kann.
Schleswig-Holstein: Blaupause für Deutschland
Das nördlichste Bundesland geht voran. Rund 30.000 Rechner der Landesverwaltung werden von Microsoft-Produkten auf LibreOffice und Linux umgestellt. Die 2024 beschlossene Migration ist mehr als ein Softwaretausch – es ist ein philosophischer Wechsel hin zu digitaler Eigenständigkeit.
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„Ein digital souveräner IT-Arbeitsplatz“ lautet das Ziel. Bis 2026 soll die Umstellung abgeschlossen sein und neben mehr Datensicherheit auch erhebliche Kosteneinsparungen bringen. Spätestens seit den positiven Zwischenberichten Ende 2025 gilt das Projekt als Machbarkeitsnachweis für andere deutsche Behörden.
Frankreich, Italien, Dänemark ziehen nach
Der Trend ist paneuropäisch. In Frankreich nutzen schätzungsweise 500.000 Arbeitsplätze in Ministerien LibreOffice, auch die Stadt Lyon setzt auf offene Software. Italien stellt mit rund 150.000 umgestellten PCs im Verteidigungsministerium einen Rekord auf.
Dänemark kündigte 2025 den Ausstieg aus Microsoft Office an. Hinter diesen Initiativen stehen oft nationale Gesetze, die Open Source bei öffentlichen Ausschreibungen bevorzugen. Eine klare Botschaft: Europa will seine digitale Zukunft selbst gestalten.
EU-Strategie und nationale Allianzen
Die Europäische Kommission arbeitet an einer neuen Open-Source-Strategie für 2026. Ziel ist die Kommerzialisierung europäischer Open-Source-Software, um die Abhängigkeit von ausländischen Anbietern zu verringern. Es geht um bessere Governance, Sicherheit und Marktintegration.
Parallel formieren sich nationale Allianzen. Deutschland und Frankreich gründeten 2025 ein Konsortium für gemeinsame digitale Souveränitätswerkzeuge. Der Brüsseler Gipfel wird Themen wie Cloud-Interoperabilität und vertrauenswürdige KI-Infrastruktur vorantreiben.
Herausforderungen und neue Märkte
Die Umstellung ist kein Selbstläufer. Dateikompatibilität, Migrationskomplexität und die Schulung Tausender Mitarbeiter bleiben Herausforderungen. Doch die langfristigen Vorteile – Kostenkontrolle, Sicherheit, Autonomie – überwiegen aus Sicht der Regierungen klar.
Für europäische IT-Dienstleister eröffnen sich neue Märkte. Spezialisten für Open-Source-Implementierung und Support profitieren, während Behörden lokale Ökosysteme aufbauen. Wenn Verwaltungen Code zurück in Projekte einbringen, profitiert schließlich die globale Community.
Dominoeffekt in Sicht?
Die digitale Souveränität Europas ist ein Marathon. Doch der politische Wille ist da, wie erfolgreiche Großmigrationen zeigen. Der EU-Gipfel könnte eine einheitlichere Strategie hervorbringen und weitere Regierungen zum Umstieg motivieren.
Pioniere wie Schleswig-Holstein liefern die Blaupausen. Ihr Erfolg könnte einen Dominoeffekt auslösen. Am Ende steht mehr als ein neues Office-Paket auf den Bildschirmen – es ist die Grundlage für eine widerstandsfähige, europäische Digitalwirtschaft.
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