LibreOffice bringt Büro-Software in die VR-Brille
31.12.2025 - 21:12:12Die Open-Source-Suite LibreOffice ist jetzt nativ auf Meta Quest VR-Headsets verfügbar. Das bietet eine datenschutzfreundliche Alternative zu Cloud-basierten Lösungen und treibt die Produktivität in der virtuellen Realität voran.
LibreOffice Viewer läuft ab sofort auf dem Betriebssystem Meta Horizon OS. Nutzer von Quest 3, Quest 3S und Quest Pro können damit Textdokumente, Tabellen und Präsentationen auf einem riesigen, virtuellen 2D-Bildschirm in ihrer Brille öffnen und bearbeiten. Die Anwendung ist ein optimierter Port der Android-Version.
Die App unterstützt alle gängigen Dateiformate. Dazu gehören das native Open Document Format (ODT, ODS, ODP) sowie proprietäre Formate von Microsoft Office wie DOCX, XLSX und PPTX. Diese Kompatibilität soll Nutzern einen nahtlosen Übergang vom PC-Desktop in den virtuellen Arbeitsraum ermöglichen – ganz ohne lästige Dateikonvertierungen.
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Aktuell steht das Betrachten und Überprüfen von Inhalten im Vordergrund. Die Software wird daher als “Viewer” vermarktet. Sie enthält aber bereits experimentelle Bearbeitungsfunktionen für grundlegende Änderungen. Die vertraute Oberfläche aus der Desktop- und Mobilversion bleibt erhalten.
Lokale Datenverarbeitung als Trumpfkarte
Ein entscheidender Vorteil gegenüber der Konkurrenz ist die Offline-Fähigkeit. Im Gegensatz zu Microsoft Office for Quest, das weitgehend auf webbasierte Anwendungen und eine Internetverbindung angewiesen ist, verarbeitet LibreOffice Viewer alle Daten lokal auf dem Headset.
Diese “Local-First”-Architektur ist ein strategisches Alleinstellungsmerkmal. Sie bietet mehr Sicherheit für den Umgang mit vertraulichen Informationen in der VR und entspricht der Philosophie der Open-Source-Community: Nutzersouveränität und Datenschutz gehen vor.
Praktisch bedeutet das mehr Zuverlässigkeit. Nutzer können auch unterwegs oder an Orten mit schlechter Internetverbindung auf ihre Dokumente zugreifen – ein Szenario, in dem Cloud-Tools oft versagen. Damit positioniert sich LibreOffice als interessante Option für Unternehmen mit strengen Datenschutzanforderungen.
Ein Baustein für das “Unendliche Büro”
Die Integration passt perfekt in Metas Vision vom “Infinite Office”, dem Übergang der Wissensarbeit in die räumliche Datenverarbeitung. Nutzer können mehrere virtuelle Monitore erstellen und Anwendungen im 3D-Raum anordnen. Dafür werden leistungsfähige Programme benötigt.
Bisher hat Meta vor allem große Software-Konzerne wie Microsoft und Adobe umworben. Die Aufnahme eines prominenten Open-Source-Tools wie LibreOffice wertet die Plattform jedoch auf. Es signalisiert: VR entwickelt sich von einem Spiele-Medium zu einer universellen Computerplattform mit vielfältigem Software-Ökosystem.
Erste Tester berichten, dass die App im “Fenster-Modus” läuft. So lässt sich das Dokument neben anderen VR-Anwendungen wie einem Browser oder einem virtuellen Meeting-Raum platzieren. Diese Multitasking-Fähigkeit ist essenziell für den “räumlichen Workflow”, den Produktivitäts-Experten als Zukunft der Büroarbeit sehen.
Open Source ebnet den Weg für Innovation
Die aktuelle Version ist für die Document Foundation nur der erste Schritt. Da der Quellcode mit der Desktop-Version geteilt wird, ist die spätere Freischaltung des vollen Funktionsumfangs – inklusive komplexer Formatierung in Writer, Formelverwaltung in Calc und Folienerstellung in Impress – durchaus realistisch.
Die Open-Source-Community soll dabei eine Schlüsselrolle spielen. Unabhängige Entwickler können nun an VR-spezifischen Features arbeiten. Denkbar sind etwa Sprach-zu-Text-Integration, Steuerung per Hand-Tracking für Präsentationen oder 3D-Datenvisualisierung für Tabellen.
Gleichzeitig wirft der Release Fragen zur Zukunft der Eingabemethoden auf. Schweres Texten in VR erfordert meist die Kopplung einer physikalischen Tastatur. Soll LibreOffice zu einem vollwertigen Editor werden, wird die Integration getrackter Tastaturen und verbesserter Handtracking-Schnittstellen zur Entwicklungs-Priorität.
Für die wachsende Zahl an Nutzern, die primär in VR arbeiten wollen, ist LibreOffice auf Meta Quest schon jetzt ein wichtiges Werkzeug. Es bietet einen Ausblick auf eine Zukunft, in der offene Standards und datenschutzorientierte Software im virtuellen Arbeitsplatz genauso selbstverständlich sind wie im physischen Büro.
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