Ladungssicherung, Kontrolle

Ladungssicherung: Kontrolle auf A6 offenbart alarmierende Mängel

28.01.2026 - 01:30:12

Eine Schwerpunktkontrolle bei Mannheim offenbarte gravierende Mängel bei der Ladungssicherung in fast allen geprüften Fahrzeugen. Die Ergebnisse unterstreichen den akuten Handlungsbedarf in der Logistikbranche.

Eine Schwerpunktkontrolle bei Mannheim zeigt: Fast jedes kontrollierte Transportfahrzeug verstößt gegen Vorschriften. Die Ergebnisse unterstreichen den akuten Handlungsdruck in der Logistikbranche.

Mannheim. Neun von elf – diese alarmierende Quote dokumentiert eine großangelegte Kontrolle des gewerblichen Güterverkehrs. Bei einer Schwerpunktaktion auf dem Parkplatz Linsenbühl an der Autobahn A6 bei Mannheim stellten Polizei und Aufsichtsbehörden am 23. Januar bei der überwiegenden Mehrheit der überprüften Lkw und ihrer Fahrer Verstöße fest. Die Ergebnisse, die das Polizeipräsidium Mannheim am 27. Januar veröffentlichte, werfen ein grelles Schlaglicht auf die anhaltenden Sicherheitsdefizite im Straßengüterverkehr.

Die konzertierte Aktion unter Federführung des Verkehrsdienstes Mannheim diente auch als Schulungsmaßnahme. Zehn Polizeikräfte sowie Mitarbeiter der Gewerbeaufsichtsämter Heidelberg und des Rhein-Neckar-Kreises waren beteiligt. Parallel führte das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) eigene Überprüfungen durch. Diese geballte Kontrollkraft zeigt: Die Behörden richten ihren Fokus verstärkt auf die Einhaltung der Vorschriften im Schwerlastverkehr.

Ladungssicherung bleibt größtes Risiko

Im Zentrum der Beanstandungen stehen Mängel bei der Ladungssicherung. Dabei ist diese für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer entscheidend. Bremskräfte oder Ausweichmanöver können selbst tonnenschwere Fracht ins Rutschen oder Kippen bringen. Die Folgen einer ungesicherten Ladung sind oft katastrophal.

Anzeige

60.213 € Strafe wegen verrutschter Ladung – dieses Szenario ist keine Ausnahme. Ein kostenloses Komplettpaket zur Unterweisung Ladungssicherung liefert E‑Book, fertige PowerPoint-Präsentation, Quiz, Checkliste und Unterweisungsnachweis, damit Fuhrparkleiter, Verlader und Sicherheitsbeauftragte ihre Teams schnell und rechtssicher schulen können. Praxisnah, sofort einsetzbar und speziell für Transportverantwortliche entwickelt. Jetzt Unterweisungspaket kostenlos herunterladen

Das BALM ist gesetzlich verpflichtet, die Einhaltung der Vorschriften zu überwachen. Grundlage ist § 22 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO). Kontrollen in Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern offenbaren regelmäßig ein breites Spektrum an Verstößen: von mangelhafter Sicherung über Missachtung von Gefahrgutvorschriften bis hin zu technischen Manipulationen an den Fahrzeugen.

Neue EU-Regeln verschärfen den Druck 2026

Für die Transportbranche kommt die Kritik zu einem heiklen Zeitpunkt. 2026 bringt weitreichende neue regulatorische Anforderungen. Ab dem 1. Juli 2026 müssen auch leichte Nutzfahrzeuge zwischen 2,5 und 3,5 Tonnen im internationalen Güterverkehr mit modernen intelligenten Tachographen ausgerüstet sein. Für viele kleine Speditionen bedeutet das eine erhebliche Umstellung und strengere Überwachung der Arbeitszeiten.

Zudem treten verschärfte EU-Sicherheitsvorschriften für neue Fahrzeugtypen in Kraft. Auch die technischen Normen zur Ladungssicherung (VDI 2700) wurden kürzlich aktualisiert. Sie definieren den aktuellen Stand der Technik und haben damit hohe praktische Relevanz für Gerichtsverfahren.

Kostendruck vs. Sicherheitsverantwortung

Warum halten sich so viele Unternehmen nicht an die klaren Regeln? Experten sehen den Grund im permanenten wirtschaftlichen Druck, engen Zeitfenstern und einem Mangel an qualifiziertem Personal. Oft wird an der Sicherheit gespart – eine gefährliche Milchmädchenrechnung.

Die Verantwortung liegt dabei nicht allein beim Fahrer. Sie erstreckt sich auf den Fahrzeughalter und den Verlader. Prüforganisationen wie die DEKRA betonen seit Jahren: Eine vorschriftsmäßige Sicherung ist in kritischen Situationen lebenswichtig. Digitale Lösungen wie Telematiksysteme können helfen, Compliance zu überwachen und Prozesse zu optimieren.

Ausblick: Mehr Kontrolle und Digitalisierung

Die alarmierenden Ergebnisse dürften den Ruf nach schärferen Kontrollen und Sanktionen lauter werden lassen. Gleichzeitig wird die Digitalisierung zum Schlüssel für mehr Sicherheit. KI-gestützte Flottenmanagementsysteme können Betriebsabläufe optimieren und Risiken minimieren.

Die Branche steht vor einer doppelten Herausforderung: Sie muss in moderne Technik und kontinuierliche Schulung investieren, um sicher und wettbewerbsfähig zu bleiben. Die anstehende 3. Nationale Verkehrssicherheitskonferenz im April in Berlin wird eine wichtige Plattform sein, um über die Zukunft der Sicherheit auf deutschen Straßen zu diskutieren. Die Kontrolle auf der A6 hat die Dringlichkeit dieses Themas schonungslos aufgezeigt.

Anzeige

PS: Endlich eine Unterweisung zur Ladungssicherung, die wirklich praktisch ist – in 15 Minuten vorbereitet statt stundenlang recherchieren. Das kostenlose Paket enthält eine anpassbare PowerPoint-Präsentation, ein Quiz zur Wissenskontrolle und eine Checkliste für die Dokumentation, damit Sie Haftungsrisiken reduzieren und gesetzliche Pflichten erfüllen. Ideal für Fuhrparkleiter und Sicherheitsbeauftragte. Unterweisung zur Ladungssicherung gratis anfordern

@ boerse-global.de