Klöckner, Aktie

Klöckner & Co Aktie: Spekulation auf Nachschlag

09.04.2026 - 21:48:08 | boerse-global.de

Die Minderheitsaktionäre von Klöckner & Co erwarten eine höhere Barabfindung als das aktuelle Angebot, da Worthington Steel einen Beherrschungsvertrag plant. Der Aktienkurs notiert bereits über dem Offer-Preis.

Klöckner & Co Aktie: Spekulation auf Nachschlag - Foto: über boerse-global.de

Das offizielle Übernahmeangebot von Worthington Steel lockt kaum noch jemanden aus der Reserve. Stattdessen positionieren sich die verbliebenen Minderheitsaktionäre des Stahlhändlers bereits für den nächsten Akt im Übernahmeprozess. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht ein angekündigter Beherrschungsvertrag, der Aussicht auf eine höhere finanzielle Entschädigung bietet.

Aktionäre ignorieren die Nachfrist

Bis zum 14. April läuft das finale Zeitfenster, in dem Anleger ihre Papiere für 11,00 Euro andienen können. Der Markt spielt allerdings längst ein anderes Spiel. Mit einem aktuellen Kurs von 12,14 Euro notiert der Titel spürbar über der Offerte der US-Amerikaner. Diese Differenz signalisiert eine klare Erwartungshaltung. Anleger kalkulieren fest mit einer lukrativeren Barabfindung, sobald Worthington die nächsten rechtlichen Schritte einleitet.

Worthington Steel hatte Klöckner Ende März über die feste Absicht informiert, zeitnah einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (BGAV) abzuschließen. Ein solches Vertragswerk erlaubt dem neuen Großaktionär direkte Weisungen an den Vorstand und bündelt die Zahlungsströme. Gleichzeitig erzwingt das Gesetz in diesem Fall eine detaillierte Unternehmensbewertung, um außenstehende Aktionäre angemessen zu entschädigen.

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Komfortable Mehrheit für US-Konzern

Die nötige Mehrheit für die Hauptversammlung haben die Amerikaner bereits sicher. Aktuell kontrolliert Worthington rund 58,8 Prozent des Grundkapitals. Dieser Puffer resultiert maßgeblich aus dem Aktienpaket des ehemaligen Großaktionärs Friedhelm Loh, der seine Anteile von gut 41 Prozent frühzeitig in das Angebot einbrachte.

Je nach finaler Annahmequote stehen weitere strukturelle Maßnahmen im Raum. Erreicht der US-Konzern nach Abschluss aller Käufe die Schwelle von 90 Prozent, rückt ein Squeeze-out der verbliebenen Minderheitsaktionäre auf die Agenda. Auch ein vollständiges Delisting von der Frankfurter Wertpapierbörse wird derzeit geprüft. Operativ soll sich vorerst wenig ändern, da das Management um CEO Guido Kerkhoff Standortschließungen ausdrücklich ausgeschlossen hat.

Der finale Vollzug der Transaktion hängt nun an den behördlichen Freigaben, die für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet werden. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt die Aktie regulär handelbar. Erst nach dem endgültigen Closing wird Worthington den Beherrschungsvertrag der Hauptversammlung zur Abstimmung vorlegen und damit den Weg für die rechtlich bindende Abfindung freimachen.

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