Leonardo: Thales Alenia Space sichert Polen-Satellit
22.04.2026 - 04:33:47 | boerse-global.deIm erdnahen Orbit formiert sich Europas neue Verteidigungslinie. Polen bestellt einen abhörsicheren Militärsatelliten bei Thales Alenia Space. Für den italienischen Rüstungskonzern Leonardo ist das Joint Venture nur ein Puzzleteil. Der Konzern baut sich gezielt zum europäischen Schwergewicht in allen Verteidigungsdimensionen um.
Souveränität im All
Das Gemeinschaftsunternehmen von Thales und Leonardo entwickelt den geostationären Satelliten für das polnische Verteidigungsministerium. Airbus Defence and Space sowie RADMOR sind als Partner an Bord. Das System soll extrem widerstandsfähig gegen Störsender und Cyberangriffe sein. Die EU-Kommission treibt solche Projekte im Rahmen ihres Plans "Readiness 2030" voran. Nationale Raumfahrt-Souveränität rückt angesichts aktueller Konflikte stark in den Fokus.
Parallel dazu bastelt Leonardo an einer weitaus größeren Struktur. Gemeinsam mit Airbus und Thales plant das Management ein gigantisches Raumfahrt-Joint-Venture. Die geplante Gesellschaft würde rund 25.000 Mitarbeiter beschäftigen. Der pro-forma-Umsatz liegt bei etwa 6,5 Milliarden Euro. Der Startschuss für das neue Unternehmen soll 2027 fallen. Zuvor müssen die Kartellbehörden zustimmen.
Volle Kassen finanzieren Expansion
Das finanzielle Fundament für diese Pläne steht. Leonardo steigerte den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 19,5 Milliarden Euro. Der bereinigte Nettogewinn kletterte deutlich auf eine Milliarde Euro.
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Aktionäre sollen von dem Wachstum profitieren. Die Hauptversammlung stimmt über eine vorgeschlagene Dividende von 0,63 Euro je Aktie ab. Der Auftragsbestand wuchs derweil auf über 46 Milliarden Euro an.
Für die kommenden Jahre hat das Management ehrgeizige Ziele definiert. Der Industrieplan bis 2030 sieht folgende Eckdaten vor:
- Umsatz: 30 Milliarden Euro
- Auftragseingang: 32 Milliarden Euro
- Kumulierte Aufträge (2025-2030): 142 Milliarden Euro
An der Börse honorierten Investoren den Kurs in den vergangenen Monaten. Auf Jahressicht steht die Leonardo-Aktie knapp 24 Prozent im Plus. Aktuell notiert das Papier bei 55,20 Euro. Damit hat der Kurs nach dem Jahreshoch im März etwas konsolidiert.
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Zukäufe an Land und auf See
Die Raumfahrt bleibt nur ein Standbein. Leonardo kaufte kürzlich Iveco Defence Vehicles für 1,7 Milliarden Euro. Auf dem Wasser baut das Joint Venture Orizzonte Sistemi Navali Italiens neue Zerstörer. Die Folge: Der Konzern wandelt sich rasant zum Komplettanbieter. Der Fokus der Investoren richtet sich nun auf die operative Umsetzung der geplanten Raumfahrt-Fusion bis zum anvisierten Start im Jahr 2027.
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