Klarna und Google ebnen Weg für KI-gesteuerten Handel
03.02.2026 - 23:53:12Der schwedische Fintech-Riese Klarna vertieft seine Allianz mit Google und schließt sich dessen neuem Universal Commerce Protocol (UCP) an. Diese Partnerschaft soll den gesamten Online-Einkauf revolutionieren – von der Produktsuche bis zur Bezahlung.
Was das Universal Commerce Protocol bedeutet
Das von Google initiierte UCP ist ein offener Standard. Er soll als gemeinsame Sprache für KI-Assistenten, Händlersysteme und Zahlungsdienstleister dienen. Das Ziel: Verbraucher können künftig Einkäufe direkt im Chat mit einer KI abschließen, etwa in Googles KI-Modus der Suche. Ein Umweg über die Händler-Website entfällt.
Für den Handel bedeutet das eine einheitliche Schnittstelle, um Produkte in diese neuen KI-Umgebungen zu integrieren. Neben Klarna unterstützen auch Branchengrößen wie Shopify, Walmart, Visa und Mastercard das Protokoll. Es gilt als Schlüssel, um den KI-Handel massentauglich zu machen.
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Klarnas Strategie für den „Agentic Commerce“
Mit dem Schritt positioniert sich Klarna als zentraler Baustein für den „Agentic Commerce“. Dabei erledigen autonome KI-Assistenten im Auftrag der Kunden die komplette Kaufabwicklung. Klarna baut damit seine Strategie aus, nachdem das Unternehmen bereits im Oktober 2025 Googles Agent Payments Protocol (AP2) unterstützt hatte.
Die Integration bedeutet: Klarnas beliebte Dienste wie „Kaufe jetzt, bezahle später“ und Echtzeit-Kreditentscheidungen werden direkt in KI-Chats verfügbar sein. Mit über 114 Millionen aktiven Nutzern weltweit hat Klarna das Potenzial, die Akzeptanz dieses konversationellen Handels erheblich zu beschleunigen.
Offene Standards als Grundlage für Vertrauen
Beide Unternehmen betonen die Notwendigkeit von Offenheit. „Die Infrastruktur für KI-gesteuertes Einkaufen muss auf Offenheit, Vertrauen und Transparenz aufgebaut sein“, erklärt David Sykes, Chief Commercial Officer von Klarna. Man wolle mit Google verantwortungsvolle Standards für die Zukunft des Shoppings definieren.
Auch Google unterstreicht diesen Ansatz. „Offene Standards wie das UCP sind unerlässlich, um interoperable Einkaufserlebnisse zu schaffen“, so Ashish Gupta, VP/GM of Merchant Shopping bei Google. Ein geschlossenes System würde die Innovation nur bremsen – zum Nachteil aller Beteiligten.
Wie sich der Online-Handel verändern wird
Die Allianz ist ein klares Signal für die Zukunft des E-Commerce. Für Verbraucher verschwimmen die Grenzen zwischen Suche und Kauf. Die Customer Journey wird radikal vereinfacht. Für Händler wird die Anpassung an KI-gesteuerte Plattformen zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.
Die durch das UCP geschaffenen Standards erleichtern die Teilhabe an dieser Entwicklung. Mit der Unterstützung von Klarna gewinnt das Konzept an Fahrt. Es verspricht ein digitales Einkaufserlebnis, das intelligenter, personalisierter und sicherer werden könnte als alles, was wir bisher kennen.
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