Klarna Aktie: Brutaler Absturz
23.02.2026 - 04:16:54 | boerse-global.deDer Börsengang im September 2025 sollte für den Fintech-Riesen Klarna der Beginn einer neuen Erfolgsgeschichte sein. Doch nur ein halbes Jahr später herrscht Katerstimmung: Eine Sammelklage wegen irreführender Angaben und enttäuschende Quartalszahlen setzen dem Papier massiv zu. Angesichts explodierender Risikokosten fragen sich Anleger, wie stabil das Geschäftsmodell in einem schwierigen Marktumfeld wirklich ist.
Juristisches Nachspiel belastet
Im Zentrum der aktuellen Talfahrt steht eine juristische Auseinandersetzung, deren Frist für die Benennung des Hauptklägers am vergangenen Freitag, den 20. Februar 2026, endete. Die Vorwürfe der Anleger wiegen schwer: Klarna soll in den IPO-Unterlagen wesentliche Risiken im Zusammenhang mit Kreditausfällen und notwendigen Rückstellungen verschleiert haben.
Konkret wird bemängelt, dass das rasante Wachstum womöglich durch eine aggressive Kreditvergabe an finanzschwache Verbraucher erkauft wurde. Die Klage argumentiert, dass die Risiken bei der Finanzierung von Konsumgütern in den Emissionsprospekten materiell unterbewertet wurden. Diese Unsicherheit drückt massiv auf den Kurs, der allein in den letzten 30 Tagen um über 52 Prozent eingebrochen ist.
Wachstum ja, Gewinne nein
Die juristischen Bedenken erhielten durch die jüngsten Finanzergebnisse neue Nahrung. Zwar konnte Klarna im vierten Quartal 2025 erstmals einen Quartalsumsatz von über 1,08 Milliarden Dollar verbuchen – ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch das Bruttowarenvolumen (GMV) stieg deutlich auf 38,7 Milliarden Dollar.
Doch der Glanz der Wachstumszahlen verblasst beim Blick auf die Profitabilität. Trotz der Umsatzrekorde rutschte das Unternehmen wieder in die Verlustzone. Verantwortlich dafür waren vor allem die stark gestiegenen Rückstellungen für Kreditausfälle. Dass Klarna kurz nach dem Börsengang diese Risikovorsorge deutlich erhöhen musste, interpretieren viele Marktteilnehmer als Bestätigung der in der Klage geäußerten Vorwürfe.
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Anleger ziehen die Reißleine
Die Reaktion an der Börse fiel gnadenlos aus. Die Aktie markierte zuletzt bei 11,10 Euro ein neues 52-Wochen-Tief und notiert damit meilenweit unter den Höchstständen vom letzten Herbst. Trotz einer weiter wachsenden Basis von mittlerweile 118 Millionen aktiven Nutzern überwiegt am Markt aktuell die Angst vor unkontrollierbaren Risiken in der Bilanz.
Für eine nachhaltige Bodenbildung muss das Management nun zweierlei beweisen: Dass die Kreditausfallrisiken effektiv gemanagt werden können und dass die Vorwürfe der Sammelklage unbegründet sind. Solange die Schere zwischen Umsatzwachstum und steigenden Risikokosten nicht geschlossen wird, bleibt das Papier ein hochriskantes Investment.
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