Klöckner, Aktie

Klöckner & Co Aktie: Squeeze-out im Visier

06.04.2026 - 15:50:21 | boerse-global.de

Die Übernahme von Klöckner & Co durch Worthington Steel ist gesichert. Der Aktienkurs liegt über dem Angebotspreis, da Anleger auf weitere Schritte wie einen BGAV oder ein Delisting spekulieren.

Klöckner & Co Aktie: Squeeze-out im Visier - Foto: über boerse-global.de

Die Übernahme des Düsseldorfer Stahlhändlers durch Worthington Steel hat die entscheidende Hürde genommen. Obwohl die Mindestannahmeschwelle überschritten ist, ignorieren Anleger das offizielle Angebot in der laufenden Nachfrist weitgehend. Sie richten ihren Blick bereits auf die nächsten strukturellen Schritte des neuen Großaktionärs.

Großaktionär sichert Erfolg

Worthington Steel hat sich zum Ende der ersten Frist 58,8 Prozent der ausstehenden Papiere gesichert. Damit wurde die Mindestannahmeschwelle von 57,5 Prozent knapp übertroffen. Entscheidend für diesen Erfolg war das Einlenken von Großaktionär Friedhelm Loh. Er brachte seinen Anteil von 41,5 Prozent vollständig in das Angebot ein. Aktuell läuft noch bis zum 14. April eine weitere Annahmefrist, in der verbliebene Aktionäre ihre Anteile andienen können.

Deutlicher Aufschlag an der Börse

Die fortlaufenden Stimmrechtsmitteilungen dokumentieren derzeit die Verschiebungen in der Eigentümerstruktur. Am Markt zeigt sich dabei ein klares Bild: Die Investoren bewerten den Titel aktuell mit 12,12 Euro. Das entspricht einem Aufschlag von rund zehn Prozent auf das Barangebot von 11,00 Euro. Diese Differenz signalisiert, dass Marktteilnehmer auf lukrativere Konditionen in der nächsten Phase der Übernahme kalkulieren.

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BGAV und mögliches Delisting

Der US-Konzern hat bereits angekündigt, unmittelbar nach dem für die zweite Jahreshälfte 2026 erwarteten Vollzug der Transaktion einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (BGAV) anzustreben. Die dafür nötige Hauptversammlungsmehrheit sieht Worthington als gesichert an. Zudem prüft das Unternehmen weitere strukturelle Maßnahmen. Dazu gehören ein mögliches Delisting oder ein Squeeze-out der verbliebenen Minderheitsaktionäre.

Für Investoren, die ihre Papiere über den 14. April hinaus halten, verlagert sich der Fokus nun auf die vertragliche Ausgestaltung. Die Konditionen des künftigen BGAV werden definieren, welche konkreten Ausgleichszahlungen den Aktionären bei dem mit 2,1 Milliarden Euro bewerteten Unternehmen zustehen.

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