LibreOffice startet Online-Version neu und erweitert Desktop-Suite
26.02.2026 - 01:48:45 | boerse-global.deDie Open-Source-Alternative zu Microsoft Office und Google Workspace erlebt einen strategischen Doppelschlag. Mit der Wiederbelebung des LibreOffice Online-Projekts und einer umfangreichen Desktop-Aktualisierung positioniert sich die Software neu im Wettbewerb um digitale Produktivität.
Comeback für die webbasierte Büro-Suite
Die Document Foundation hat einen umstrittenen Beschluss von 2022 revidiert. Am 24. Februar 2026 gab das Gremium bekannt, die Entwicklung von LibreOffice Online wieder aufzunehmen. Das Projekt war damals aufgrund von Wartungsproblemen und Spannungen im Ökosystem eingefroren worden.
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Die Strategie ist klar: Die Stiftung will keine zentrale Cloud-Plattform wie Google Docs betreiben. Stattdessen stellt sie die Kerntechnologie bereit. Unternehmen und Community können die Suite dann auf eigener Infrastruktur hosten. Das stärkt die digitale Souveränität und gibt Nutzern die Kontrolle über ihre Daten zurück.
Desktop-Version 26.2 mit großen Neuerungen
Parallel zum Online-Comeback hat die LibreOffice 26.2 zahlreiche Verbesserungen erhalten. Die im Februar veröffentlichte Version setzt neue Maßstäbe bei Kompatibilität und Funktionalität.
Markdown-Integration steht im Mittelpunkt. Nutzer können jetzt .md-Dateien direkt importieren und exportieren. Beim Import lassen sich sogar ODT- oder DOCX-Vorlagen anwenden. So formatiert sich reiner Text automatisch nach Corporate-Design-Richtlinien.
Die Tabellenkalkulation Calc punktet mit besserer Microsoft Excel-Kompatibilität. Die neue BIFF12-Zwischenablage umgeht frühere Größenbeschränkungen beim Einfügen großer Datensätze. XLSX-Dateien speichert Calc nun standardmäßig im Excel-2010-Format. Das vereinfacht den Dateiaustausch erheblich.
Die Datenbank Base unterstützt jetzt echten Mehrbenutzerbetrieb. Damit entfallen lästige Sperrprobleme – mehrere Nutzer können gleichzeitig arbeiten. Der Texteditor Writer verbessert die Änderungsverfolgung und verhindert so Dokumentenkorruption bei komplexen Revisionen.
Performance-Sprünge und modernes Design
Neben neuen Funktionen optimiert Version 26.2 die Leistung. SVG-Muster rendern deutlich schneller, große Tabellen mit versteckten Spalten lassen sich flüssiger scrollen. Das Chart-Modul zeigt 3D-Diagramme performanter an.
Das Interface wird schlanker und zugänglicher. Dialogfelder nutzen standardmäßig vertikale Reiter mit Icons. Die Barrierefreiheit profitiert von besseren Screenreader-Ankündigungen und erweiterter Tastaturnavigation. Auffällig: Die Foundation hat die „Community“-Bezeichnung aus dem Produktnamen gestrichen.
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Für Linux-Nutzer gibt es eine wichtige Änderung. Die offiziellen Binärdateien benötigen jetzt x86-64-v2-fähige Prozessoren. Ältere Hardware vor 2009 unterstützen die Standardpakete nicht mehr. Über Distributions-Repositories bleiben aber Alternativen verfügbar.
Strategische Positionierung im Markt
Die Doppelstrategie aus starker Desktop-Version und neuem Online-Anlauf spiegelt einen Branchentrend wider. Immer mehr Nutzer suchen Alternativen zu abonnementbasierten Modellen wie Microsoft 365. Sie wollen unabhängig von Cloud-Zwängen und KI-Integrationen bleiben.
Die verbesserte Office-Kompatibilität senkt die Hürden für Wechselwillige. Gleichzeitig zeigt die Wiederbelebung von LibreOffice Online, dass die Community webbasierte Zusammenarbeit ernst nimmt – aber ohne zentrale Kontrolle.
Ausblick: Wachstum durch Community
Für 2026 erwartet das LibreOffice-Ökosystem beschleunigtes Wachstum. Der Fokus liegt zunächst auf der Stabilisierung des Online-Codes. Die Foundation betont, dass dieser erst überarbeitet werden muss, bevor er produktiv einsetzbar ist. Community-Beiträge sollen den Prozess in den kommenden Monaten vorantreiben.
Die Desktop-Version 26.2 ist bereits für Windows, macOS und Linux verfügbar. Ab April 2026 wird sie auch in Ubuntu 26.04 LTS enthalten sein. Weitere Verbesserungen bei Interoperabilität und Performance sind in Entwicklung. Damit bleibt die Open-Source-Suite ein ernstzunehmender Konkurrent im Bürosoftware-Markt.
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