Krebskongress, Krebsrisiko

Krebskongress warnt vor unterschätztem Krebsrisiko

22.02.2026 - 00:40:12 | boerse-global.de

Experten des Deutschen Krebskongresses identifizieren Bewegungsmangel als unterschätzte Krebsursache und fordern gesellschaftliches Umdenken, um immense Gesundheitskosten zu senken.

Bewegungsmangel ist ein unterschätztes Krebsrisiko. Das ist die zentrale Botschaft des Deutschen Krebskongresses, der am Wochenende in Berlin zu Ende ging. Während die Gefahren von Rauchen oder UV-Strahlung bekannt sind, bleibt die stille Bedrohung durch einen sitzenden Lebensstil oft ausgeblendet. Experten sehen hier eine erhebliche Wissenslücke in der Bevölkerung.

Die schleichende Gefahr des Sitzens

Die gesundheitlichen Folgen von Inaktivität sind vielfältig und gut belegt. Bewegungsmangel gilt als Hauptrisikofaktor für chronische Krankheiten wie Herzinfarkte, Schlaganfälle, Typ-2-Diabetes und bestimmte Krebsarten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche.

Doch fast ein Drittel der Weltbevölkerung erreicht dieses Ziel nicht. Dieser Mangel schwächt das Herz-Kreislauf-System, stört den Stoffwechsel und erhöht das Risiko für Brust- und Dickdarmkrebs. Die WHO spricht von einer stillen Pandemie.

Milliardenkosten für die Gesellschaft

Die wirtschaftlichen Folgen sind immens. Eine Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf beziffert die direkten Gesundheitskosten für unzureichend aktive Menschen in Deutschland auf durchschnittlich 188 Euro pro Jahr und Person.

Hinzu kommen indirekte Kosten durch Produktivitätsverluste von weiteren 482 Euro. Global prognostiziert die WHO bis 2030 Behandlungskosten von fast 300 Milliarden US-Dollar für vermeidbare, bewegungsbedingte Krankheiten.

Schon kleine Schritte helfen enorm

Die Forschung gibt aber auch Hoffnung. Eine im Januar im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlichte Studie zeigt: Schon fünf zusätzliche Minuten moderate Bewegung täglich senken das Sterberisiko.

Eine andere Untersuchung beantwortet die Frage, wie man lange Sitzzeiten kompensieren kann. Wer täglich acht oder mehr Stunden sitzt, benötigt demnach etwa fünf Stunden körperliche Aktivität pro Woche, um die negativen Effekte auszugleichen. Es muss also nicht immer Hochleistungssport sein.

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Politik und Gesellschaft sind gefordert

Experten fordern ein Umdenken. Die WHO appelliert an Regierungen, die Rahmenbedingungen für ein aktiveres Leben zu schaffen – durch sichere Fahrradwege, zugängliche Sportstätten und mehr Bewegung in Schulen und Betrieben.

Deutschland gehört laut WHO zu den Ländern, die das globale Ziel einer Reduktion der Inaktivität bis 2030 erreichen könnten. Das Bundesgesundheitsministerium will die Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung aktualisieren. Sie sollen Anfang 2027 vorliegen.

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