Ledger, Milliarden-Börsengang

Ledger plant Milliarden-Börsengang in New York

23.01.2026 - 15:46:12

Der französische Hardware-Wallet-Hersteller Ledger bereitet einen IPO in New York vor. Hintergrund sind Rekordumsätze und ein wachsendes Interesse traditioneller Investoren an Krypto-Infrastruktur.

Der französische Hardware-Wallet-Hersteller Ledger bereitet laut Berichten einen US-Börsengang vor, der das Unternehmen mit über vier Milliarden Euro bewerten könnte. Dieser Schritt unterstreicht das wachsende Vertrauen von Investoren in die Krypto-Infrastruktur.

Rekordjahr treibt Pläne voran

Hintergrund des geplanten IPO an der New Yorker Börse ist ein Rekordjahr 2025. Der Umsatz des Pariser Unternehmens stieg in den dreistelligen Millionenbereich. Diese Entwicklung ist eng mit dem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis im Kryptomarkt verbunden. Allein 2025 gingen schätzungsweise 17 Milliarden Euro durch Betrug und Diebstahl verloren.

„Die steigenden Sicherheitsrisiken sind ein Haupttreiber für die zunehmende Nutzung von Self-Custody-Lösungen“, erklärt CEO Pascal Gauthier. Hardware-Wallets wie von Ledger speichern private Schlüssel offline und bieten so Schutz vor Hackerangriffen auf Online-Börsen. Die wachsende Nachfrage nach solchen sicheren Lösungen bescherte dem Unternehmen sein bestes Finanzergebnis seit der Gründung 2014.

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Wall Street entdeckt Krypto-Infrastruktur

Ledgers Vorstoß ist Teil eines größeren Trends: Immer mehr Digital-Asset-Unternehmen drängen an die Börse. Kürzlich debütierte der Krypto-Verwalter BitGo erfolgreich an der NYSE. Auch die Börse Kraken reichte Ende 2025 vertrauliche Unterlagen für einen Börsengang in der ersten Jahreshälfte 2026 ein.

Weitere namhafte Player wie das Web3-Sicherheitsunternehmen CertiK und der MetaMask-Betreiber Consensys erwägen ebenfalls öffentliche Angebote. Diese Aktivität signalisiert: Das Interesse der traditionellen Finanzwelt an den Grundpfeilern des Krypto-Ökosystems wächst rasant.

Strategische Neuausrichtung vor dem Start

Die Wahl fiel bewusst auf New York. Das Management betont die zentrale Rolle der US-Metropole im globalen Kryptofinanzwesen. Der amerikanische Markt bietet nicht nur mehr Kapital, sondern auch zunehmend klare regulatorische Rahmenbedingungen für Infrastrukturanbieter.

Parallel zum Börsengang vollzieht Ledger einen subtilen Rebranding-Prozess. Statt nur von „Hardware-Wallets“ spricht das Unternehmen nun von „Signern“. Diese sprachliche Verschiebung zielt darauf ab, Ledger nicht mehr bloß als sicheren Speicher, sondern als grundlegende Komponente für Transaktionen im „Internet of Value“ zu positionieren.

Ein erfolgreicher Börsengang wäre nicht nur ein Meilenstein für das französische Unternehmen. Er würde auch als Stimmungsbarometer für die gesamte Krypto-Infrastrukturbranche dienen. Gelingt der Schritt, könnte er weiteren kryptonativen Firmen den Weg an die Börse ebnen – und so die Lücke zwischen traditioneller Finanzwelt und dezentraler Wirtschaft weiter schließen.

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