Klinik-Atlas-Überarbeitung, Betten

Klinik-Atlas-Überarbeitung trifft auf leere Betten

20.02.2026 - 23:31:12 | boerse-global.de

Die digitale Neuordnung der Kliniksuche trifft auf einen dramatischen Mangel an Behandlungsplätzen. Psychiatrische Einrichtungen warnen vor Erlöskürzungen durch neue Personalrichtlinien.

Die Suche nach einem Klinikplatz für Kassenpatienten wird immer schwieriger. Während die Bundesregierung digitale Suchportale neu ordnet, warnen psychiatrische Fachkliniken vor einer Zuspitzung der Versorgungskrise. Neue Richtlinien setzen die Einrichtungen zusätzlich unter Druck.

Digitaler Atlas soll transparenter werden

In dieser Woche wurden Pläne für den „Bundes-Klinik-Atlas“ bekannt. Das digitale Verzeichnis soll künftig vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) verwaltet werden. Ziel ist eine bessere Datenqualität und die Verknüpfung mit einem geplanten Transparenzportal für die ambulante Versorgung.

Doch die digitale Optimierung trifft auf eine harte Realität: einen dramatischen Mangel an Behandlungsplätzen und Fachpersonal, besonders in der Psychiatrie.

Psychiatrie schlägt Alarm: „Versorgung am Limit“

Parallel zu den Digitalisierungsdebatten hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) die prekäre Lage beschrieben. Der Bedarf an Behandlungen sei so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Gleichzeitig fehlen Fachkräfte und die Bürokratie kostet wertvolle Zeit.

Die DKG fordert einen dringenden Abbau von Dokumentationspflichten. Für Betroffene bedeuten die Engpässe oft monatelange Wartezeiten auf einen Therapieplatz.

Neue Richtlinie verschärft den Druck

Seit Anfang 2026 verschärft eine neue Regelung die Situation: die Personalausstattung Psychiatrie und Psychosomatik-Richtlinie (PPP-RL). Sie sieht erstmals finanzielle Sanktionen für Kliniken vor, die Mindestvorgaben beim Personal nicht erfüllen.

Eine Umfrage zeigt, dass 78 Prozent der psychiatrischen Einrichtungen mit empfindlichen Erlöskürzungen rechnen. Klinikvertreter warnen vor der Schließung von Versorgungsangeboten – was die Zahl der verfügbaren Plätze weiter reduzieren würde.

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Digitale Werkzeuge stoßen an Grenzen

Die Entwicklungen offenbaren eine Spannung: Digitale Transparenzinstrumente wie der Klinik-Atlas können Grundprobleme nicht lösen. Ein besseres Suchportal nützt nur, wenn auch freie Behandlungsplätze existieren.

Krankenkassen bieten zwar eigene Suchportale an, die den Informationsbedarf decken. Doch sie beheben nicht den Mangel an Ressourcen. Übergreifende Sparmaßnahmen und Budgetkürzungen erhöhen den wirtschaftlichen Druck auf die Kliniken zusätzlich.

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