Kunst-Hype, Anicka

Kunst-Hype um Anicka Yi: Wie Gerüche, Schleim & Bakterien den Museumsgame ändern

05.02.2026 - 15:00:43

Unsichtbare Bakterien, schwebende Sporen-Wolken und Duftwolken statt Leinwand: Warum Anicka Yi gerade zur Must-See-Künstlerin zwischen Science, NFTs & Museums-Hype wird – und was das für deinen Art-Investment-Plan heißt.

Alle reden über KI – aber du hast noch nie über BAKTERIEN als Kunst nachgedacht?
Dann wird es Zeit für Anicka Yi. Sie lässt Gerüche, Mikroben und sogar Algen zu ihren Co-Stars werden – und bringt damit das klassische White-Cube-Museum komplett ins Wanken.

Statt Leinwand: Duftwolken, Biolab-Ästhetik und schleimige Skulpturen, die aussehen wie Sci-Fi-Requisiten. Genau dieser Mix aus Labor, Luxus-Galerie und Zukunftsangst macht Yi gerade zur Kunst-Hype-Figur, an der du online kaum vorbeikommst.

Das Netz staunt: Anicka Yi auf TikTok & Co.

Nach ihrem viel diskutierten Auftritt in einem der wichtigsten Londoner Museumsräume – mit schwebenden, halb lebendig wirkenden "Kreaturen" im Luftraum – ist klar: Yi baut Kunst, die perfekt für virale Clips ist.

Ihre Installationen wirken wie aus einem futuristischen K-Drama: neblige Räume, glibberige Oberflächen, Ventilatoren, die Gerüche verteilen, und Objekte, die irgendwo zwischen Qualle, Drohne und Alien schweben. Wenn du reingehst, hast du nicht nur ein Bild, sondern ein komplettes Body-Feeling – Sehen, Riechen, teilweise sogar Ekel.

Auf Social Media feiern viele genau das: "Endlich Kunst, die nicht nur an der Wand hängt". Andere kommentieren genervt: "Sieht aus wie schlecht gereinigtes Aquarium – kann das nicht jedes Bio-Labor?". Aber genau diese Reibung macht Yi zum Viraler Hit in Feeds und Art-Tok.

Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:

Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen

Wenn du bei einem Museumsdate oder im Kunst-Talk mitreden willst, kennst du am besten diese Key-Pieces von Anicka Yi:

  • Die schwebenden Biotech-Kreaturen in der Turbinenhalle der Tate Modern
    Diese Arbeit hat sie endgültig ins globale Rampenlicht geschossen: Riesige, ballonartige Körper, gesteuert von Hightech-Systemen, schwebten durch den gewaltigen Museumsraum. Inspiriert von Quallen, Pilzen und Maschinen wirkten sie wie eine neue Spezies, die den Menschen ablöst. Viele Besucher:innen sprachen vom unheimlichsten Must-See-Moment ihres Kunstjahres – halb meditativ, halb Black Mirror.
  • Geruchs-Installationen mit Bakterien & Parfum
    Yi arbeitet seit Jahren mit Mikroorganismen und Duft: menschliche Bakterienkulturen, die Gerüche erzeugen, parfümartige Nebel, die historische oder politische Stimmungen nachahmen sollen. Ein Werk rekonstruierte etwa den "Geruch" einer bestimmten gesellschaftlichen Situation – nicht als Deko, sondern als Statement: Wer darf riechen, wer muss sich verstecken? Für Insta zwar schwer zu zeigen, aber in Reels mit Reaktionen der Besucher:innen umso spannender.
  • Biolab-Skulpturen & synthetische Schleimwelten
    Transparente Tanks, geleeartige Formen, Kabel, Licht, manchmal sogar lebende Kulturen: Yi baut Installationen, die aussehen wie Sci-Fi-Labore oder Alien-Zuchtstationen. Diese Werke tauchen ständig in Magazine-Layouts und auf Galerie-Feeds auf, weil sie hyperfotogen und gleichzeitig creepy sind. Das ist der Stoff, aus dem Kunst-Hype entsteht: Du willst hinschauen, aber du bist dir nicht sicher, ob du es wirklich willst.

Skandal? Im klassischen Sinne wenig. Aber immer wieder gibt es hitzige Diskussionen: Darf Kunst mit lebenden Organismen spielen? Wo ist die Grenze zwischen Laborversuch und Ausstellung? Und ist das noch Museum oder schon Biohazard?

Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert

Wie heiß ist Anicka Yi als Investment? Die Künstlerin wird von großen, international aktiven Galerien vertreten – ein starkes Signal in Richtung Blue-Chip-Potenzial.

Auf dem Auktionsmarkt tauchen ihre Werke bisher deutlich seltener auf als klassische Malerei-Superstars. Das hat zwei Gründe: Erstens sind viele Arbeiten technisch komplexe Installationen und bleiben in Museums- oder Sammlungsbesitz. Zweitens halten frühe Sammler:innen ihre Stücke lieber, als sie direkt wieder einzuspielen, was das Angebot knapp macht.

Konkrete Rekordpreise? In den gängigen Auktionsdatenbanken und Auktionshäuser-Archiven lassen sich derzeit keine klar kommunizierten Millionen-Hammer-Ergebnisse wie bei Basquiat oder Kusama finden. Es gibt Verkäufe im fünf- bis niedrigen sechsstelligen Bereich, aber tiefe Transparenz ist rar – typisch für einen Markt, der noch im Aufbau ist und wo viel direkt über Galerien und Private Sales läuft.

Übersetzt für dich: Yi ist eher "Art-Insider-Tipp" als schon voll etablierter Millionen-Blue-Chip. Die Institutionen-Historie (Tate, große Museen, renommierte Biennalen) ist allerdings so stark, dass sie in vielen Rankings längst als feste Größe der Gegenwartskunst läuft. Wer früh einsteigt, setzt nicht auf schnellen Flip, sondern auf langfristige kulturelle Relevanz.

Karriere-Highlights, die du kennen solltest:

  • Geboren in Südkorea, aufgewachsen in den USA – Yi bewegt sich ganz selbstverständlich zwischen asiatischer Diaspora, New-York-Artworld und Tech-Kultur.
  • Durchbruch mit Werken, die Feminismus, Duft und Biologie kombinieren – sie hat damit praktisch das Genre der Geruchsinstallation ins große Rampenlicht geholt.
  • Große Solo-Shows in wichtigen internationalen Häusern und Teilnahme an einschlägigen Biennalen – ein klares Zeichen dafür, dass Kurator:innen sie als Schlüsselstimme unserer Zeit sehen.

Fazit für den Markt: Wenn du auf sichere, ständig steigende Auktionskurven schielst, bist du bei reiner Leinwand-Malerei besser aufgehoben. Wenn du aber auf konzeptuelle Schwergewichte mit Museums-Backing setzt, ist Yi eine spannende, noch nicht überhypte Position.

Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen

Du willst nicht nur Reels schauen, sondern wirklich in diese Bio-Future-Welten eintauchen? Gute Entscheidung – Yi funktioniert live um Welten stärker als auf Fotos.

Aktuell gilt:
Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die klar und öffentlich als kommend oder laufend terminiert sind und sich eindeutig zu deinem Besuch planen lassen. Viele Häuser zeigen ihre Programme nur zeitlich begrenzt online oder announcen neue Shows erst relativ kurzfristig.

Wenn du wirklich nichts verpassen willst, sind diese Seiten dein Pflicht-Check:

  • Gladstone Gallery: Anicka Yi – hier siehst du aktuelle und vergangene Ausstellungen, Installationsansichten und oft auch neue Projekte, die frisch aus dem Studio kommen.
  • Offizielle Kanäle von Anicka Yi – wenn verfügbar, findest du hier Artist-Statements, Projekt-Updates und manchmal Hinweise auf Kollaborationen oder institutionelle Shows.

Zusätzlich lohnt sich ein regelmäßiger Blick in die Programme großer Häuser in Metropolen wie London, New York, Seoul oder Berlin: Genau dort tauchen Künstlerinnen wie Yi immer wieder in Gruppen- oder Themenausstellungen rund um Technologie, Ökologie und Zukunft auf.

Fazit: Hype gerechtfertigt?

Wenn du Kunst nur danach bewertest, wie gut sie über deinem Sofa aussieht, wird dich Anicka Yi eher überfordern. Ihre Werke sind messy, feucht, manchmal eklig, immer körperlich. Sie funktionieren nicht als hübsche Deko, sondern als Frontalangriff auf deine Komfortzone.

Genau deshalb ist der Hype gerechtfertigt: In einer Zeit, in der alles nach Filter, Glätte und Clean-Aesthetic schreit, zwingt Yi dich, über unsichtbare Systeme nachzudenken – Bakterien, Algorithmen, Überwachung, Macht. Und sie tut das mit Bildern und Installationen, die aussehen wie Concept Art für das nächste große Sci-Fi-Franchise.

Für dich als Zuschauer:in heißt das:

  • Must-See, wenn du auf Future-Vibes, Science-Fiction und kritische Tech-Fragen stehst.
  • Spannend als Investment, wenn du lieber auf langfristige institutionelle Relevanz als auf schnellen Auktions-Flip setzt.
  • Perfekter Conversation-Starter – egal ob im Seminar, im Office oder beim Date: "Hast du schon von dieser Künstlerin gehört, die mit Bakterien Kunst macht?" zieht immer.

Unterm Strich: Anicka Yi ist keine Künstlerin für den schnellen Selfie-Schnappschuss (auch wenn ihre Installationen extrem fotogen sind). Sie ist eine von denen, die im Rückblick vermutlich in den Art-History-Books auftauchen werden – als diejenige, die gezeigt hat, wie sich Kunst anfühlt, wenn Mensch, Maschine und Mikroben auf Augenhöhe verhandelt werden.

@ ad-hoc-news.de