LETHE-AT, App

LETHE-AT: App soll Demenzrisiko mit KI senken

08.02.2026 - 18:26:12

Ein österreichisches Forschungsprojekt entwickelt eine App, die mit KI und persönlicher Betreuung das individuelle Demenzrisiko senken will. Die klinische Studie läuft bereits.

Eine neue App aus Österreich will das persönliche Demenzrisiko mit künstlicher Intelligenz und persönlicher Betreuung reduzieren. Das Forschungsprojekt LETHE-AT entwickelt ein digitales Präventionsprogramm, das Risikopersonen frühzeitig identifiziert und unterstützt. Hinter dem Vorhaben stehen die FH JOANNEUM und die Medizinische Universität Wien.

Rund 170.000 Menschen sind in Österreich von Demenz betroffen. Studien zeigen aber: Bis zu 45 Prozent aller Fälle lassen sich auf beeinflussbare Risikofaktoren zurückführen. Genau hier setzt die neue App an. Sie soll Nutzern helfen, ihren Lebensstil aktiv zu managen – von Ernährung und Bewegung bis zur Kontrolle von Bluthochdruck. Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) fördert das auf zwei Jahre angelegte Projekt mit 2,4 Millionen Euro.

Mehr als nur eine Gesundheits-App

Das Herzstück von LETHE-AT ist eine hybride Strategie. KI-Algorithmen erstellen individuelle Risikoprofile und geben maßgeschneiderte Empfehlungen. Diese digitale Begleitung wird durch regelmäßige Untersuchungen in klinischen Zentren ergänzt.

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Die App baut auf den Ergebnissen eines EU-Vorgängerprojekts auf und nutzt spielerische Elemente, um die Motivation der Nutzer hochzuhalten. Ziel ist ein umfassendes Programm, das die Lebensqualität älterer Menschen nachhaltig verbessert.

Die wissenschaftliche Basis: Von Finnland nach Österreich

Die Methode hat einen bekannten Vorläufer: das FINGER-Protokoll (Finnish Geriatric Intervention Study). Diese Studie bewies bereits, dass Interventionen bei Lebensstil und Gefäßgesundheit die kognitive Leistung positiv beeinflussen können.

LETHE-AT will diesen Ansatz nun mit modernster Technologie weiterentwickeln. Durch die Analyse großer Datenmengen sollen digitale Biomarker etabliert werden, die Risiken früher erkennen lassen. Das System deckt das gesamte Spektrum ab – von asymptomatischen Personen bis zu Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen.

Testphase an drei Unikliniken läuft

Seit Herbst 2025 wird die App in einer klinischen Studie geprüft. 120 digitale affine Teilnehmer zwischen 55 und 75 Jahren testen das Programm über 18 Monate an den neurologischen Universitätskliniken in Wien, Graz und Innsbruck.

Ein breites Konsortium trägt das Projekt. Neben den beteiligten Universitäten und der ELGA GmbH sind auch Unternehmen wie SYNYO GmbH und die Demenz Selbsthilfe Austria an Bord. Diese Zusammenarbeit soll sicherstellen, dass Technologie, klinische Anwendung und die Bedürfnisse der Betroffenen gleichermaßen berücksichtigt werden.

Roadmap für „Brain Health Services“

Langfristig will LETHE-AT mehr sein als Forschung. Das Projekt soll eine Roadmap für flächendeckende „Brain Health Services“ (BHS) liefern – Gedächtnisambulanzen der nächsten Generation für evidenzbasierte Demenzprävention.

Kann die Kombination aus KI und persönlicher Betreuung das Gesundheitssystem entlasten? Die Ergebnisse der laufenden Studie werden mit Spannung erwartet. Sie könnten den Weg für eine neue, proaktive Ära der Gehirngesundheit ebnen.

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