KNDS, Aktie

KNDS Aktie: Banken, Staat, Rekordaufträge

03.04.2026 - 07:00:30 | boerse-global.de

Der Rüstungskonzern KNDS plant einen Börsengang mit bis zu fünf Milliarden Euro Emissionsvolumen. Die staatliche KfW erwägt den Einstieg als Ankerinvestor, um die Produktion auszubauen.

KNDS Aktie: Banken, Staat, Rekordaufträge - Foto: über boerse-global.de

Bank of America, Deutsche Bank, Goldman Sachs und Société Générale — das Bankenkonsortium hinter dem geplanten KNDS-Börsengang liest sich wie ein Who's who der globalen Finanzwelt. Der Hersteller des Leopard 2 treibt sein IPO mit Nachdruck voran, obwohl die Marktlage durch den Iran-Krieg zuletzt unruhiger geworden ist.

Bis zu fünf Milliarden Euro angepeilt

KNDS strebt eine Doppelnotierung in Frankfurt und Paris an — voraussichtlich im Juni oder Juli. Bei einer angestrebten Bewertung von rund 20 Milliarden Euro sollen etwa 25 Prozent der Anteile an die Börse gebracht werden. Das Emissionsvolumen könnte damit bis zu fünf Milliarden Euro erreichen und wäre der größte europäische Börsengang seit Jahren.

Strategieberater Lazard begleitet die Positionierung des Unternehmens vor dem Listing. Erste Gespräche mit potenziellen Investoren haben bereits begonnen.

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KfW als Ankerinvestor

Ein wichtiger Stabilitätsfaktor kommt aus Berlin. Die staatliche KfW arbeitet gemeinsam mit JPMorgan Chase an einem möglichen Einstieg bei KNDS. Berichten zufolge plant der deutsche Staat den Erwerb einer Sperrminorität von mindestens 25 Prozent — vergleichbar mit dem bestehenden Anteil des französischen Staates. Die deutschen Familienaktionäre, die derzeit 50 Prozent halten, wollen ihren Anteil im Zuge des IPO reduzieren.

Solide Basis, wachsender Rückstand gegenüber Rheinmetall

Die Fundamentaldaten stützen die Börsenstory: KNDS erzielte 2024 einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro — ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Auftragsbestand kletterte um 15 Prozent auf 23,5 Milliarden Euro, der Auftragseingang lag bei 11,2 Milliarden Euro. Treiber waren unter anderem das Leopard-2-A8-Programm, der Radpanzer Serval sowie Caesar-Exporte und das Panzerhaubitzsystem RCH 155 für die Ukraine.

Zum Vergleich: Rheinmetall steigerte seinen Rüstungsumsatz 2024 um 50 Prozent. Dieser Abstand dürfte ein zentrales Argument des Managements sein, warum der Zugang zu öffentlichen Kapitalmärkten jetzt notwendig ist. Der IPO-Erlös soll die Produktionskapazitäten verdoppeln.

Das umstrittene deutsch-französische Kampfpanzerprojekt MGCS, das frühestens 2040 einsatzbereit sein wird, hat das Management bewusst aus der Bewertungsgrundlage herausgehalten. Stattdessen sorgt eine vom Bundeskartellamt genehmigte Übergangslösung mit Rheinmetall — oft als „Leopard 3" bezeichnet — dafür, dass die Werke in den kommenden Jahren ausgelastet bleiben.

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