Kupfer-Engpass treibt Baukosten in die Höhe
25.01.2026 - 18:15:12Die Preise für den strategischen Rohstoff Kupfer explodieren. Ein akuter Lieferengpass verteuert vor allem die technische Gebäudeausstattung massiv und gefährdet die Wirtschaftlichkeit von Bauprojekten.
Aktuelle Marktdaten zeigen eine steile Rallye. Getrieben wird sie von einer breiten, strukturellen Nachfrage aus Schlüsselindustrien:
* Elektromobilität und der Ausbau erneuerbarer Energien benötigen immense Mengen.
* Der Boom künstlicher Intelligenz treibt den Bedarf für Rechenzentren.
* Auch der Verteidigungssektor trägt zur Verknappung bei.
Gleichzeitig stagniert das Angebot. Die Erschließung neuer Minen dauert oft über ein Jahrzehnt. Dieses Zusammentreffen hat den Kupfermarkt zu einem strategischen Nadelöhr werden lassen.
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TGA wird zur Kostenfalle
Die Folgen für die Baubranche sind unmittelbar spürbar. Kupfer ist unverzichtbar für Elektroinstallationen, Heizung, Sanitär und Lüftung – alles Kernkomponenten der technischen Gebäudeausstattung (TGA).
Bereits jetzt schlägt die TGA mit 28 bis 35 Prozent der Gesamtbaukosten zu Buche. Jede prozentuale Steigerung bei Kupfer wirkt sich daher überproportional aus. Ende 2025 kündigte Europas größte Kupferschmelze, Aurubis, eine Rekordprämie für 2026 an – ein klares Signal für die Knappheit. Diese Mehrkosten geben die Hersteller an Handwerksbetriebe und schließlich an die Bauherren weiter.
Warum eine schnelle Entspannung unwahrscheinlich ist
Branchenanalysten sehen kurzfristig kaum Entlastung. Die Gründe für den Engpass sind tiefgreifend:
* Lange Vorlaufzeiten für neue Minen.
* Sinkende Erzgehalte in bestehenden Förderstätten.
* Eine strukturell hohe Nachfrage, die durch politische Dekarbonisierungsziele zementiert wird.
Experten sprechen von einem unvermeidlichen globalen Angebotsdefizit. Für Deutschland als rohstoffabhängige Industrienation ist das eine besondere Herausforderung.
Dominoeffekt für die gesamte Bauwirtschaft
Die Preisexplosion bei Kupfer erzeugt einen Flächenbrand. Generalunternehmer kämpfen mit unkalkulierbaren Kosten, die ihre Margen erodieren. Projektentwickler müssen ihre Finanzierungsmodelle überprüfen, was zu höheren Mieten und Kaufpreisen führt.
Die Situation verschärft den Druck auf eine Branche, die ohnehin mit Fachkräftemangel und hohen Energiekosten ringt. Sie gefährdet Bauziele und könnte den dringend benötigten Wohnungsbau weiter ausbremsen.
Bauprojekte auf dem Prüfstand
Für die Immobilienbranche bedeutet dies eine Neubewertung. Bei Projekten mit hohem TGA-Anteil – wie Büros, Krankenhäusern oder Rechenzentren – müssen Kostenpläne oft komplett überarbeitet werden. Die Gefahr: Projekte verzögern sich oder werden unwirtschaftlich.
Fachverbände beobachten die Entwicklung mit Sorge. Langfristig könnten alternative Materialien an Bedeutung gewinnen. Kurzfristig bleibt die Baubranche jedoch in der Zange zwischen explodierenden Materialkosten und festen Verträgen gefangen.
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