Krypto-Betrüger, Summen

Krypto-Betrüger erbeuten sechsstellige Summen per Telefon

08.02.2026 - 07:05:12

Betrüger geben sich als Behörden aus, um über Fernzugriff an Geld und Daten von Krypto-Anlegern zu gelangen. Die BaFin warnt eindringlich vor der perfiden Masche.

Eine neue Welle raffinierter Telefonbetrügereien zielt gezielt auf Krypto-Anleger ab. Die Täter geben sich als Mitarbeiter von Börsen, der Finanzaufsicht BaFin oder Verbraucherzentralen aus. Ihr Ziel: Mit psychologischem Druck und Fernwartungssoftware gelangen sie an Geld und sensible Daten.

Die perfide Masche: Vertrauen als Türöffner

Die Betrüger kontaktieren ihre Opfer telefonisch. Oft haben diese zuvor ihre Daten auf unseriösen Investment-Plattformen hinterlassen. Im Gespräch bauen die Anrufer gezielt Vertrauen auf – als professionelle Berater oder Support-Mitarbeiter.

Sie versprechen hohe Gewinne oder Hilfe bei der Wiederbeschaffung verlorener Gelder. Der entscheidende Schritt folgt dann: Die Opfer sollen eine Fernwartungssoftware wie „AnyDesk“ oder „TeamViewer“ installieren.

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  • Folge: Sobald der Zugriff gewährt ist, haben die Kriminellen freie Hand.
  • Sie leeren Online-Banking-Konten, transferieren Kryptowährungen und stehlen persönliche Daten.

Behörden schlagen Alarm: BaFin warnt eindringlich

Angesichts der zunehmenden Fälle warnen offizielle Stellen landesweit. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stellt klar: Sie kontaktiert niemals von sich aus Personen, um bei der Rückführung von Geldern zu „helfen“. Kriminelle missbrauchen den Namen der Behörde für ihren Betrug.

Auch Verbraucherzentralen melden vermehrte Anrufe von angeblichen Kollegen. Die Betrüger nutzen dabei oft „Call-ID-Spoofing“: Im Display erscheint die echte Nummer der Verbraucherzentrale. Polizei und Landeskriminalämter raten: Bei unaufgeforderten Anrufen sofort auflegen und niemals Fremden Gerätezugriff gewähren.

So schützen Sie sich vor der Krypto-Falle

Der wirksamste Schutz ist ein gesundes Misstrauen. Experten geben klare Verhaltensregeln:

  • Nie persönliche Daten, Passwörter oder Bankinformationen am Telefon preisgeben.
  • Immer skeptisch sein bei der Aufforderung, Fernwartungssoftware zu installieren.
  • Garantierte, hohe Gewinne sind ein klares Betrugssignal.
  • Bei Druck im Gespräch sofort auflegen.
  • Bei Unsicherheit das Unternehmen oder die Behörde über eine offizielle, selbst recherchierte Nummer zurückrufen.

Warum die Masche so erfolgreich ist

Der Betrug nutzt die Komplexität des Kryptomarktes und gezielte psychologische Tricks aus. Viele Anleger haben nur begrenztes Wissen und sind unsicher. Genau diese Unsicherheit nutzen die Täter. Sie präsentieren sich als Experten und untermauern ihre Glaubwürdigkeit mit professionellen Webseiten und gefälschten Dokumenten.

Besonders perfide ist der „Anschlussbetrug“ (Recovery Scam). Dabei kontaktieren Betrüger Opfer, die bereits Geld verloren haben. Sie versprechen, die Verluste wiederzubeschaffen – gegen eine Vorauszahlung. Diese Masche spielt gezielt mit der Hoffnung und Verzweiflung der Geschädigten.

Die Bedrohung wird sich weiterentwickeln

Experten gehen davon aus, dass die Methoden der Betrüger noch raffinierter werden. Zukünftig könnten sie künstliche Intelligenz zur Stimmimitation (Voice Cloning) einsetzen, um noch überzeugender zu wirken. Die Taktiken des Social Engineering werden immer individueller auf die Opfer zugeschnitten sein.

Für Verbraucher bedeutet das: Die Notwendigkeit zur Wachsamkeit steigt weiter. Anleger sollten sich ausschließlich an in Deutschland zugelassene und von der BaFin beaufsichtigte Anbieter halten.

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