KMU-Chefs steuern auf Burnout-Welle zu
22.01.2026 - 02:24:12Führungskräfte in kleinen und mittleren Unternehmen sind massiv erschöpft. Fast die Hälfte beobachtet eine Zunahme psychischer Belastungen – und ist oft selbst betroffen. Der Fachkräftemangel, wirtschaftliche Unsicherheit und eine unaufhörliche Arbeitslast treiben die Chefs an ihre Grenzen.
Experten warnen: Proaktive Prävention ist keine Option mehr, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Die spezifischen Herausforderungen für Geschäftsführer im Mittelstand schaffen ein ideales Umfeld für chronischen Stress. Die Folgen reichen von sinkender Produktivität bis hin zu langfristigen gesundheitlichen und finanziellen Schäden.
Warum gerade KMU-Chefs gefährdet sind
Eine Studie von Ende 2024 identifizierte die Haupttreiber für die psychische Belastung:
* Ein gestiegenes Arbeitspensum (52,7 %)
* Erhöhter Leistungsdruck (49,3 %)
* Der allgegenwärtige Fachkräftemangel (45,9 %)
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Im Gegensatz zu Konzernen fehlen in KMU oft die personellen Ressourcen, um Belastungsspitzen abzufedern. Die Chefs sind häufig Manager, Visionäre und Krisenmanager in einer Person. Diese ständige Überlastung, gepaart mit der Verantwortung für die Existenz des Unternehmens, führt zu permanenter Anspannung. Die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben verschwimmen – Erholung wird zum Luxus.
Selbstfürsorge: Der persönliche Schutzschild
Angesichts der hohen Belastung ist die Stärkung der persönlichen Resilienz unerlässlich. Ein zentraler Baustein ist die Fähigkeit zur Selbstreflexion, um eigene Belastungsgrenzen frühzeitig zu erkennen. Techniken wie Achtsamkeitsübungen oder regelmäßige kurze Pausen können helfen, das Stresslevel zu regulieren.
Darüber hinaus spielen eine gesunde Lebensführung und bewusst geplante Auszeiten eine entscheidende Rolle. Das Pflegen von Hobbys und sozialen Kontakten außerhalb des Jobs hilft, mentalen Abstand zu gewinnen. Das Gefühl, die Kontrolle über die eigene Situation zu behalten, ist ein starker Schutzfaktor gegen Burnout.
Gesunde Führung entlastet auch den Chef
Burnout-Prävention ist eine zentrale Führungsaufgabe. Eine Kultur des Vertrauens und offener Kommunikation entlastet nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die Führungskraft selbst. Der Schlüssel liegt im konsequenten Delegieren von Aufgaben und im Vertrauen in die Fähigkeiten des Teams.
Führungskräfte, die mit gutem Beispiel vorangehen und eine gesunde Work-Life-Balance vorleben, setzen einen positiven Standard. Regelmäßige Mitarbeitergespräche dienen dabei als Frühwarnsystem für Überlastung. Auch die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen wird oft vernachlässigt – dabei kann sie Risikofaktoren systematisch identifizieren.
Ein Weckruf für die Wirtschaft
Die psychischen Belastungen sind mehr als ein individuelles Problem; sie bedrohen die Stabilität des Mittelstands. Fällt eine Führungskraft aus, kann das einen ganzen Betrieb lahmlegen. Die Kosten durch Produktivitätsverluste und Fehlentscheidungen sind immens.
Doch trotz des Problembewusstseins setzt nur etwa jedes dritte mittelständische Unternehmen konkrete Maßnahmen um. Diese Diskrepanz ist alarmierend. Experten fordern ein Umdenken: Investitionen in die mentale Gesundheit sind strategische Investitionen in die Zukunftsfähigkeit. Sie steigern die Resilienz, die Motivation und die Attraktivität als Arbeitgeber.
Prävention wird zum Wettbewerbsfaktor
Die Förderung der mentalen Gesundheit wird in den kommenden Jahren zentral. Der Druck durch den demografischen Wandel wird weiter zunehmen. Unternehmen, die proaktive Strategien zur Burnout-Prävention versäumen, riskieren ihre Leistungsträger – und ihre Wettbewerbsfähigkeit.
Zukünftige Ansätze werden sich verstärkt auf die Gestaltung von Arbeitsbedingungen und Führungskultur konzentrieren. Schulungen zu gesunder Führung und Resilienz gewinnen an Bedeutung. Langfristig wird eine Kultur, die das Wohlbefinden aller priorisiert, der Schlüssel zum nachhaltigen Erfolg sein.
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