Länder-Tarifvertrag, Gehalt

Länder-Tarifvertrag: 5,8 Prozent mehr Gehalt

15.02.2026 - 06:40:12 | boerse-global.de

Nach intensiven Verhandlungen einigten sich Gewerkschaften und Länder auf gestaffelte Gehaltserhöhungen für 925.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst bis 2028.

Tarifstreit der Länder beendet: 5,8 Prozent mehr Gehalt in 27 Monaten.

Nach wochenlangen Warnstreiks und einer Marathon-Verhandlung haben Gewerkschaften und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in Potsdam eine Einigung erzielt. Die Vereinbarung gilt für rund 925.000 Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder – darunter Tausende in Berlin. Die zentrale Botschaft: mehr Geld, mehr Planungssicherheit und damit Stabilität für die öffentlichen Dienste in Deutschland.

Die Gehaltsanpassungen erfolgen gestaffelt und geben Beschäftigten langfristige Planbarkeit. Die wichtigsten Eckpunkte:
– Ab 1. April 2026: 2,8 Prozent mehr Gehalt, mindestens 100 Euro.
– Ab 1. März 2027: weitere 2,0 Prozent.
– Ab 1. Januar 2028: abschließend 1,0 Prozent.
– Laufzeit: bis zum 31. Januar 2028.
– Ausbildungsentgelte steigen pauschal um 150 Euro pro Monat.
– Verbesserungen bei Schicht- und Wechselschichtzulagen.

Eine besondere Kernaussage des Abkommens ist die schrittweise Annäherung der Arbeitsbedingungen zwischen Ost- und Westdeutschland. So wird der Kündigungsschutz im Osten an das West-Niveau angepasst. Zudem werden die Arbeitsbedingungen an drei ostdeutschen Universitätskliniken – Rostock, Greifswald und Jena – teilweise angepasst und die Arbeitszeit dort reduziert.

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Reaktionen aus Gewerkschafts- und Arbeitgeberlagern fielen gemischt aus. Ver.di-Vorsitzender Frank Werneke sprach von einem hart erkämpften Kompromiss: „Es ist gelungen, den Anschluss an die Lohnentwicklung bei Bund und Kommunen zu halten.“ Die Arbeitgeberseite nannte den Kompromiss aufgrund leerer Kassen vertretbar und betonte, dass die Vereinbarung Stabilität bringe und künftige Haushaltsbelastungen begrenze.

Aus dem Blickwinkel Berlins bedeutet der Abschluss vor allem das Ende akuter Streikgefahr: Die öffentliche Verwaltung, Kitas, Bezirksämter und Hochschulen kehren damit schrittweise zur normalisierten Arbeitsweise zurück. Die kommenden 27 Monate gelten nun als Tarif-Frieden im öffentlichen Dienst der Länder. Die nächste große Aufgabe wird sein, das Tarifergebnis auch auf Beamtinnen und Beamte sowie Pensionäre in Berlin zu übertragen – ein Schritt, der üblicherweise folgt. Zugleich wird geprüft, ob der Abschluss dazu beiträgt, den Fachkräftemangel im Berliner öffentlichen Sektor zu bekämpfen und die Attraktivität der Berufe dauerhaft zu erhöhen.

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