Leonardo, Aktie

Leonardo Aktie: Drohnen-Allianz steht

24.03.2026 - 15:31:50 | boerse-global.de

Leonardo und Baykar planen gemeinsame Testflüge für Drohnen-Teaming ab Frühjahr 2026. Die Daten fließen in das GCAP-Kampfflugzeugprogramm und stärken die Exportchancen des Rüstungskonzerns.

Leonardo Aktie: Drohnen-Allianz steht - Foto: über boerse-global.de
Leonardo Aktie: Drohnen-Allianz steht - Foto: über boerse-global.de

Der italienische Rüstungskonzern Leonardo treibt die Entwicklung von Luftkampfsystemen der nächsten Generation voran. Mit einem konkreten Zeitplan für gemeinsame Testflüge rückt die strategische Partnerschaft mit dem türkischen Drohnenhersteller Baykar in den Fokus. Das Projekt markiert einen technologischen Meilenstein für künftige europäische Verteidigungsprogramme und soll die Exportchancen des Unternehmens weiter stärken.

Bemannte Jets steuern unbemannte Begleiter

Im Zentrum der neuen Strategie steht das sogenannte Manned-Unmanned Teaming (MUM-T). Ab dem Frühjahr 2026 wird ein leichtes Kampfflugzeug vom Typ M-346F als fliegende Kommandozentrale für zwei unbemannte KIZILELMA-Drohnen fungieren. Ein erster, nicht öffentlicher Testlauf ist für April oder Mai 2026 angesetzt, bevor eine weitere Demonstration für die Öffentlichkeit folgt.

Die dabei gesammelten Daten zu Autonomie und Missionskoordination fließen direkt in das internationale Kampfflugzeugprogramm GCAP ein. Die Variante M-346F bringt für die neue Rolle als Drohnen-Leitstelle die nötigen technischen Voraussetzungen mit. Dazu gehören ein modernes AESA-Radar, vernetzte Kommunikationssysteme und elektronische Gegenmaßnahmen. Die KIZILELMA-Plattform von Baykar steuert im Gegenzug ihre kürzlich bestätigten Luft-Boden-Schlagfähigkeiten bei.

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Wachsendes Interesse am M-346

Die Ankündigung fällt in eine Phase starker Nachfrage nach dem M-346-Programm. Erst Ende 2025 bestellte Österreich zwölf Einheiten des leichten Kampfjets. Gleichzeitig bietet Leonardo das Modell gemeinsam mit Textron Aviation Defense der US Navy an.

An der Börse reagierten Anleger am Dienstag zunächst zurückhaltend auf die Neuigkeiten. Die Aktie gab um 5,08 Prozent auf 56,76 Euro nach und rutschte damit leicht unter die 50-Tage-Linie. Seit Jahresbeginn steht für die Papiere dennoch ein solides Plus von knapp elf Prozent zu Buche.

Strategischer Wendepunkt

Analysten wie Loredana Muharremi von Morningstar sehen den Konzern an einem Wendepunkt seiner mehrjährigen Strategie. Leonardo wandelt sich zunehmend vom reinen Hardware-Produzenten zum Anbieter integrierter Sicherheitssysteme über alle Bereiche hinweg – von der Luftfahrt bis zum Cyberraum.

Dieser technologische Umbau untermauert die langfristigen Ambitionen des Managements. Für den Zeitraum von 2026 bis 2030 peilt Leonardo kumulierte Aufträge in Höhe von 142 Milliarden Euro sowie einen Umsatz von 126 Milliarden Euro an, getragen von gezielten Investitionen in Cybersicherheit, künstliche Intelligenz und Datenanalyse.

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